Archiv der Kategorie: Aus Imkerei & Umwelt

Von 1982 bis 2016 war Klaus Maresch als Imker tätig, zuletzt mit der bioland-zertifizierten Berufsimkerei  Honighäuschen. Die Imkerei gibt es nach einer Serie von Einbrüchen nicht mehr, aber Imker ist man quasi „lebenslänglich“.

Wenn man sich einmal mit Bienen, Wespen, Hornissen und anderen blütenbesuchendne Insekten eingelassen hat, dann bleibt das Thema gewöhnlich von Interesse und so bleiben die Seiten der früheren Imkerei erhalten und widmen sich weiter dem Thema Bienen, Imkerei, Landwirtschaftspolitik, Umwelt und Artensterben.

Umweltschützer warnen vor angeblich antibakteriellen Küchenlappen

Umweltschützer waren: In Gewässern lebende Tiere, darunter Libellen, könnten von Auswaschungen antibakterieller Lappen gewährdet sein. (Foto: Honighäuschen)
Umweltschützer waren: In Gewässern lebende Tiere, darunter Libellen, könnten von Auswaschungen antibakterieller Lappen gewährdet sein. (Foto: Honighäuschen)

Berlin (AFP) – Umweltschützer warnen vor der Benutzung von Küchenlappen mit angeblich antibakterieller Wirkung. Die zur Bakterienbekämpfung verwendeten Stoffe würden „bei jedem Spül- und Reinigungsgang schrittweise ausgewaschen und landen in unseren Gewässern“, sagte die Expertin des Pestizid Aktion Netzwerks (PAN), Susanne Smolka, dem RBB-Magazin „Super.Markt“. „Und da können Fische und andere Lebewesen geschädigt werden. Die Stoffe sind auch deklariert als sehr giftig für Wasserlebewesen.“

Gleichzeitig haben die als antibakteriell beworbenen Tücher im Haushalt gar nicht die erhoffte Wirkung, wie das Magazin berichtete. Bei einer Laboruntersuchung von drei derartigen Produkten sei kein antibakterieller Nutzen festgestellt worden. Auch Smolka betonte, die speziellen Tücher seien unnötig, „weil die normalen Spüllappen reichen, wenn man sie regelmäßig in der Waschmaschine wäscht“.

Umweltschützer weisen Wirkstoffe wie Zink-Pyrithion und Silberchlorid nach

In den drei untersuchten Lappen wurden laut der RBB-Sendung, die am Montagabend ausgestrahlt werden sollte, Wirkstoffe wie Zink-Pyrithion und Silberchlorid nachgewiesen. Diese sollten die Entstehung von Bakterien verhindern, die auf Spüllappen in hoher Zahl vorkämen und im schlimmsten Fall Krankheiten verursachen könnten.

„Unserer Meinung als Umweltschutzorganisation nach ist das eine Geschäftemacherei“, sagte PAN-Expertin Smolka. „Die Lappen werden sehr teuer verkauft, die Wirkstoffe gehen schnell verloren und sie bergen auch noch Gefahren.“ Im PAN sind viele bekannte Umweltschutzorganisationen Mitglied, darunter Greenpeace und der BUND, aber auch andere Verbände wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung teilte dem RBB-Magazin mit, die Bewertungsverfahren zu den bei den Lappen verwendeten Pestiziden seien noch nicht abgeschlossen. Es gebe bisher keine europäisch fixierten Grenzwerte, so dass sich auch nicht beurteilen lasse, ob die Stoffe in den Tüchern schädlich oder unschädlich seien.

cne/pe

© Agence France-Presse

Die kriminellen Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“ müssen gestoppt werden

Ich bin seit 1982 mit dem Thema Umwelt beschäftigt und es mündete in mehr als 30 Jahre Tätigkeit als (Bioland-Berufs-)Imker. Mit meinen seinerzeitigen Kollegen vom Deutschen Berufsimkerbund zusammen habe ich schon lange auf das Thema Bienen- und Artensterben aufmerksam gemacht, denn als Imker beobachtet man die Natur sehr genau.
Und ja, ich bin ebenfalls dafür, dass die Regierung sehr viel härtere und strengere Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz ergreift und durchsetzt. Ebenso um dem Artensterben entgegenzuwirken. Aber das kriminelle Treiben der Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“ lehne ich ab.

Solardachpflicht bei Neubauten/Dachreparaturen

Ich könnte mir z.B. eine Solardachpflicht bei Neubauten/Dachreparaturen oder eine Fassadenbegrünungspflicht an bestehenden Immobilien vorstellen. Wir erinnern uns, Deutschland hatte eine gute Photovoltaik-Industrie, bis Wirtschaftsminister Altmaier die Photovoltaik-Förderung zusammenstrich und alles nach China abwanderte. Eine staatliche Förderung von Photovoltaik müßte in größerem Ausmaß wiederaufgenommen werden als bisher geschehen. Und bereits jetzt gibt es Möglichkeiten für Hausbesitzer, den eigenen Stromverbrauch mit kleinen und genehmigungsfreien Photovoltaik-Anlagen zu decken.

Interessant finde ich auch, was in Südkorea passiert. Dort werden Autobahnen mit Photovoltaik-Anlagen überdacht. Würde man das bei uns machen, hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe getroffen – sinnvolle zusätzliche Nutzung bereits versiegelter Flächen und Energiegewinnung in einem Aufwasch. Mal ganz abgesehen davon, dass man die Grün- oder Betonstreifen zwischen den Fahrtrichtungen sehr gut für die Verlegung von Leitungen nutzen könnte. Oder die Rastanlagen an den Autobahnen, welche direkt Platz böten für Ladesäulen.

Lichtruhe in den Städten

Ebenso wäre ich für eine Lichtruhe in den Städten in der Zeit zwischen 0 bis 6 Uhr – auch das würde Energie sparen und dem Insektensterben vorbeugen. Ich muß nicht nachts um drei Uhr in der Innenstadt eine Tageszeitung lesenkönnen, weil es fast taghell ist. Und das Argument „gefühlte Sicherheit“ ist für mich gegenüber dem Artensterben nachrangig.

Das ist nur einiges der möglichen Maßnahmen gegen Klimawandel und Artensterben, was ich mir vorstellen könnte und was ich nicht nur für akzeptabel, sondern geradezu für dringend angebracht halte.

Die Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“

Aber das Treiben der kriminellen Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“ lehne ich ab. Kunst- und Kultur beschmutzen, sich an Gemälde kleben, um Aufmerksamkeit zu erregen? Da ist in manchen Köpfen dieser Umweltsekte die Vorstufe zur Radikalisierung, zum Extremismus und zum Terrorismus erreicht.

Mit Straßenblockaden Menschenleben gefährden, wie zuletzt in Berlin? Dort mußte eine Radfahrerin, die unter einen Betonmischer geraten war und später an den Folgen starb, ein zweites Mal von dem Betonmischer überfahren werden, damit man sie bergen konnte. Das notwendige Hebegerät der berliner Feuerwehr steckte in einem durch Klimakleber verursachten Stau fest, wie es später dem Bericht der Feuerwehr zu entnehmen war.

Bei einem weiteren durch die Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“ verursachten Stau wurde ein RTW aufgehalten, welches zu einem Schlaganfall-Patienten unterwegs war. Bei Schlaganfällen geht es um Sekunden, will man die Schäden am Gehirn des Patienten minimieren. Das war den Klimaklebern egal.

Als 67er Jahrgang kann ich mich noch gut an das Treiben der RAF erinnern, und die Terroristen wie Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof u.a. hatten anfangs durchaus legitime und akzeptable Ziele. Dann kam die Radikalisierung, die Berfürwortung von Gewalt als politisches Mittel bis hin zum politischen Mord.

