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Frankreich beschließt Homo-Ehe gegen Widerstand der Katholischen Kirche

Der BAfmW-Dienstwagen vor dem Kölner Dom anläßlich des Bundestagswahlkampfes 2017

So muß das sein, die französische Nationalversammlung hat das Gesetz zur Einführung der Homo-Ehe verabschiedet. Eine Regierung setzt sich durch gegen eine homophobe Gruppe, die von der Katholischen Kirche und rechten Gruppierungen maßgeblich mitgesteuert wurde. Es ist ein teuer bezahlter Sieg, erkauft mit 30% mehr Übergriffen auf Schwule und Lesben in Frankreich. Dennoch, Präsident Hollande hat sich nicht einschüchtern lassen und sein Wahlversprechen gehalten, die Homo-Ehe einzuführen. Daran können sich die Konzernnutten von der FDP mal ein Beispiel nehmen, die vergessen ja gern das, was im Koalitionsvertrag steht.

Bei uns in Deutschland hat gerade mal wieder der Innenminister von Muttis NonGovernment-Koalition das Bundesverfassungsgericht gerügt, das es zu sehr in die Regierungsarbeit eingreift. Tja, ist wohl so, wenn die Regierung ihrer originären Aufgabe nicht nachkommt. Da können wir froh sein, daß es das Korrektiv BVerfG gibt. Mehrfach hat es die Bundesregierung daran erinnert, was in der Verfassung steht. Dazu gehört auch die Homo-Ehe.

In Frankreich tönten kirchliche Stimmen auch etwas davon, daß die Entchristianisierung der Gesellschaft bevorsteht. Der Begriff Entpfaffisierung paßt besser. Füreinander einstehen und sorgen, sich respektieren und vertrauen, das ist ein christlicher Wert und den findet man auch in der Homo-Ehe.

Das will die Römisch Katholische Kirche nicht einsehen, weil sie das Instrument Ausgrenzung und Diskriminierung braucht, um ihre Schäfchen unter Kontrolle zu halten. Auch deswegen war die heutige Verabschiedung ein ganz wichtiger Schritt. Auch vielleicht hin zu einer endlich zu realisierenden Trennung von Staat und Kirche, denn in Deutschland hat die KIrche einen viel zu großen Einfluß. Religion muß Privatsache sein und es kann nicht sein, daß eine Kirche der Gesellschaft vorschreiben kann, wie sie zu leben hat.

Über Hagen Ulrich

Seit 2012 schreibe ich Fantasyliteratur. Mir hat es das Genre Urban Fantasy angetan und mir gefällt die Idee, darüber nachzudenken, was denn wäre, gäbe es die mythischen und magischen Wesen unter uns. Darüber hinaus sehe ich Fantasy als literarisches Stilmittel, um gesellschaftliche Themen zu diskutieren. Mein Thema ist Kirche und Religion, LGBT-Fragen ebenso wie der Umgang mit dem rechten Haß, der durch die Gesellschaft wabert. 2018 habe ich mit meinem Partner den Bundeslurch Verlag gegründet, der Fantasyliteratur veröffentlichen wird.

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