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Pietcong und christlicher Fundamentalismus

Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer, eine Radierung von Francisco de Goya, die für mich ein Sinnbild des Pietcong wie auch anderer fanatischer Fundamentalisten darstellt
Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer, eine Radierung von Francisco de Goya, die für mich ein Sinnbild des Pietcong wie auch anderer fanatischer Fundamentalisten darstellt
Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer

Der Begriff Pietcong ist eine Verballhornung der Begriffe Vietcong und Pietismus und kennzeichnet in abwertender Weise radikal auftretende fromme Pietisten, einer protestantischen Ausrichtung des Christentums.

Das Wortspiel Pietcong entstand in den 70er Jahren und mit Pietcong wird eine Einstellung gekennzeichnet, die als sehr konservativ-reaktionär, angepaßt und spießig, obrigkeitshörig gilt und insbesondere den christlichen Fundamentalismus repräsentiert, der auf der wortgetreuen Auslegung der Bibel beruht.

Im Pietcong-Sumpf christlicher Fundamentalisten

Im Roman Hochzeit der Vampire entstammt der junge Kommissar Michael Strang diesem Sumpf christlicher Fundamentalisten, er hat sich jedoch davon freigemacht und lebt sein Leben. Er hat als Jugendlicher die Auswüchse und Folgen christlichen Fundamentalismus erlebt, wie sie auch heute noch vorkommen und in einem Blog geschildert werden. Tatsächlich geht dieser Charakter auf einen ehemaligen Kommilitonen zurück, auf dessen persönlicher Geschichte Michael Strangs Erzählung über sein Leben basiert.

Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer

Mir schwebt bei den Auswüchsen christlichen Fundamentalismus wie er im schwäbischen Pietcong zutage tritt immer eine Radierung von Goya aus dem Jahr 1799 vor. „Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“, so nannte Francisco Goya seine Radierung. Wo blinde Buchstabengläubigkeit an Bibel und Koran die Vernunft nicht zu Wort kommen läßt, dort ist die Brutstätte für die menschlichen Abgründe religiösen Fanatismus gleich welcher Provenienz.

 

Über Hagen Ulrich

Seit 2012 schreibe ich Fantasyliteratur. Mir hat es das Genre Urban Fantasy angetan und mir gefällt die Idee, darüber nachzudenken, was denn wäre, gäbe es die mythischen und magischen Wesen unter uns. Darüber hinaus sehe ich Fantasy als literarisches Stilmittel, um gesellschaftliche Themen zu diskutieren. Mein Thema ist Kirche und Religion, LGBT-Fragen ebenso wie der Umgang mit dem rechten Haß, der durch die Gesellschaft wabert. 2018 habe ich mit meinem Partner den Bundeslurch Verlag gegründet, der Fantasyliteratur veröffentlichen wird.

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