Das ist völlig inakzeptabel und ich hoffe, dass Polizei und Justiziorgane den Klimaklebern der Umweltsekte „Letzte Generation“ entgegentreten. Meinetwegen mit Wasserwerfern oder sie – wie in Frankreich geschehen – einfach von der Straße abreißen.

Klima-Aktivisten bewerfen Monet-Gemälde in Potsdam mit Kartoffelbrei

Berlin (AFP) – Zwei Aktivisten der Gruppe Letzte Generation haben am Sonntag ein Gemälde des impressionistischen Malers Claude Monet im Museum Barberini in Potsdam mit Kartoffelbrei beworfen. Nach Angaben des Kunstmuseums im Kurzbotschaftendienst Twitter beschmierten sie ein Werk mit dem Titel „Getreideschober„. „Da das Bild verglast ist, hat es der umgehenden konservatorischen Untersuchung zufolge keinerlei Schäden davongetragen“, erklärte das Museum. Das Gemälde aus dem Jahr 1890 werde am kommenden Mittwoch wieder in den Ausstellungsräumen zu sehen sein.

Polizei nimmt Klimaaktivisten in Gewahrsam

Die Polizei gab an, dass zwei Menschen ein Werk „beschmiert und sich daneben angeklebt“ hätten. Die Polizei habe die beiden in Gewahrsam genommen. Gegen sie werde wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch ermittelt.

Auf dem Twitterkonto „Letzte Generation“ wurden Videos geteilt, die offenbar von der Aktion stammen. In einem Video ist zu sehen, wie eine Frau und ein Mann in orangefarbenen Warnwesten vor einem beschmierten Gemälde knien. „Wir sind in einer Klimakatastrophe“, ruft die Frau unter anderem. „Und alles, wovor Ihr Angst habt, sind Tomatensuppe oder Kartoffelbrei an einem Gemälde.“

In diesem Monat hatten bereits zwei Umweltaktivistinnen in London das Meisterwerk „Sonnenblumen“ des Malers Vincent Van Gogh mit Tomatensuppe überschüttet. In den vergangenen Wochen klebten sich wiederholt Klima-Aktivisten weltweit an den Rahmen oder am Acrylglas-Schutz berühmter Gemälde fest, etwa in Berlin, Dresden, Florenz und London.

oer/lan

© Agence France-Presse

Foto: Daniel Naber

Mit freifliegenden Hornissen im Auto auf der Autobahn

Ich bin ja des öfteren mit Hornissen im Auto unterwegs. Aber normalerweise sind die Hornissen in einer ausbruchsicheren Transportbox gut verstaut. Und so spät im Jahr nehme ich eigentlich keine Umsiedlung eines Hornissennestes in Bonn oder dem Rhein-Sieg-Kreis mehr vor.
Heute jedoch musste ich tatsächlich noch eine Umsiedlung eines Hornissennestes im Bonner Stadtteil Röttgen am Rande des Kottenforstes durchführen. Ein Nest nagte sich in der Zwischendecke durch ins Innere des Hauses, Rigips ist bekanntlich kein Hindernis für kräftige Hornissenkiefer.
Ein ziemlich starkes Hornissennest, es waren schon Drohnen und junge Königinnen zu sehen, die alte Königin lief aber auch noch im Nest herum.
Mit einem Handwerker wurde die Decke geöffnet und die Hornissen wurden mit einem umgerüsteten Staubsauger abgefangen und in eine neue Transportbox verbracht – so weit so gut. Das ganze gehörte zu einem Set, dass ich ausprobieren wollte und mir vom Hersteller empfohlen worden war.

Transport der Hornissen im Auto

Eine jugne Hornissenkönigin flog später zusammen mit anderen Hornissen im Auto herum. Sie wurde später geborgen und wieder ins Hornissennest zurückgebracht. (Foto Honighäuschen)

Was eher NICHT so gut lief, war der Transport der Hornissen. Die hatten sich in Nullkommanichts durch die Absaugbox aus Pappe von Killgerm durchgenagt und flogen mir im Auto um die Nase, während ich auf der Autobahn unterwegs war.

Man krabbelte an den Scheiben hoch und runter, flog herum, stach hier und da den Fahrer – was man eben so macht als verärgerte Hornisse. Vor allem, wenn man Grund dazu hat.
 
Und dann hatte ich die Polizei da. Ein Streifenwagen fuhr auf der Höhe der Zufahrt Lengsdorf hinter mir auf die A 565 Richtung Köln.
 

Polizisten weigerten sich, die Hornissen zur Kenntnis zu nehmen

Erst hinter mir mit Blick auf die Heckscheibe mit dem Hornissengewusel und dann langsam an mir vorbeifahrend mit Blick auf die herumkrabbelnden Hornissen an den Seitenscheiben des Autos.
Sehr langsam.
Noch langsamer.
Die Beamten machte riesige Augen und ich sah die Überlegungen. Hörte förmlich die Unterhaltung im Auto.
„Halten wir den jetzt an?“
„Sach ma … Sind das Hornissen?“
„Sieht so aus?“
„Ja wer ist denn so bekloppt und fährt mit Hornissen im Auto herum?“
„So bekloppt kann doch niemand sein!“
„Eben. Und wenn niemand so bekloppt sein kann, dann sind da auch keine Hornissen im Auto und dann halten wir den auch nicht an.“
„Genau. Weiterfahren!“

Bilanz der Tour mit den Hornissen im Auto

Der Wabenbau des umgesiedelten Hornissennestes mußte mit Stützstreben versehen werden. (Foto: Honighäuschen)

5 Hornissenstiche (Kopf, Arme, Hand) später, 15 min Fahrt und zu Hause angekommen. Zweiten Staubsauger geholt, die Nachbarn beruhigt. die verärgerten Hornissen eingefangen, das umgesiedelten Hornissennest im Kasten einlogiert, mit Futter versorgt und für heute reicht es mir wirklich.

Das war hoffentlich die allerletzte Umsiedlung eines Hornissennestes in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis in diesem Jahr…

Ausbildungsberufe im Bereich Umwelt- und Klimaschutz immer beliebter

Berlin (AFP) – Ausbildungsberufe im Bereich Umwelt-, Natur- und Klimaschutz werden immer beliebter. Die Nachfrage danach stieg 2020 um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie eine Studie im Auftrag der Funke Mediengruppe ergab. „Damit haben sich die grünen Berufe entgegen dem Trend deutlich positiver entwickelt als der Ausbildungsmarkt insgesamt“, erklärte am Dienstag Dirk Werner vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

Arbeit an den Bienenvölkern gehört zur Ausbildung dazu (Foto: Klaus Maresch)

Am stärksten wuchs das Interesse an einer Ausbildung zum Revierjäger – hier gab es 2020 knapp 44 Prozent mehr Bewerber als 2019, wie das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung im IW berechnete. Mehr junge Menschen interessierten sich auch für den Beruf des Landschaftsgärtners: 7,5 Prozent mehr Bewerber gab es für diesen Ausbildungsberuf.

Im Obst- und Gemüsebau stiegen die Bewerberzahlen um 12,2 Prozent, im allgemeinen Gärtnerberuf um 15,2 Prozent. Auch die Berufswünsche Pferdewirt (plus 14,1 Prozent), Forstwirt (plus 12,6 Prozent) und Winzer (plus 9,7 Prozent) erfreuten sich wachsender Beliebtheit.

„Die überdurchschnittliche Entwicklung in den grünen Berufen könnte ein Effekt der intensiveren Diskussion um Klima- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung sein“, sagte Werner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ob sich der Trend allerdings nachhaltig fortsetze, müsse abgewartet werden. „Grundsätzlich ändert sich das Berufswahlverhalten zwischen den Jahrgängen nur allmählich“.

