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Die Otto Kühne Schule in Bad Godesberg
Die Otto Kühne Schule in Bad Godesberg

Dr. Hubert Schäfer, Hausarzt der Familie Meyer-Frankenforst

Nachbar, Hausarzt und Mediziner im (Un-)Ruhestand, verwitwet. Der alte Herr lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und genießt seinen Ruhestand. Er glaubt, sich im Leben durch nichts mehr erschüttern lassen zu können und schätzt den Kontakt mit seinen Nachbarn und Freunden.

Nebenbei führt er noch einen Kreis von Patienten und kümmert sich um die Schüler der nahe gelegenen Otto Kühne Schule. Als er von den Buchari-Vampiren erfährt, nimmt er es mit rheinischer Gelassenheit und bedauert nur, darüber keine medizinische Abhandlung schreiben zu können.

Wenn es nötig ist, zögert er nicht, Jan kräftig den Kopf zu waschen und droht ihm schon mal den Einsatz von Domestos anstelle von Jod an, als Jan sich die Hand verletzt.

In Böses Blut der Vampire beruhigt er Cosmin Radulescu. Der Vampir ist bedrückt, als er erkennen muß, welchem Terror er durch seinen Cousin Ioan ausgesetzt war. Sebastian Harrach wird von ihm über den bevorstehenden Tod seiner Schwester Sophie in Kenntnis gesetzt.

In Jagd der Vampire verarztet er den angeschossenen Jan Meyer-Frankenforst und setzt Malte Kasten unter Druck, weil dieser sich um eine Verletzung von Reuven Glicksman kümmert.

Auszug aus dem Roman Hochzeit der Vampire

Beim Doktor

Dr. Hubert Schäfer ging wie jeden Tag seiner Arbeit nach. Am Vormittag behandelte er ein paar seiner älteren Patienten, die eigentlich in erster Linie auf ein Schwätzchen vorbeikamen, sich den Blutdruck messen ließen und nicht wirklich krank waren. Manche von ihnen hatten keine Angehörigen und Dr. Schäfer war für einige so eine Art Anlaufstelle geworden, ein sozialer Treffpunkt für die täglichen Sorgen.

Seitdem er seine Kassenzulassung abgegeben hatte, war die Arbeit entspannter geworden. Er konnte es sich leisten, seine Patienten nach eigenen Maßstäben zu behandeln und mußte nicht mehr irgendwelche Vorgaben einhalten. Es störte niemand mehr, wenn er sich für die Diagnose eines offensichtlichen Hexenschusses mehr Zeit nahm, als es im Punktekatalog der Krankenkasse vorgesehen war und dafür auch seinen Patienten Gehör schenkte, weil es in der Ehe kriselte oder der kleine Enkel zahnte und die Nächte deswegen etwas kurz wurden.

Gelegentlich kam es zu kleinen Unfällen, dafür sorgte schon die nahegelegene Schule. Da kam es immer mal zu Rangeleien oder Sport­unfällen und da Dr. Schäfer nur zwei Straßen weiter wohnte und gelegentlich mit dem Rektor Schach spielte, hatte dieser es sich angewöhnt, nach kleineren Unfällen, Prügeleien oder sonstigen Begebenheiten den alten Doktor anzurufen, der dann seine alte Arzttasche schnappte und in die Schule kam.

Über die Jahre war Dr. Schäfer für Schüler wie Lehrer zu einer Anlaufstelle geworden und hatte sich mit seinem medizinischem Fachwissen und viel gesundem Menschenverstand eine Respektsposition erarbeitet. Er hatte die kleinen oder großen Dramen an einer Schule miterlebt und sie wiederholten sich. Sportunfälle, erste große Liebe, Liebeskummer, Eifersuchtsdramen, Schlägereien wegen Nichtigkeiten oder verletzter Eitelkeit, Depressionen, frühzeitige Schwangerschaft und auch manche schwere Brocken wie Kindesmisshandlung und Schlimmeres. Er versuchte, die Augen offen zu halten und Anzeichen zu deuten, wenn irgendetwas falsch lief. Manchmal konnte er eingreifen, manchmal kam auch er zu spät, aber oft gelang es ihm, mit einer kräftigen Standpauke, sorgfältig dosiertem Verständnis und Mitgefühl seine Schützlinge zu lenken. Jedenfalls bei den harmloseren Geschichten, wie sie das Erwachsenwerden mit sich bringt.

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kmaresch

Imker von 1982 bis 2016

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