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Der 34jährige Michael Sinan, ein schwuler Muslim, hat die Jury mit seinem Orientalischen Tanz überzeugt und damit den Wettkampf zum Mr. Gay Dänemark gewonnen.
Der 34jährige Michael Sinan, ein schwuler Muslim, hat die Jury mit seinem Orientalischen Tanz überzeugt und damit den Wettkampf zum Mr. Gay Dänemark gewonnen.

Schwuler Muslim zu Mr Gay Denmark gewählt

Der 34jährige Michael Sinan, ein schwuler Muslim, hat die Jury mit seinem Orientalischen Tanz überzeugt und damit den Wettkampf zum Mr. Gay Dänemark gewonnen.
Der 34jährige Michael Sinan, ein schwuler Muslim, hat die Jury mit seinem Orientalischen Tanz überzeugt und damit den Wettkampf zum Mr. Gay Dänemark gewonnen.

Am 16. August gewählt, definiert sich Michael Sinan als schwuler Muslim und erklärt die Gründe, die ihn motiviert haben, zum Islam zu konvertieren sowie seinen Kampf gegen Extremismus und Vorurteile. Der 34jährige Michael Sinan hat die Jury mit seinem Orientalischen Tanz überzeugt und damit den Wettkampf zum Mr. Gay Dänemark gewonnen.  Der Wettbewerb erregte dieses Jahr eine Menge Aufsehen, denn es ist das erste Mal, daß ein schwuler Muslim den Titel gewonnen hat.  Auf die Frage nach seinen Beweggründen versicherte der junge Mann dem Publikum vor dem Rathausplatz in Kopenhagen, er wollte zeigen, dass es möglich ist, heute als schwuler Muslim zu leben und daß er seinen Titel dazu nutzen wolle, dies auch zu zeigen.

Von Religion angezogen

Geboren in einer traditionellen dänischen Familie, konvertierte Michael Sinan im Alter von zehn Jahren. „Ich hatte eine Menge muslimischer Freunde. Wenn ich bei ihnen war, fühlte ich mich zu Hause. Meine Eltern sind Atheisten. Ich war sehr von der Religion angezogen. Sie ließen mich wählen.“ Der Junge entschied sich für den Islam, die einzige Religion, die 100% Gott gewidmet ist Gott. Er besuchte Moscheen in Dänemark, fand die Predigten dort oft zu aggressiv. Er betete für sich allein, außer wenn er in der Türkei ist, wo die Atmosphäre, wie sagt, viel besser ist für ihn.
Der Inhaber eines  Master-Abschlusses der Universität von Kopenhagen, wo er Türkisch und Geschichte studiert hat, ist derzeit arbeitslos. Er konnte sich ganz auf die Vorbereitung des Mr. Gay-Wettbewerb in den letzten Monaten konzentrieren: Training, Ernährung … Der Wettbewerb fiel in die Mitte des Ramadan. In diesem Jahr hat er nicht gefastet. „Aktuell muß ich viel trinken. Da der Ramadan in den Sommer fiel, hätte ich 20 Stunden aussetzen müssen. Es war nicht möglich. „

Schwuler Muslim

Mit seinem Partner ist er seit fünf Jahren zusammen und Michael sieht sich als „modernen Muslim“. Er hatte sein Coming Out mit 17 Jahren. Als einziger Sohn fürchtete er die Reaktion seiner Eltern: „Mein Vater fand das sehr cool, er mag Homosexuelle. Meine Mutter weinte ein wenig, als sie merkte, daß ich damit drei Jahre gelebt hatte, ohne es ihr zu sagen. „Meine muslimischen Kumpel haben nicht viel gesagt:  Für sie war ich der gleiche wie vorher.“
Michael kämpft gegen Extremismus: „Ich bin sehr konservativ in einigen Punkten über mein Leben, aber nie auf Kosten anderer.“ Sein Kampf ist es zu zeigen, daß man nicht zwischen Religion und sexueller Orientierung wählen muß. Das Problem, sagt er, ist, daß wir immer über Extremisten sprechen: “ Die überwiegende Mehrheit der Muslime lebt heute ganz normal Es ist 2012. Natürlich können wir nicht wie vor 2000 Jahren leben. Alles, was im Koran steht, kann man nicht wörtlich nehmen. „

Der 34jährige Michael Sinan hat die Jury mit seinem Orientalischen Tanz überzeugt und damit den Wettkampf zum Mr. Gay Dänemark gewonnen.
Der 34jährige Michael Sinan hat die Jury mit seinem Orientalischen Tanz überzeugt und damit den Wettkampf zum Mr. Gay Dänemark gewonnen.

Keine Angst zu kämpfen als schwuler Muslim

Selbst hat er nie Drohungen und Beleidigungen erhalten. Und das ist, warum er sich entschieden hat, an dem Wettbewerb zum Mr. Gay Dänemark teilzunehmen: „Viele schwule Muslime leben in Angst. Sie verstecken sich. In einigen Ländern ist es fast noch schlimmer, schwul zu sein als ein Mörder. Ich hatte noch nie dieses Problem. Ich habe keine Angst für die Rechte der muslimischen Homosexuellen einzutreten.“ Er sieht es sogar als seine Pflicht. Auch mit dem Wunsch, gegen Vorurteile anzugehen, die in der Gay Community zirkulieren:  „Viele glauben, dass alle Gläubigen gegen sie sind. Ich möchte zeigen, dass dies nicht der Fall ist.“

Originalartikel erschienen auf gay-maroc.net

Über Hagen Ulrich

Seit 2012 schreibe ich Fantasyliteratur. Mir hat es das Genre Urban Fantasy angetan und mir gefällt die Idee, darüber nachzudenken, was denn wäre, gäbe es die mythischen und magischen Wesen unter uns. Darüber hinaus sehe ich Fantasy als literarisches Stilmittel, um gesellschaftliche Themen zu diskutieren. Mein Thema ist Kirche und Religion, LGBT-Fragen ebenso wie der Umgang mit dem rechten Haß, der durch die Gesellschaft wabert. 2018 habe ich mit meinem Partner den Bundeslurch Verlag gegründet, der Fantasyliteratur veröffentlichen wird.

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