Abnehmendes Interesse an Ausbildung in der Imkerei

Abnehmendes Interesse gab es insbesondere bei der Ausbildung zum Tierwirt in der Geflügelhaltung: Knapp 14 Prozent weniger Interessenten gab es im Jahr 2020 für diese Ausbildung als im Vorjahr. Auch der Bereich Milchtechnologie verzeichnete ein Minus von 13,7 Prozent. Für die Imkerei interessierten sich laut der Auswertung im Jahr 2020 gut zehn Prozent weniger Bewerber als noch 2019.

Die Nachfrage ist teils größer als das Angebot: Gut 660 Bewerber und Bewerberinnen im Bereich Garten- und Landschaftsbau gingen leer aus. Auch 135 Bewerber für eine Ausbildung als Forstwirt bekamen keine Lehrstelle.

Einen Trend zu grüneren Jobs gab es im vergangenen Jahr auch bei den handwerklichen Berufen. „Zu mehr Umwelt- und Klimaschutz und mehr Energieeffizienz tragen etwa Maler, Dachdecker und Schornsteinfeger genauso bei wie Anlagemechaniker Sanitär, Heizung und Klima oder Mechatroniker für Kältetechnik“, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer den Funke-Zeitungen.

Künftig würden Themen wie Smart-Home und elektrische Mobilität weiter an Relevanz gewinnen und qualifizierten Handwerkern und Handwerkerinnen eine sichere berufliche Perspektive bieten. Der Zeitpunkt, um sich zu informieren und ins Berufsleben einzusteigen, sei ideal, sagte Wollseifer: Aktuell gebe es noch 31.000 freie Ausbildungsplätze, darunter auch in vielen klimarelevanten Bereichen. Insgesamt arbeiten nach seinen Angaben rund 30 Gewerke in fast allen Bereichen an der Umsetzung der Energiewende und dem Kampf gegen die Klimakrise. In diesem Feld seien 450.000 Handwerksbetriebe mit rund 2,5 Millionen Beschäftigten tätig.

fho/ilo

© Agence France-Presse

Weltbienentag: Was wir tun müssen, damit es wieder summt und brummt

Zum Weltbienentag fordert der Nabu mehr Einsatz für blütenbesuchende Insekten wie Wildbienen. (Foto: Honighäuschen)

Berlin (ots) – Zum Weltbienentag macht der NABU auf den dramatischen Rückgang der Wildbienen und weiterer Insektenarten aufmerksam: Fast die Hälfte aller in der Roten Liste bewerteten Bienenarten sind bestandsgefährdet oder schon ausgestorben, nur etwa 37 Prozent gelten als ungefährdet. Ein Trend, der sich nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt abzeichnet: So werden in der Datenbank des internationalen Biodiversitäts-Netzwerks GBIF immer weniger Beobachtungen von Wildbienenarten gemeldet – zwischen 2006 und 2015 waren es 25 Prozent weniger als noch vor 1990.

Zum Weltbienentag stellt der Nabu Forderungen auf

NABU-Geschäftsführer Leif Miller: „Der dramatische Rückgang unserer Wildbienen steht exemplarisch für das voranschreitende Insektensterben in Deutschland und weltweit. Für Mensch und Natur ist die Insektenvielfalt jedoch überlebenswichtig. Sie sind für die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen zuständig, verbessern die Fruchtbarkeit des Bodens, sind wichtige Nützlinge in der Forst- und Landwirtschaft und bilden eine wichtige Nahrungsquelle für eine Vielzahl weiterer Tiergruppen wie Vögel, Säugetiere, Amphibien oder Reptilien. Um sie effektiv zu schützen, müssen wir bei den verschiedenen Treibern des Insektensterbens ansetzen. Es ist vor allem die Kombination aus intensiver und strukturarmer Landwirtschaft, Klimawandel, Flächenversiegelung und Lichtverschmutzung, die die Insektenpopulationen so schnell schwinden lassen.“

Wildbienen sind auf eine strukturreiche Landschaft angewiesen. (Foto: Honighäuschen)

Vor allem die monotone, strukturarme Agrarlandschaft sorgt für einen starken Artenverlust, auf den der Nabu am Weltbienentag hinweist. Um dem entgegenzuwirken, fordert der NABU einen Anteil nicht-bewirtschafteter Flächen von mindestens zehn Prozent. Denn Brachen bieten – neben Hecken und anderen Strukturelementen – Wildbienen und Co. einen wichtigen Lebens- und Rückzugsraum und damit die Chance zu überleben.

Dr. Laura Breitkreuz, NABU-Referentin für Biodiversität und Entomologie: „Landwirtschaftlich intensiv und einseitig genutzte Gebiete sind sehr bienenarm. In strukturreichen Lebensräumen mit einem vielfältigen Nahrungsangebot von nektar- und pollenspendenden Wildpflanzen sowie ausreichend Nistplätzen findet man hingegen die größte Artenvielfalt an Bienen. Damit es auf unseren Wiesen und Feldern also wieder summt und brummt, braucht es ein Netz von nicht-bewirtschafteten Landschaftselementen wie Hecken und Brachen.“

Neben einer strukturreicheren Landschaft gilt es auch das Risiko durch Pflanzenschutzmittel zu reduzieren, um die Insektenvielfalt nicht noch weiter zu dezimieren, betont Dr. Verena Riedl, NABU-Referentin für Biodiversität und Ökotoxikologie: „Eine nationale Reduktionsstrategie mit verbindlichen Maßnahmen, die zu mindestens einer Halbierung des Pestizidrisikos bis 2030 führen, ist überfällig. Außerdem besteht großer Handlungsbedarf, das Risiko für Wildbienen und weitere Insekten endlich ausreichend in der Risikobewertung von Pestiziden abzubilden und bei Zulassungsentscheidungen zu berücksichtigen.“

Mitmachaktion NABU-Insektensommer

Porträt einer Hummelkönigin (Foto: Honighäuschen)

Augen auf, Lupe raus und Stift gezückt: Beim NABU Insektensommer vom 3. bis 12. Juni und vom 5. bis 14. August sind Groß und Klein dazu aufgerufen, Sechsbeiner zu beobachten und zu zählen. Hummeln – die übrigens auch Wildbienen sind – stehen in diesem Jahr ganz besonders im Fokus der Aktion. „Kannst Du Hummeln am Hintern erkennen?“, lautet die Entdeckungsfrage 2022 für alle, die zum ersten Mal genauer bei den Insekten hinschauen. Beobachten und zählen kann jeder und das fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Gezählt wird bis zu eine Stunde lang. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder mit der kostenlosen Web-App NABU Insektensommer. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de zum Aktionsstart abrufbar.

Weitere Informationen zur Roten Liste der Bienen Deutschlands: https://www.rote-liste-zentrum.de/de/Download-Wirbellose-Tiere-1875.html

Studie zum globalen Rückgang der Wildbienenarten: https://ots.de/eoOrgT

Mit den richtigen Gehölzen ist jeder Tag „Tag der Biene“

Eine Bienen beim Sammeln vom Nektar auf einer Dolde des Bienenbaums Tetradium hupehensis (Foto: Klaus Maresch)

Berlin (ots) – Morgen ist UN-Weltbienentag: Sandbienen, Steppenbienen, Langhornbienen und natürlich Honigbienen – sie alle spielen im Naturkreislauf eine wichtige Rolle. Doch viele Honig- und Wildbienen sind mittlerweile in ihrem Überleben bedroht. Krankheitserreger wie die Varroa-Milbe, Monokulturen in der Landwirtschaft und der Klimawandel sind mögliche Ursachen. Auch wenn es schwierig ist, konkrete Lösungsansätze zu finden. Kann doch jeder Einzelne mit seinem Garten, seiner Terrasse oder auch nur einer Fensterbank dazu beitragen, den Bienen und anderen Insekten Nahrung zu bieten.

