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Ibn Hazm Al-Andalousi, Das Halsband der Taube

Abu Muhammad Ali ibn Ahmad ibn Sa’id ibn Hazm, bekannt als Ibn Hazm Al-Andalousi lebte von 994 bis 1064 im Kalifat von Cordoba und war ein islamischer Universalgelehrter, Autor und politischer Berater seiner Zeit. Unter anderem war er kurze Zeit Wesir unter dem Kalifen Abd ar Rahman V..

Später konzentrierte Ibn Hazm Al Andalousi sich auf seine Forschungs- und Lehrtätigkeit und galt als Anhänger der Zahiriten, einer Rechtsschule, die sehr asketisch und streng den Islam auslegte. Rechtsschulen wie die Zahiriten legen Sunna und Koran wörtlich aus und haben daher große Schwierigkeiten mit freier Argumentation und Konsens.Vergleichbares findet man heute bei den saudischen Wahhabiten und den Salafisten. Oder analog bei den Hardcore-Christen der Pius-Bruderschaft und Pietisten.

Allerdings brachte ihm seine strenge Auffassung von Islam sowie seine vermutete politische Nähe zu den Umayyaden Schwierigkeiten ein, die in ein Lehrverbot an der Großen Moschee mündete und er mußte sogar Bücherverbrennungen seiner Werke erleben, von denen heute auch kaum noch etwas erhalten ist.

Ibn Hazm war aber nicht nur Religionsgelehrter und Politiker, sondern auch Literat und eines seiner Bücher ist “Das Halsband der Taube”, ein Werk über die höfische Liebe des maurischen Spaniens. Eine deutsche Übersetzung von Max Weisweiler aus dem Jahre 1941 fiel mir beim Stöbern in einem Bonner Antiquariat in die Hände und hat mich auch ein wenig in der Konzeption meines Romans beeinflußt.

Verschiedenen Quellen zufolge und das kommt auch bei Ibn Hazm zur Sprache, waren eben auch erotische Beziehungen unter Männern im Spanien des XI. Jahrhunderts üblich. Vielleicht sollte man das Buch mal in den Schulen zur Lektüre machen, die einen hohen Migrantenanteil arabischer Herkunft aufweisen und wo dem Lehrer beim Betreten der Klasse ein fröhliches “Ey ficken Alter?!” entgegendröhnt?

Über Hagen Ulrich

Seit 2012 schreibe ich Fantasyliteratur. Mir hat es das Genre Urban Fantasy angetan und mir gefällt die Idee, darüber nachzudenken, was denn wäre, gäbe es die mythischen und magischen Wesen unter uns. Darüber hinaus sehe ich Fantasy als literarisches Stilmittel, um gesellschaftliche Themen zu diskutieren. Mein Thema ist Kirche und Religion, LGBT-Fragen ebenso wie der Umgang mit dem rechten Haß, der durch die Gesellschaft wabert. 2018 habe ich mit meinem Partner den Bundeslurch Verlag gegründet, der Fantasyliteratur veröffentlichen wird.

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