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Das Polizeipräsidium in Bonn
Das Polizeipräsidium in Bonn

Michael Strang, ein Kommissar bei der Polizei Bonn

Das Polizeipräsidium in Bonn
Das Polizeipräsidium in Bonn

Bei der Polizei in Bonn ist Michael Strang tätig,  ein junger Kommissar. Er entstammt einer intoleranten badischen Pietcong-Familie und ist als junger Mann vor der Bigotterie seiner Familie geflüchtet. Der junge Polizeibeamte hat einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, als er entdeckt, was Konstantin angetan wurde, wird es persönlich für ihn.

Hat er sich bisher auf seinen Job und seinen kleinen roten Flitzer sowie die Clubs der Kölner Schwulen Szene beschränkt, die er in- und auswendig kennt, so verändern sich seine Prioritäten, als er die Bucharis kennenlernt. Der Rotschopf geht gewohnt frech an die Sache ran und stellt fest, daß ihm das sein bisher festgefügtes Leben auf einmal ganz gut durcheinander wirbelt.

Der junge Polizeibeamte hat sein Leben ganz gut im Griff und sieht sich plötzlich vor eine nicht nur sein Privatleben bestimmende Entscheidung gestellt, mit der er überhaupt nicht gerechnet hat. Zunächst ist er damit total überfordert.

Ein schwuler Macho bei der Polizei Bonn

Michael Strang frühstückt gern im Bett mit Champagner, ist dabei ungern allein und hat eine nette Handschellensammlung, die er gern nutzt. Seinen Kollegen im Bonner Landesbehördenhaus läßt er ausgiebig an seinem Privatleben teilhaben, da diese ihm ja wie er sagt, auch den Anblick der Tittenluder auf der ersten Seite der Boulevardmedien zumuten. Der Polizeikommissar ist ein schwuler Macho, bis es ihn richtig erwischt.

In den Romanen tauchen weitere Beamte auf, die am Bonner Polizeipräsidium tätig sind, darunter Hauptkomissar Peter Lux, seine Mitarbeiter Lars Wilhelm, Sabine Liessem und Jens Nicolay. Sie bilden später eine Einheit, die sich mit den magischen Wesen beschäftigen, die im weiteren Geschehen auftauchen.

In Böses Blut der Vampire, Jagd der Vampire und Krieg der Vampire tauchen Dschinnen, ein Eifeler Werwolfrudel, ein Incubus, ein Seher, ein Drache und weitere ortsansässige Vampire auf.

Auszug aus: Girls Day bei der Polizei Bonn:

„Soso du Macho. Bringst du den Typen mal mit? Wir können ihn ja nicht so ganz unvorbereitet auf das Leben mit dir loslassen. Lars, sollen wir dem Armen nicht einen Junggesellenabschied ausrichten?“ Jana und Sabine lachten und Lars stimmte mit ein.

„Der Junge kommt ja aus einem ganz anderen Kulturkreis, da müssen wir ihn mit dem Rheinland vertraut machen und ihn auf Mickeys Spuren durch die Kölner Clubs führen. Wir mußten uns ja genug anhören von seinen Eskapaden und Eroberungen heißer Kerle.“

„Wehe euch!“

„Gute Idee! Ich wollte schon immer mal wissen, ob an dem Spruch mit dem Machohahn und dem Bett was dran ist.“

„Wie? Was’n für‘n Spruch?“ Lars guckte interessiert.

„Na, ein anderer schwuler Kollege bei der Euskirchener Polizei erzählte einmal, dass nach seiner Erfahrung der größte Machohahn im Bett zum Suppenhuhn mutiert, das nach der Füllung schreit! Vielleicht kann der Junge ja was erzählen.“

„Ich laß mich zur Sitte versetzen“, grummelte Mickey. „Da will man seine Kollegen an seinem Leben teilhaben lassen und das ist der Dank. Ich mußte mir ja auch immer die Tittenmonster auf der ersten Seite vom Express vorhalten lassen.“

„Oh, wir überprüfen nur deine Aussagen, sonst nichts. Berufskrankheit! Und ein roter Hahnenkamm“, Jana schielte auffällig-unauffällig auf Mickeys roten Haarschopf, „ist dir ja quasi gegeben. Da liegt es doch nahe …“

Das Telefon erlöste Mickey, der Empfang meldete sich und kündigte die Besuchergruppe an. Zwei abgrundtiefe Seufzer entrangen sich ihren Kehlen, als sie von der Balustrade hinunter ins Foyer der Zentrale der Bonner Polizei sahen.