Bienen brauchen auch im Frühjahr und im Herbst Nahrung, nicht nur im Sommer, wenn die meisten Blumen blühen. Und sie brauchen mehr als Wildblumen, um wirklich satt zu werden. Nur ein Mix aus verschiedenen Pflanzen liefert genügend Nektar und Pollen.

Weine Wildbienen-Paarung, hier die Frühjahrsseidenbiene. (Foto: Honighäuschen)

Eine Kombination aus Bäumen, Sträuchern, Stauden und Blumen bietet wirkliche und nachhaltige Unterstützung für die Bienen und andere Insekten. Geachtet werden sollte dabei auf eine übers Jahr verteilte, lange Blühzeit im Garten oder auf dem Balkon. Optimal ist natürlich, wenn die Pflanzen gleichzeitig einen Mehrfachnutzen erbringen. Also nicht nur den Bienen dienen, sondern z. B. auch noch Früchte tragen, Nahrung für den Menschen liefern oder auch einfach die Gärten schmücken.

Starten kann man das „Bienenjahr“ mit Winterjasmin, der oft schon mitten im Januar und im Februar blüht. Er liefert nicht nur erste Nahrung für die Insekten, sondern setzt auch strahlend gelbe Farbakzente in den sonst noch farblosen Garten. Gleich danach übernehmen die Mahonien aus der Familie der Berberitzen ihren Dienst als eine der ersten wichtigen Bienenweiden des Jahres. Diese attraktiven Ziergehölze bieten zusätzlich einen Rückzugsort für andere Lebewesen sowie ganzjährigen Sichtschutz durch ihre immergrüne Belaubung. Im April setzt dann die Blüte der Kirsch- und Apfelbäume ein, die nicht nur Bienen nähren und schön anzusehen sind, sondern später auch wohlschmeckende Früchte tragen. Später im Gartenjahr liefern neben vielen Blumenarten und diversen Kräutern z. B. Wilder Wein als attraktives Klettergehölz oder der schöne Halbstrauch Ysop Pollen und Nektar für die Insekten.

Der Bienenbaum ist die Tankstelle schlechthin für Bienen und andere blütenbesuchende Insekten. Foto: Honighäuschen)

Aber nicht nur Nahrung spendende Blumen sind wichtig, da auch Sträucher, Gehölze und Bäume oft vor den Blumen blühen und für die im Garten lebenden Tiere eine sehr wichtige Rolle übernehmen. Der – ursprünglich nicht heimische – Amberbaum bietet einen guten Rückzugsort für Vögel und ganz „nebenbei“ auch eine wunderschöne Herbstfärbung. Die Blüte ist daher nur eine Seite. Manche Gewächse stellen vielleicht nicht so viel Nahrung bereit, bieten dafür aber den notwendigen Schutzraum für verschiedenste Tiere. Und manche Bäume sind vielleicht ursprünglich nicht in Europa zu Hause, liefern aber sehr viel Nektar. Hier glänzt beispielsweise Euodia – aus gutem Grund auch Bienenbaum genannt, da er im August und September den Bienen fast unendlich viele Pollen und Nektar beschert. Dies ist insbesondere notwendig in der Zeit, in der die Bienen sich langsam auf den Winter vorbereiten.

Im Garten der Familie Dresen in Lannesdorf war ein Bienenschwarm gelandet und hatte sich einen alten Apfelbaum als Aufenthalt ausgesucht. (Foto: Honighäuschen)

Auch wer keinen Garten oder großen Balkon hat, kann viel für die Bienen tun und gleichzeitig selbst davon profitieren. Auf einem schmalen, sonnigen Fensterbrett gedeihen Kräuter wie Thymian und Rosmarin sehr gut. Sie tragen zarte und von Bienen gern besuchte Blüten und versorgen die heimische Küche gleichzeitig mit aromatischen Zutaten. Auf kleinstem Raum können auch Lavendel und Salbei blühen, die nicht nur von Insekten auf Nahrungssuche gern angeflogen werden, sondern auch schön und unverzichtbar als Heilkräuter sind. Und an der kleinen, aber für Bienen wichtigen Bartblume kann man sich praktisch überall erfreuen.

Ein gesunder Mix aus Sträuchern, Bäumen, Wiesen, Blumenbeeten ist eben immer das Allerbeste – für Mensch und Natur. Je mehr wir insgesamt in Pflanzenvielfalt investieren, desto gesünder und insektenfreundlicher werden unsere Gärten. Und schöner werden sie auch.

Nisthilfe für summende Friedhofsbewohner

Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie für Wildbienen, Hummeln & Co. ein Insektenhotel selber bauen können.

Auf dem Friedhof „Om Berg“ in Bonn-Hoholz gibt es eine neue Insekten-Nistwand: Bienen, Hummeln und andere summende Friedhofsbewohner finden in der zwei Meter hohen und ein Meter breiten Holzkonstruktion einen Unterschlupf. Errichtet wurde die Nisthilfe von der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft im Rahmen des durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR) geförderten Projektes „Lebensstätte Friedhof“.

Seit 2019 arbeiten die Biologische Station und das Amt für Umwelt und Stadtgrün im Rahmen des Projektes „Lebensstätte Friedhof“ zusammen und setzen verschiedene ökologische Aufwertungsmaßnahmen auf den städtischen Friedhöfen um. Der Wandel der Friedhofskultur spielt dabei eine bedeutende Rolle: Weil sich immer mehr Menschen für eine Urnenbestattung entscheiden, wird insgesamt weniger Fläche für Grabanlagen benötigt. Auf den frei werdenden Flächen entstehen stattdessen artenreiche Blühwiesen mit regionalem Saatgut. Von den Maßnahmen profitieren zahlreiche Insekten, Vögel und Fledermäuse.

Bei der Einweihung der Insekten-Nistwand auf dem Friedhof „Om Berg“ erklärte Oberbürgermeisterin Katja Dörner: „Die Erhöhung der innerstädtischen Artenvielfalt ist der Stadt ein wichtiges Anliegen. Im Rahmen des Labeling-Verfahrens ‚Stadtgrün naturnah‘ konnten wir bereits verschiedene wichtige Projekte zur ökologischen Aufwertung der Bonner Friedhöfe umsetzen. Ich freue mich sehr, dass wir hierzu im Rahmen des Projektes ‚Lebensstätte Friedhof‘ zudem die tatkräftige Unterstützung der Biologischen Station erhalten!“

Der Geschäftsführer der Biologischen Station Christian Chmela ist mit dem bisherigen Projektverlauf sehr zufrieden: „Unter Experten ist es schon länger bekannt, dass Friedhöfe ein großes Potential als innerstädtischer Lebensraum für wildlebende Tiere und Pflanzen haben. Sehr erfreulich ist jedoch, dass zusammen mit dem LVR erstmalig im Rheinland ein Projekt gestartet werden konnte, um auf die ökologische Bedeutung von Friedhöfen aufmerksam zu machen. Die Stadt Bonn zeigt zudem eine große Bereitschaft, vorgeschlagene Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung der Friedhöfe umzusetzen. Wir hoffen, dass dieses Pilotprojekt Schule machen wird und das Thema künftig auch von anderen Kommunen aufgegriffen wird.“

Frelon asiatique: une découverte laisse espérer un possible piège

Rennes, France (AFP) – Des travaux de recherche menés conjointement en Chine et en France ont permis d’identifier la phéromone sexuelle du frelon asiatique, laissant espérer la prochaine mise au point d’un piège contre cet insecte qui mange des abeilles et peut s’avérer mortel pour l’homme.

