Noch ist Benedikt XVI. im Amt, aber in ein paar Tagen beginnt die Sedisvakanz.

Noch ist Benedikt XVI. im Amt, aber in ein paar Tagen beginnt die Sedisvakanz.

Einige Medien wie Berliner Kurier, Express, Bild und n-tv sowie das Onlineportal Der Westen und verschiedene Blogs berichten mit Bezug auf einen Artikel in La Repubblica, daß hinter dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. die Reaktion des Papstes auf den Bericht stehen soll, den eine Kommission von drei Kardinälen nach dem sogenannten Vatileaks-Skandal um gestohlene Dokumente, Sex und Korruption im Vatikanstaat verfaßt hat. Danach soll der 85 Jahre alte Papst nach Lektüre des geheimen Berichtes seinen Rücktritt beschlossen haben.

Angeblich soll es in der Kurie ein schwules Netzwerk geben, in das mehrere Geistliche, aber auch Laien verwickelt sein sollen. Es soll in dem 300 Seiten starken Bericht die Rede sein von Sex-Treffen in und um Rom, aber auch von Erpreßbarkeit. Die Erpreßbarkeit ergab sich durch die Homosexualität der betroffenen Priester.

La Repubblica berichtet, daß der Papst dadurch ein „genaues Bild des Schadens und der faulen Fische im Vatikan“ erhalten habe. Dahinter soll ein Netz von Lobbyisten mit finanziellen Interessen stehen, so die italienische Zeitung. Unter den Genannten sollen hohe Prälaten sein.

Nun wird unter anderem spekuliert, daß Papst Benedikt XVI., der am 11. Februar seinen Rücktritt verkündete und nach Coelestin V. der erste Papst ist, der diesen Schritt seit 800 Jahren vollzog, seinem bald zu wählenden Nachfolger diesen Bericht übergibt. Dies in der Hoffnung, daß der Nachfolger „jung, stark und heilig genug“ ist, um das Problem anzugehen.

„Um das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Körpers als auch die Kraft des Geistes notwendig.“

Diese Kraft hat der Papst mit seinen 85 Jahren längst nicht mehr. Wie sehr die Vatileaks-Affäre Benedikt XVI. erschüttert hat, war ihm anzusehen.

Sankt Peter in Rom

Sankt Peter in Rom

Es ist nicht der erste Bericht über schwule Seilschaften im Vatikan, diese und andere Berichte gab es schon des öfteren von den Vaticanisti, den über die Kirche berichtenden Journalisten. Schwule Romtouristen haben sich schon immer gewundert, warum der Vatikan im schwulen Reiseführer Spartakus kein eigenes Kapitel hat.

Zum Thema Homosexualität nahm auch der als Papabile gehandelte Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson Stellung, der auch schon Verständnis für afrikanische Länder äußerte, in denen Schwule verfolgt werden. Er meint, daß man einen Unterschied zwischen Menschenrechten und Moral machen müsse. Und der Schutz von schwulen Männern fällt dementsprechend wohl nicht unter die Menschenrechte.

Insofern kann man davon ausgehen, daß die Katholische Kirche, die ja seit 1981, dem Jahr, in dem Joseph Ratzinger als Präfekt von Papst Johannes Paul II. an die Spitze der Glaubenskongregation berufen wurde, von beiden beeindflußt einen deutlich sexualfeindlichen Kurs einschlug, diesen Weg weitergeht und noch verstärken wird.

Ein Grund mehr, für eine stärkere Trennung von Staat und Kirche einzutreten. Persönlich finde ich es sehr befriedigend, daß Papst Benedikt XVI. – sollten die Berichte zutreffen – erkennen mußte, daß Großteile seiner 30jährigen Bemühungen gescheitert sind.

Homophobe Katholische Kirche und andere Missionare des Hasses in Afrika

Missionare des Hasses in Afrika - evangelikale Prediger und ihr Unwesen

Missionare des Hasses in Afrika – evangelikale Prediger und ihr Unwesen

Die Dämonisierung und Kriminalisierung der Homosexualität hat schwule Geistliche erst erpreßbar gemacht und für diese Situation gesorgt. Dafür trägt dieser Papst die Verantwortung. Anstatt endlich zu erkennen, daß das eine natürliche Veranlagung ist, pöbeln afrikanische Kardinäle wie Turkson herum und geben Morden und Verfolgung Vorschub. Der afrikanische Episkopat und auch andere Kirchen in Afrika sind bekannt für ihre homophoben Attacken. Da paßt es ins Bild, wenn der aus Ghana stammende Kardinal Turkson Homosexualität mit Kindesmißbrauch gleichsetzt.

Aber auch aus den USA kommen über evangelikale Haßprediger Gedanken auf den Kontinent, die zur Verbreitung religiös bedingter Verfolgung beitragen. Glücklicherweise ist in den USA bereits der erste Prozeß gegen diese zu Haß und Verfolgung aufrufenden Prediger in Vorbereitung wie die Zeit schreibt.

Add Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Contacts

0228 4220850
Estermannstraße 139 53117 Bonn
info@honighaeuschen.de

Follow Us

Twitter

RT @envato: One subscription, 5000+ assets & unlimited downloads; Elements is out of beta! Sign up at enva.to/elements. https://t.co…
TrxDoe
Polar bears can eat as many as 86 penguins in a single sitting. (If they lived in the same place)
TrxDoe
Leonardo Da Vinci is considered by many as the father of modern science.
TrxDoe