Posted by Mira Sun on 13. Oktober 2012
in Note B, Rezension
as Arabisch, Bonn, Fantasy, German Author, Love, Romantasy, Vampire, Verlag Himmelstürmer

Harte Fakten:
Autor: Hagen Ulrich
Titel: Hochzeit der Vampire
Verlag: Himmelstürmer, Hamburg
Jahr: 2012
Seiten: 415
ISBN: 978-3-86361-190-3
Homepage: http://hochzeit-der-vampire.com

Klappentext:
Der Bonner Student Jan Meyer-Frankenforst hat sein Leben im Griff. Gut geplantes Studium, gut geplanter Sport, gut geplante Freizeit. Die Bienen seines Großonkels finanzieren ihm sein Hobby, das Basteln an einem alten Mercedes. Und in der alten Godesberger Villa hat er sich gut eingerichtet.
Dann nimmt sein Großonkel, ein pensionierter Lehrer, zwei Studenten aus Nordafrika auf und Erinnerungen kommen in Jan hoch. Seine Eltern kamen durch einen Selbstmordanschlag ums Leben. Seither bestimmen Ängste gegenüber allem, was arabisch aussieht sein Denken. Alles Bombenleger oder was?
Elias Al-Buchari und seine Schwester sind die Erben einer Stiftung, die junge Talente fördert. Nach dem Willen seiner Großmutter soll Elias noch zehn Jahre haben, bevor er das Erbe antritt. Denn die Bucharis haben ein dunkles Geheimnis und Lalla Sara meint, nach 800 Jahren Arbeit hätte sie ein wenig Ruhe verdient. Jans Onkel und ein Beamter des Amtes für Militärgeschichte wissen, wer sich da im Villenviertel eingenistet hat, sehen das aber nicht so eng. Wenn eine Gesellschaft FDP und Hedgefonds erträgt, sind echte Blutsauger auch kein Problem.

Über den Autor:
Hagen Ulrich, Jahrgang 1967, lebt im lieblichen Bonn am Rhein mit Mann und Kater. Im Herbst 2012 veröffentlicht er seinen ersten Roman über eine Godesberger Familie, die über einen Studentenaustausch mit zwei jungen, etwas bissigen Nordafrikanern aus einer alten, im Atlas ansässigen Familie in Kontakt kommt.

Meinung:
Bevor ich etwas zum Buch sage, möchte ich noch etwas zu Hagen Ulrich sagen. Er ist ein sehr netter Kontakt. Wir haben so manche E-Mail geschrieben und ich habe mich immer wieder gefreut von ihm zu lesen. Das erste was ich am Buch ins Herz geschlossen habe, war die Location Bonn. Ich arbeite selbst in der Stadt und so manchen Schauplatz selbst zu entdecken war schon sehr lustig, da Herr Ulrich sich auch wirklich gut in Bonn auskennt und so die Standorte sehr gut beschreiben kann. Am Anfang fand ich den Prolog etwas komisch. Man wird ins kalte Wasser geschubst und ist sich noch gar nicht sicher was sich aus diesem Stück Geschichte entwickelt. Aber diese kleine Stück Geschichte ist wichtig. Der normale Geschichtseinstieg ist interessant und nimmt einen schnell ein. An sich kommt dir die Geschichte wie ein großes Klischee vor, aber das ist nichts Schlimmes, es macht eher den Charme der Geschichte aus. Sie ist sehr fesselnd und man liest die Lovestory und fragt sich, kriegt der Junge noch den Jungen? Klischee ist nichts Schlechtes, sondern macht einfach den Spaß an der Geschichte aus. Wobei es auch Aspekte der Geschichte gibt die gar nicht so klischeehaft sind. Elias ist ein Vampir, der keine Menschen tötet! Aber er hat kein Problem damit, er lebt halt von Blutkonserven und von Tieren. Das ist gut so, ich mag zwar auch die brutalen Mördervampire, aber solange die “Vegetarierer”-Vampire nicht ständig rum weinen und darunter leiden, dass sie überhaupt Vampire sind. Es ist eine Entscheidung von Mensch oder von Tier zu leben und … bitte, liebe Vampire, darunter muss man doch nicht leiden. Vegetarisch lebende Menschen fühlen sich sogar als etwas Besseres, warum also nicht ihr von Tierblut lebenden Vampire auch?
Natürlich gibts einen Konflikt zwischen Mensch und Vampir, aber es fließt kein Blut und es ist nicht so ein dämliches Drama wie in manch anderen Vampirgeschichtchen. Es muss kurz besprochen werden wie ein unterschiedlicher Glaube, unterschiedliche Lebensweisen und so.
Was auch manchmal etwas holperig ist, die Story ist etwas schnell erzählt. Man kann sich selten “ausruhen”. Wobei das irgendwie auch ein Kompliment an Hagen Ulrich ist. Er hat sehr viel Geschichte zu erzählen und natürlich hätte er es auch weiter ausschmücken können und 600 – 700 Seiten füllen können, statt nur 415, aber ich bin der Meinung, er hatte seinen Grund, das nicht zu tun. Nur stolpert man schnell von einem Ereignis ins andere, aber man verpasst nichts und geschichtlich vergeht eigentlich zwischen den Geschehnissen genug Zeit, so dass es nicht unlogisch wird.
Mein letzter Punkt an dem ich herumkrittele ist auch etwas süffisant gemeint.  Im Vergleich zu den schwulen Jungs, kommen wir Heteros sehr prüde weg. Wir haben es auch faustdick hinter den Ohren! 😉

Fazit:
Definitiv ein Geheimtipp für Genrefans! Hoffentlich wird diese Story nicht zu lange geheim bleiben. Nette Vampirstory, mit echt romantischen Szenen und genug Dramatik und auch Spannung. Eine überzeugtes B für Hagen Ulrich!

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