Dans le cadre d’un partenariat franco-chinois, „les scientifiques ont identifié la phéromone sexuelle du frelon asiatique et l’ont testée comme appât en Chine et en France. Ils ont ainsi montré que l’appât phéromonal pouvait attirer de nombreux mâles durant la période de reproduction de l’espèce (de septembre à novembre) et ainsi les éloigner des futures reines à l’origine de nouvelles colonies“, explique un communiqué de l’université de Tours.

„Ces résultats laissent espérer le développement prochain d’un piège de lutte contre ce frelon invasif, en utilisant cette phéromone sexuelle comme appât sélectif. Comme celui-ci est spécifique à l’espèce, il n’attire que les mâles du frelon asiatique. L’idée est de capturer ces mâles en grand nombre avant qu’ils ne puissent s’accoupler avec les futures reines frelon“, selon le communiqué.

Les reines „ne pouvant pas s’accoupler avec des mâles, ou alors pas suffisamment, il est envisageable d’imaginer à terme une diminution du nombre de colonies de frelons asiatiques sur le terrain ou des colonies moins populeuses (….) Et si elles s’accouplent avec leurs frères, le phénomène de consanguinité que les chercheurs français avaient mis en évidence s’accroît, donnant lieu également à une diminution du nombre d’individus“, relèvent les scientifiques.

Le frelon asiatique (Vespa velutina nigrithorax) „est connu pour les ravages qu’il engendre sur les colonies d’abeilles, sur la biodiversité et les accidents qu’il entraîne chaque année. De nombreuses personnes sont piquées et certaines en décèdent“, rappelle le communiqué.

Ces travaux, dont les résultats viennent d’être publiés dans la revue Entomologia Generalis, ont été menés dans le cadre d’un partenariat entre l’Institut de Recherche sur la Biologie de l’Insecte (CNRS/Université de Tours) et le Xishuangbanna Tropical Botanical Garden (Kunming, Chinese Academy of Sciences).

mcl/db/mpm

© Agence France-Presse

Nest der Asiatischen Hornisse Vespa velutina in Hamburg gefunden

Eine Arbeiterin der Asiatischen Hornisse Vespa Velutina nigrithorax. Foto: Axel Heimken/dpa

In Hamburg wurde heute erneut ein Nest der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) gefunden. Das Nest wurde von etwa 300 Hornissen bewohnt und hatte sich in einem Buchsbaum gebildet.

Diese Hornissenart errichtet im Vergleich zur Europäischen Hornisse Vespa crabro, mit der ich es als Imker schon regelmäßig zu tun hatte, deutlich größere Nester. Die heimische Hornisse kommt auf etwa 500 bis 700 Tiere, die an Körpergröße etwas kleinere asiatische Verwandte kann mehrete Tausend Tiere aufweisen. Imker betrachten Vespa velutina mit großer Sorge, da diese aus Asien eingeschleppte Hornisse die Bienenvölker stark dezimieren kann.

Auch Wein- und Obstbauern in Frankreich berichten von großen Enrnteausfällen durch angenagtes Obst. Auf die Obstbauern in Meckenheim und den Weinbau südlich von Königswinter werden Probleme zukommen, sobald die Asiatische Hornisse in Bonn und dem Rhein-Sirg-Kreis auftaucht.

Bis dato wurden Nester und einzelne Arbeiterinen dieser invasiven Hornissenart bereits in Hamburg, Hessen und Baden-Würtemberg nachgewiesen, auch aus dem Aachener Raum gibt es unbestätigte Funde. Früher oder später wird Vespa velutina auch in der Köln Bonner Bucht auftauchen.

Informationen der Umweltbehörde Hamburg zu der Asiatischen Hornisse Vespa velutina

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ist eine ursprünglich aus Südostasien stammende Hornissenart. Sie wurde vermutlich 2004 mittels Schiffsladungen nach Bordeaux in Frankreich eingeschleppt und verbreitet sich seitdem nordwärts in Europa. Unter anderem da vermutet wird, dass die Asiatische Hornisse eine Gefahr für heimische Bestäuber darstellen kann, wurde die Asiatische Hornisse 2016 auf die Liste der invasiven gebietsfremden Arten gesetzt. Damit besteht innerhalb der Europäischen Union eine Melde- und Bekämpfungspflicht.

Bis zu einem Fund eines Nestes in Hamburg-Horn im September 2019 galten die Hornissen vor allem als südeuropäisches (siehe auf Französisch: Le Frelon asiatique) und süddeutsches Phänomen und traten insbesondere in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Südhessen auf. Inzwischen wurde ein weiteres Nest gefunden und in regelmäßigen Abständen wurden Arbeiterinnen von Bürgerinnen und Bürgern gemeldet.

Nach den ersten Zufallsfunden in Hamburg hat die Umweltbehörde in Absprache mit Experten des CeNak, der Uni Hamburg und aus den Reihen der Insektenfachberater im Sommer 2020 ein Pilotprojekt zum Auffinden weiterer Tiere und Nester gestartet, um die Ausbreitung in Norddeutschland möglichst früh einzudämmen. Im Rahmen des Pilotprojektes fangen Beauftragte der Umweltbehörde in Kooperation mit dem Institut für Zoologie der Universität Hamburg einzelne Exemplare der Asiatischen Hornisse ein und statten diese dann mit Mini-Sendern aus. Damit können die Tiere dann mittels Radiotelemetrie zu ihrem Nest zurückverfolgt werden. Dies gelang Anfang September 2020 auch das erste Mal erfolgreich.

Im Umgang mit der Asiatischen Hornisse ist ein Schutzanzug sinnvoll. Foto: Axel Heimken/dpa

Für den Menschen sind die Asiatischen Hornissen nicht gefährlicher als die einheimische Europäische Hornisse. Beide Arten gelten als wenig aggressiv. Von der europäischen Hornisse unterscheidet sich die asiatische Verwandte vor allem durch die fast vollständig schwarze Färbung bis auf einen gelben Streifen am Hinterleib. Auch ist die Asiatische Hornisse die einzige in Hamburg vorkommende Hornissen-Art, die hoch oben in Bäumen völlig freihängende Nester baut.

Wichtig hervorzuheben ist, dass die Asiatische Hornisse nicht mit der Asiatischen Riesenhornisse (Vespa mandarinia) verwechselt wird. Über diese Art wurde in der Vergangenheit sehr aufbauschend berichtet, da es in Zusammenhang mit Stichen immer wieder Berichte über schwerwiegende allergische Reaktionen auf diese Riesenhornisse aus Asien gibt. Diese Art kommt jedoch in Europa nicht vor! Von der „normalen“ Asiatischen Hornisse geht keine besondere Gefahr aus.

Sichtungen bitte unverzüglich melden

Um das Auffinden von Nestern zu unterstützen und die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse noch weiter einzuschränken zu können, bittet die Umweltbehörde Sichtungen von Einzeltieren oder von freihängenden Nestern in Bäumen über den obigen Link im Monitoring-Portal www.ahlert-nord.de zu melden. Imker*innen sind aufgerufen am Monitoring-Programm teilzunehmen.

Quelle: Umweltbehörde Hamburg

Feuerwehr Dresden: Mehrere Personen kollabieren nach Stich von Hornissen

Insgesamt acht Personen wurden heute im Großen Garten von mehreren Hornissen gestochen und erlitten dabei zum Teil schwere allergische Schocks. Der Integrierten Regionalleitstelle Dresden (IRLS) wurde über den Notruf 112 gemeldet, dass mehrere Personen von Hornissen gestochen wurden und bereits drei Personen kollabiert waren.

Schock nach Hornissenstichen

Eine Hornisse bewacht den Eingang des Nistkastens.

