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Lesungen mit Abdella Taia im Allerweltshaus Köln und im Bahnhof Langendreer in Bochum

Abdellah Taïa: Der Tag des Königs

Lesung und Gespräch

Der Tag des Königs von Abdellah Taia
Der Tag des Königs von Abdellah Taia

An der Straße von Rabat nach Salé wartet eine Menschenmenge auf die Ankunft Hassans II., des Königs von Marokko. Mitten darin zwei Jungen.
Khalid stammt aus einem herrschaftlichen Haus im reichsten Viertel der Stadt, Omar aus der armen Vorstadt. Dennoch sind sie unzertrennlich. Omar liebt Khalid, den feingliedrigen Jungen mit der zarten Haut und den überspannten Ideen. Und Khalid Omar, der mit seinen vierzehn Jahren schon die Verantwortung für seinen Vater trägt. Der ist wie ein kleines Kind, seit Omars Mutter die Familie verlassen hat.
Doch unter dieser Beziehung der beiden ungleichen Jungen lauern Abgründe. Und jetzt ist überdies Khalid ausgewählt, als reichster und bester Schüler der Klasse dem König die Hand zu küssen. Er hat Omar nichts davon gesagt. Dieser Verrat läßt die Kluft zwischen beiden aufbrechen – und verlangt ein Opfer.

Lakonisch, dramatisch, mit kunstvoller Theatralik erzählt der marokkanische Autor Abdellah Taïa in seinem Roman „Der Tag des Königs“, wie Liebe umschlägt in Gewalt unter einem von sozialer Ungleichheit und Tabus geprägten despotischen Regime.

„Autor Abdellah Taïa fängt treffend die Atmosphäre des Terrorjahres ein. Bezeichnenderweise zeigt er neben sozio-ökonomischen Ursachen, auch die Folgen einer verängstigten Generation. Zudem prangert er Macho-Kultur und Rassismus an. Und das alles in einer stakkatoartigen und atemlosen Sprache – ein packender Roman“, urteilt Angelo Algieri in der Financial Times Deutschland.

Abdellah Taïa, 1973 in Rabat geboren, lebt seit 1999 in Paris. Mit seinen vielbeachteten Romanen Une mélancolie arabe (2008), und L’armée du salut (2006) und der Offenlegung seiner Homosexualität durchbrach er ein Tabu der arabischen Welt. Sein Roman Le jour du roi erschien 2010, deutsch 2012 bei suhrkamp, aus dem Französischen übersetzt von Andréas Riehle.
Taïa arbeitet auch als Journalist, unter anderem für Le Monde.

Die Reihe WORTWELTEN, Lesungen mit Autorinnen und Autoren aus aller Welt, wird gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW

Bahnhof Langendreer

Wallbaumweg 108
44894 Bochum
Tel 0234-6871635
Fax 0234-6871699
www.bahnhof-langendreer.de

Lesung in Berlin: 14.07.2016

Über Hagen Ulrich

Seit 2012 schreibe ich Fantasyliteratur. Mir hat es das Genre Urban Fantasy angetan und mir gefällt die Idee, darüber nachzudenken, was denn wäre, gäbe es die mythischen und magischen Wesen unter uns. Darüber hinaus sehe ich Fantasy als literarisches Stilmittel, um gesellschaftliche Themen zu diskutieren. Mein Thema ist Kirche und Religion, LGBT-Fragen ebenso wie der Umgang mit dem rechten Haß, der durch die Gesellschaft wabert. 2018 habe ich mit meinem Partner den Bundeslurch Verlag gegründet, der Fantasyliteratur veröffentlichen wird.

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