„Mickey, schau dir den Haufen an. Ein Pubertier neben dem anderen. Furchtbar.“

„Okay Lars, fangen wir langsam an. Du zeigst ihnen die Asservatenkammer, den Fuhrpark und das Haus. Ich übernehme dann und nehme sie dir ab.“

Die beiden gingen runter und wurden in ihren schlimmsten Erwartungen bestätigt. Vor ihnen stand eine Gruppe ultracooler, gelangweilt wirkender, Kaugummi kauender und Musik hörender Girlies, die schon während der Begrüßung durch den Polizeivize genervt wirkten.

„Teenies in der Pubertät, da hängt vor dem Hirn eine blinkende Leuchtschrift Wegen Umbau geschlossen!“, flüsterte Lars Mickey zu.

„Meine beiden Mitarbeiter werden ihnen das gesamte Haus und die Einrichtungen zeigen. Ich wünsche viel Spaß und zögern Sie nicht, Fragen zu stellen.“ Mit diesen Worten übergab der Polizeivize den Hühnerhaufen an den innerlich stöhnenden Lars und dessen Kollegen Michael.

Die beiden führten die Gruppe im Haus herum. Die sie begleitende Lehrerin bemühte sich verzweifelt, ein Gespräch in Gang zu bringen, scheiterte aber an den mit ihren Handys spielenden Gören. Alle höflichen Appelle brachten nichts und Mickey kochte langsam hoch. „Keine Sorge, ich laß dich nicht allein mit denen, gib mir zehn Minuten, dann übernehme ich. Wollen mal sehen, was Dr. Palm so hat“, raunte er Lars zu und ging voran. Im Keller lagen die Räume der KTU, wo die Leichen aus ungeklärten Todesfällen untersucht wurden.

Schnell noch rief Mickey in der Kantine an und bat Frau Schmitz um einen Gefallen, den sie ihm sofort zusagte. Er wartete am Aufzug und dort kam sie ihm bald entgegen, mit ein paar kalten Snacks auf einem Rollwagen, die sie schnell in der Kühlung verstauten. Als Dr. Palm protestierend auf sie zukam, erklärte Mickey ihm, um was es ging und der Polizei-Pathologe stimmte grinsend zu. Dann stieß der junge Beamte wieder zurück zu der Besuchergruppe, wo Lars ihn schon erleichtert erwartete, ihm gingen allmählich die Themen aus.

„So ihr verwöhnten Gören, alles mal herhören. Ich zähle jetzt bis drei, und wenn ich dann ein aktives Handy sehe oder einen eingestöpselten MP3-Player höre, setzt es was.“

Der junge Polizeikommisssar war stinksauer. Es war eine bodenlose Unhöflichkeit, sich dem Kollegen gegenüber so zu benehmen, wie es die Schülerinnen taten. Er griff in die Tasche, zückte sein altes Prepaid-Handy und zerdrückte es in der Faust. Den Schrott ließ er fallen und grollte die Mädchen mit tiefer Stimme an. „Erwartet jemand einen Anruf?“

Zumindest hatte er jetzt die Aufmerksamkeit der Hühner. „So, und jetzt folgt ihr mir.“ Seinem Kollegen und der Lehrerin waren die Unterkiefer runtergefallen, als Mickey das Handy zu Elektronikschrott zerbröselte.

„Dr. Palm wird euch jetzt erklären, wie ein Todeszeitpunkt lange nach dem Auffinden der Leiche bestimmt wird.“

Der Polizei-Pathologe erwartete sie bereits, und als die Gruppe sich um einen Tisch versammelt hatte, auf dem etwas Undefinierbares unter einem Tuch lag, begann der Mediziner mit einem Vortrag über Käfer, Fliegen, deren Vermehrungsraten und Entwicklungsstadien bei bestimmten Außentemperaturen. Einige Zuhörerinnen liefen grün an.

„Und so sieht das in natura aus.“ Damit zog der Pathologe das Tuch vom Tisch und ein reichlich angegammeltes menschliches Bein kam zum Vorschein. „Hab ich frisch reinbekommen. Naja, nicht sooo frisch, riecht ein bisschen. Seht ihr die Speckkäfer hier? Und hier, das hier sind Schmeißfliegenlarven, kennt ihr bestimmt, die fetten grünen Brummer, sitzen auch gern auf Hundehaufen. Die Maden finden es klasse … Ja, wo wollen Sie denn hin?“

 

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kmaresch

Imker von 1982 bis 2016

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