Da von einer größeren Anzahl an Betroffenen ausgegangen werden musste, alarmierte die IRLS nach dem Einsatzplan MANV-1. Damit wurde eine größere Zahl an Kräften und Mitteln alarmiert, um unverzüglich erhöhte Transportkapazitäten für vital bedrohte Personen zur Verfügung zu stellen. Nachdem die Einsatzstelle gesichert und die Patienten gesichtet wurden, erfolgte durch den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst die Koordination des Transportes von einer Patientin und zwei Patienten mit vitaler Bedrohung ins Krankenhaus.

Bei zwei weiteren Patientinnen stellte sich eine allergische Reaktion auf die Hornissenstiche erst nach einiger Zeit ein, so dass diese ebenfalls noch vor Ort notärztlich versorgt werden mussten und im Anschluss in ein Krankenhaus gebracht wurden. Ein ca. 4-jähriger Junge sowie eine Frau und ein Mann wurden ebenfalls in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Naturschutzbehörde wurde der Bereich um den betroffenen Baum durch die Feuerwehr im Umkreis von 20 Metern abgesperrt und Hinweisschilder aufgehangen. Zu diesem Einsatz wurden insgesamt 60 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Striesen, Löbtau und Altstadt, der Rettungswachen Johannstadt und Friedrichstadt, der A-Dienst, der B-Dienst, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, der Leitende Notarzt sowie das Kriseninterventionsteam alarmiert.

Quelle: Presseportal

Flugsaison der Asiatischen Hornisse beginnt wieder

Arbeiterinnen der Asiatischen Hornisse Vespa velutina am Nesteingang. Foto: dpa

Sie wirkt auf viele Menschen bedrohlich, dabei ist sie für uns nicht gefährlicher als einheimische Hornissen: Die Asiatische Hornisse hat wieder Flugsaison. In Südhessen wurden in den vergangenen zwei Jahren mehrere Tiere nachgewiesen. Da es sich EU-weit um eine „invasive, gebietsfremde Art“ handelt, die heimische Arten in ihrem Bestand gefährden kann, sind die deutschen Bundesländer verpflichtet, Sichtungen der Asiatischen Hornisse an die EU zu melden sowie Maßnahmen zur Bekämpfung zu ergreifen.

Die Asiatische Hornisse in Hessen

In Hessen ist das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) für das Monitoring der Asiatischen Hornisse zuständig. Über das Meldeportal des HLNUG unter https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/hornisse können Bürgerinnen und Bürger – ohne Registrierung oder Anmeldung – Sichtungen und Fundmeldungen, gerne mit Foto, vermerken und so dazu beitragen, die Datenlage zur Asiatischen Hornisse in Hessen zu verbessern. Für Fragen steht als Ansprechpartner auch unser beauftragter Wespen- und Hornissenberater Reiner Jahn zur Verfügung, die Kontaktdaten sind auf der HLNUG-Homepage zu finden.

Um Maßnahmen gegen die Verbreitung der Asiatischen Hornisse umzusetzen, ist das HLNUG vor allem auf die Hilfe der Imkerinnen und Imker, insbesondere im südhessischen Raum, angewiesen: Nur mit ihrer professionellen Unterstützung können gezielt Nester der Asiatischen Hornisse gesucht und bekämpft werden.

Hintergrund

In Europa kommt seit dem Jahr 2004 neben der einheimischen Europäischen Hornisse (Vespa crabro) eine weitere Hornissenart vor: die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax). Vermutlich wurde sie versehentlich über den Seeweg von Südostasien nach Frankreich eingeschleppt und hat sich seither schnell in Mitteleuropa ausgebreitet, somit war auch ihre Ausbreitung nach Deutschland nur eine Frage der Zeit. Im September 2014 wurden im Raum Karlsruhe durch Fotobelege die ersten Individuen nachgewiesen. In Südhessen gelang einem Imker aus Lorsch (Bergstraße) 2019 der erste Nachweis der Asiatischen Hornisse für Hessen. In 2020 gab es weitere Sichtungen, und für 2021 gibt es bisher einen bestätigten Nachweis. Die Ausbreitung kann in einem Umkreis von bis zu 80 Kilometern um den Neststandort erfolgen. Vergangenes Jahr gab es zudem neue Nachweise in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Hamburg.

Weitere Informationen und Neuigkeiten unter:

https://www.hlnug.de/?id=18688

Das Volksbegehren in Niedersachsen hat die erste Hürde locker genommen

Imkermeister Klaus Ahrens (DBIB), Initiator des Volksbegehrens

MÜDEN (DBIB) – „In den vergangenen knapp acht Wochen seit Beginn des Unterschriftensammelns haben bereits fast doppelt so viele Menschen das Volksbegehren unterschrieben, wie es in der ersten Runde erforderlich ist: Das ist großartig und wir danken allen, die dazu beigetragen haben!“ sagt Volksbegehren-Initiator Klaus Ahrens.

45.412 gültige Unterschriften hat die Landeswahlleiterin bis zum 1. August gemeldet. 25.000 Unterschriften braucht es, um den Antrag auf Feststellung der Zulässigkeit zu stellen. „Das Landesgesetz gibt uns hierfür Zeit bis zum 13. November. Diese Zeit nehmen wir uns, schließlich haben wir gerade erst angefangen und sind durch Corona beim Sammeln eingeschränkt. Hunderte ehrenamtlich Aktive in ganz Niedersachsen setzen sich dennoch jeden Tag sehr engagiert für das Volksbegehren ein: auf Marktplätzen und in Fußgängerzonen, in Städten und auf dem Land. Jetzt geht es mit Volldampf in die zweite Runde: Wir sammeln weiter Unterschriften für ein erfolgreiches Volksbegehren und für besseren Artenschutz in Niedersachsen“, so Ahrens, der zugleich Vizepräsident des Deutschen Berufs und Erwerbs Imker 1928 e.v. ist. „Denn nur mit dem Volksbegehren können wir echte Verbesserungen für den Artenschutz in Niedersachsen erreichen.“

Wem die Natur und ein besserer Tier- und Pflanzenschutz in Niedersachsen am Herzen liege und wer noch nicht unterschrieben habe, könne sich jetzt mit der Unterschrift unter das Volksbegehren ganz konkret für mehr Artenschutz einsetzen: „Für mehr Lebensraum und Nahrung für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, für das Überleben der Wiesenvögel wie Kiebitz und Feldlerche und dafür, dass Naturschutzgebiete pestizidfrei und Uferzonen an Gewässern besser geschützt werden“, sagt Ahrens.

Damit es zu einer Abstimmung im niedersächsischen Landtag über das Gesetz kommt, braucht es insgesamt rund 610.000 Unterschriften für das Volksbegehren, die bislang gesammelten Unterschriften zählen dabei mit. Lehnt der Landtag das Gesetz ab, folgt ein Volksentscheid.

Mit Volldampf in die zweite Runde zum Volksbegehren: Das Sammeln geht weiter

Imkermeister Klaus Ahrens bei der Rede anläßlich einer Demo gegen den Agrarkonzern Bayer

„Das Artensterben ist eines der größten Probleme unserer Zeit“, sagt Dr. Holger Buschmann. „Von den dramatisch einbrechenden Insektenbeständen sind ganze Nahrungsketten betroffen. Jeder Singvogel braucht zumindest bei der Aufzucht der Jungen Insekten. Weil es die nicht mehr ausreichend gibt, gehen inzwischen sogar weit verbreitete Allerweltsarten wie die Stare massiv zurück. Vor allem bei den typischen Arten der Kulturlandschaft sieht es schlecht aus: Fledermäuse, Vögel, Blütenpflanzen – alle Artengruppen sind betroffen. Wir haben zwar auch Erfolge im Naturschutz, aber fast nur bei den Arten, die früher unter direkter Verfolgung gelitten haben wie Uhu oder Biber. Bei den meisten Arten ist der Verlust ihres Lebensraumes das Problem. Das ist dramatisch – mit fatalen Auswirkungen auf ganze Ökosysteme und damit für das Überleben des Menschen! Hier gilt es, endlich gegenzusteuern, wir müssen jetzt reagieren.“

„Bedrohte Tier- und Pflanzenarten lassen sich nur mit besseren Rahmenbedingungen schützen, mit einem besseren Naturschutzgesetz und Änderungen im Wasser- und Waldgesetz. Die Landesregierung hat hierzu immer noch nichts Substanzielles vorgelegt. Deshalb bringen wir – das sind rund 70 Bündnispartner – ein Volksbegehren für die Rettung der Artenvielfalt in Niedersachsen auf den Weg“, sagt Anne Kura. „Immer mehr Menschen fordern wirksame Maßnahmen für Artenvielfalt, Natur- und Klimaschutz. Überall in Niedersachsen haben sich lokale Aktionsbündnisse gegründet, die das Volksbegehren unterstützen und es schließen sich immer mehr Bündnispartner an.“

Imker Klaus Ahrens sagt: „ Unsere Bienenvölker sind in Gefahr. Blütenpollen, die nicht nur für Honigbienen, sondern auch für Wildbienen und Hummeln lebensnotwendig sind – als Futter für ihre Brut – sind immer häufiger regelrechte Chemie-Coktails. Das zeigen zahlreiche Untersuchungen. Ohne Bienenvölker funktioniert aber weder die Landwirtschaft noch der Obstanbau. Trotzdem äußern sich Politik und Landwirtschaft, als wäre alles noch verhandelbar. Aber die Natur verhandelt nicht! Deshalb brauchen wir das Volksbegehren.“

Bienen, Schmetterlinge, duftende Blumenwiesen und blühende Bäume sind nicht nur schön anzusehen – Artenvielfalt und intakte Ökosysteme sind die Grundlage unseres Lebens. Sie sorgen für sauberes Wasser, gesunde Ernährung und viele Rohstoffe, die wir zum Wirtschaften brauchen. „Auch unseren Kindern und Enkeln wollen wir eine vielfältige Umwelt hinterlassen, in der sie den ganzen natürlichen Reichtum an Pflanzen und Tieren, an Schmetterlingen, Libellen und Wildbienen, an Fröschen, Fischen und Vögeln erleben können“, sagt Hanso Janßen. „Deshalb gilt es, die für die Artenvielfalt so wichtigen Strukturen in der Landschaft wie Hecken, Wegeränder und Feldraine zu schützen. Naturschutzgebiete wollen wir von Pestiziden freihalten, Gewässerränder sollen nicht gedüngt und gespritzt werden, um auch hier die Artenvielfalt zu erhöhen und die Gewässer zu schützen. Für die damit verbundenen Ertragseinbußen der Landwirte sind gesetzliche Ausgleichszahlungen vorgesehen“, sagt Hanso Janßen. Darüber hinaus müsse die Agrarpolitik umgebaut und deutliche Anreize für nachhaltiges Wirtschaften gesetzt werden.

Im Zuge des Volksbegehrens Artenvielfalt hat sich auch ein Bündnis von Jugendverbänden gegründet, das die Kampagne unterstützt und eigenständig für sie mobilisiert. Die Mitglieder des Jugendbündnisses sind:

  • BUNDjugend Niedersachsen
  • Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung
  • FridaysforFuture Niedersachsen
  • Grüne Jugend Niedersachsen
  • Junges Bioland Niedersachsen
  • Linksjugend [’solid] Niedersachen
  • Naturfreundejugend Niedersachsen
  • NAJU Niedersachsen.

Magdalena Schumacher für das Jugendbündnis des Volksbegehrens sagt: „Die derzeitige Agrarpolitik ignoriert den Wert von Natur. Dies trägt erheblich zu einem globalen Artensterben ungeheuren Ausmaßes bei. Wir fordern ein Gesetz für Niedersachsen, das biologische Vielfalt wirksam schützt, Ökosysteme für nachfolgende Generationen erhält und nachhaltige Landwirtschaft fördert. Konsequenter Natur- und Artenschutz ist zugleich ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz. Nur so ist eine lebenswerte Zukunft möglich: There is no future on a dead planet!“

 

Die Wespensaison in Bonn und Rhein-Sieg-Kreis

Ein Wespennest in der Kindertagesstätte Ennertzwerge in Bonn (Foto: Klaus Maresch))

HONIGHÄUSCHEN (BONN) – Wespen, mal mehr, mal weniger lästig, sind ein beliebtes Thema im medialen Sommerloch. Auch bei uns im Honighäuschen klingelt das Telefon momentan nahezu stündlich. Haus- und Gartenbesitzer sehen sich mit Wespennestern der Deutschen Wespe im Rollokasten, einem großen Wespennest der Gemeinen Wespe auf dem Balkon oder am Durchgang zur Haustür konfrontiert.

Ganz zu schweigen vom Kriegsschauplatz Terrasse oder Grillplatz. Wegen Corona fallen schon viele beliebte Freizeitaktivitäten aus und jetzt auch noch nervige Wespen. Oder womöglich Hornissen. Aber dazu später.

In diesem Jahr scheint es wieder mehr Wespen zu geben, wenn man nach der Zahl der Anrufe geht. Das kann zwar auch damit zu tun haben, dass wegen der Corona-Pandemie mehr Leute im Home Office arbeiten, mehr Kinder zuhause bleiben und dadurch eben auch mehr Wespennester entdeckt werden, weil man im Home Office der eigenen Umgebung naturgemäß mehr Aufmerksamkeit widmet.

Für Fachleute ist es meistens schon im Frühjahr absehbar, wie sich die Wespensaison entwickelt. Ist das Frühjahr warm und trocken, ohne späte Kälteeinbrüche, womöglich mit Frost oder zumindest mit langen Regenperioden, dann schaffen es viele Wespenköniginnen, die den Winter an einem geschützten Ort verbracht haben, auf Nistplatzsuche zu gehen und ein Wespennest zu errichten.

Je nach Art haben die Wespenköniginnen dabei sehr typische Ansprüche.

Die unterschiedlichen Wespenarten

Die Sächsische Wespe

Ein Wespennest der Sächsischen Wespe in einer Gardine (Foto: Honighäuschen)

Die Sächsische Wespe geht gern auf halbwegs helle Dachböden und errichtet dort ihre maximal kinderkopfgroßen Nester. Man erkennt die Nester leicht an ihrer typischen Form, sie sehen so aus wie man sich eben ein Wespennest vorstellt. Graue Farbe, leicht kugelig und sich nach unten verjüngend sowie ein Einflugloch an der unteren Spitze. Manchmal findet man die Nester der Sächsischen Wespe auch im Gebüsch oder in einem Gartenhäuschen oder – wenn man sein Wohnzimmerfenster permanent in der Kipp-Position geöffnet lässt – auch schon einmal an der Gardinenstange.Da gehört es zwar nicht unbedingt hin, aber es wird auch keine großen Probleme bereiten.

Die Sächsische Wespe ist friedlich und begnügt sich mit einer überschaubaren Population von etwa 200 bis 300 Tieren. Die Arbeiterinnen sind auch in der Nähe des Nestes friedlich, die Männchen haben keinen Stachel und die jungen Wespenköniginnen stechen erst recht nicht.

Entdeckt man so ein Nest der Sächsischen Wespe auf seinem Dachboden oder im Gartenhäuschen, ist Toleranz angesagt. Zumal diese Wespennester auch – man spricht deshalb von kurzzyklischen Wespenarten – früh im Jahr schon wieder verlassen werden. Notfalls kommt eine Umsiedlung infrage, wenn sich das Wespennest ausgerechnet am Türrahmen befindet und durch das Öffnen und Schließen der Tür immer wieder aufgestört wird.

Feldwespen

Eine harmlose Feldwespen-Kolonie. Feldwespen sind geschützt und dürfen nicht beseitigt werden. (Foto: Honighäuschen)

Ebenfalls eher unkritisch sind Wespennester, die von Feldwespen gegründet werden. Das ist eine recht urtümliche Wespenart, in der es keine von den Arbeiterinnen klar unterscheidbare Wespenkönigin gibt. Die Nester werden auch nicht groß, haben keine Schutzhülle und sind häufig im Dachbereich zu finden. Insbesondere an den Stellen, wo es sehr warm werden kann, nisten Feldwespen sehr gern. Das sind die Bleiabdeckungen von Dachfenstern, Alu- und andere Metallschienen und der Scharnierbereich des Dachfensters. Dort können sich dann auch mehrere dieser etwa maximal handtellergroßen Nester finden. Man erkennt sie sehr leicht. Ein Einsatz von Gift kommt nicht infrage und eine Umsiedlung ebenso wenig.

Deutsche Wespe und Gemeine Wespe

Etwas lästiger und manchmal auch gefährlicher können die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe werden. Beide Wespenarten sind Dunkelhöhlenbrüter und errichten sehr langlebige und große Wespennester, in denen durchaus mehrere Tausend Wespen leben können. Diese Nester finden sich in Rollokästen, in abgehängten Zwischendecken, in der Isolierung eines Dache, aber auch in Gauben und natürlich im eigenen Garten.

Wespennest im Rollokasten – Hier ist eine Wespenbekämpfung sinnvoll und angebracht. (Foto: Honighäuschen)

Je nach Lage des Nestes kann es dabei Probleme geben. Im Rollokasten des Kinder- oder Schlafzimmers gebaut, sind Probleme vorprogrammiert, und dies aus mehreren Gründen. Zum einen ist dort nicht genug Platz für ein Wespennest, welches unter idealen Bedingungen (Wetter, Nahrungsangebot) ohne weiteres das Volumen eines Medizinballes erreichen kann, u.U. auch deutlich mehr. Zusammen mit Dachdeckern habe ich auch schon Wespennester gesehen, die sich über eine Länge von zwei Metern zwischen zwei Dachbalken entwickelt hatten.

Es kann auch passieren, dass sich die Wespen durch den Rollokasten durchnagen und dann hat man Hunderte von Wespen in der Wohnung.

In jedem Fall wird es zu unschönen Geruchsbelästigungen kommen, denn die Wespen lassen jede Menge Kot und und Urin fallen, und in diesem sehr speziellen Substrat fühlen sich verschiedene Insektenart sehr wohl. Das Odeur eines Katzenklos kann im Vergleich dazu leicht als wohlriechendes Parfum wahrgenommen werden.

Wie verhindert man die Ansiedlung von Wespen an kritischen Stellen?

Im Laufe von mehr als dreißig Jahren Imkerei entwickelt man eine gewisse Gelassenheit im Umgang mit Wespen und sammelt Erfahrungen. Diverse angeblich „todsichere“ Hausrezepte und Tipps wurden auch von uns ausprobiert und das allermeiste ist großer Quatsch.

  • Wespennestattrappen: So soll es beispielsweise helfen, eine Wespennestattrappe aufzuhängen, um Wespen zu vertreiben oder die Gründung eines Wespennestes zu verhindern. Kann man aufhängen, so einen „Waspinator“. Tolle Sache. Für das Konto des Herstellers auf alle Fälle. Genauso gut können Sie um Mitternacht eine tote Katze über die Friedhofsmauer werfen, dabei weise Sprüche murmeln und an die Große Erdmutter appellieren. Oder an das Fliegende Spaghettimonster.
    Tatsächlich habe ich im Laufe von zahlreichen Einsätzen und Beratungen vor Ort im Umgang mit Wespen und Hornissen so manches gesehen, womit Haus- und Gartenbesitzer verhindern wollten, dass sich Wespen, Bienen oder Hornissen in Haus und Garten ansiedelten.

Dr. Kirsten Tackmann, MdB: Insekten sind systemrelevant

Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion „Die Linke“ in ihrer Pressemtteilung „Insekten sind systemrelevant“, die sie aus Anlaß des Weltbienentages veröffentlichte:

Insekten sind systemrelevant. Foto: Honighäuschen)

„Ohne Insekten werden viele Blüten nicht bestäubt, deren Früchte zu unserer Ernährungsgrundlage gehören. Aber Insekten sind auch zentraler Teil des Ökosystems, zum Beispiel als Nahrungsgrundlage für kleine Säuger und Vögel. Deshalb ist der Insektenschwund ein alarmierendes Symptom dafür, wie fragil Ökosysteme sind, die existenziell für unser Leben sind. Laut Studien gehören zu den Ursachen der Verlust von Lebensräumen durch Versiegelung durch Siedlungs- und Verkehrsflächen oder Lichtverschmutzung. Aber auch die Landwirtschaft muss insektenfreundlicher werden. Dazu gehören Ackerkulturen und Wiesen, die Nahrung und Fortpflanzung von Insekten sichern, aber auch eine Minimierung des chemischen Pflanzenschutzes, zuallererst der besonders bienengefährlichen Wirkstoffgruppen wie Neonikotinoide.“, so Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, zum heutigen Weltbienentag.

Dr. Kirsten Tackmann weiter in „Insekten sind systemrelevant“:

Eine Honigbiene winkt aus einer Krokusblüte (Foto: Klaus Maresch)

„DIE LINKE fordert deshalb eine Qualifizierung des EU-Zulassungsverfahrens für Wirkstoffe, das alle gesundheitlichen und ökologischen Risiken erfasst. Gefährliche Wirkstoffe dürfen nach dem Vorsorgegrundsatz nicht zugelassen werden, statt sie immer wieder nach Schäden zu verbieten. Risikostudien müssen von unabhängigen Institutionen erstellt werden, statt Antragstellenden wie Baysanto die Feder führen zu lassen. Langfristige und kumulative Effekte auf Mensch, Umwelt und Nicht-Zielorganismen müssen berücksichtigt werden. In der EU verbotene Wirkstoffe dürfen hier auch nicht produziert und exportiert werden. Die Mittel der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) sind an soziale und ökologische Kriterien zu binden. Insektenfreundliche Kulturflächen wie Brachen, Schonstreifen, Hecken und Streuobstwiesen sowie insektenfreundliche Kulturen wie Durchwachsene Silphie müssen direkt gefördert werden.

Am Weltbienentag darf es nicht nur um die Honigbiene gehen, sondern auch um Wildbienen und alle anderen Insekten. Es geht nicht nur um die Sicherung der Bestäubungsleistungen für die menschliche Ernährung, auch wenn sie ein Drittel unserer Nahrungsmittelproduktion sichert. Es geht um den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlage.“

Gefährliche Neonicotinoide werden weiterhin von Bayer hergestellt und nach Indien exportiert.

Weitere Informationen:

"Gemeinsame Agrarpolitik ändern – Insektenfreundliche Landwirtschaft fördern“ (Drs. 19/9344)
„Pflanzenschutz konsequent auf Schutz von biologischer Vielfalt und Imkerei ausrichten“ (Drs. 19/17767)

Un frelon asiatique géant repéré pour la première fois aux Etats-Unis

Los Angeles, USA (AFP) – Un frelon asiatique géant, considéré par les spécialistes comme le plus gros du monde et surnommé par certains „frelon meurtrier“, a été repéré pour la première fois sur le sol américain, suscitant notamment la crainte des apiculteurs.

Washington State Department of Agriculture entomologist Chris Looney displays a dead Asian giant hornet, a sample sent from Japan and brought in for research, on May 7, 2020, in Blaine, Washington. (Photo by Elaine Thompson / POOL / AFP)

Deux spécimens ont été découverts en décembre 2019 dans l’Etat de Washington, à l’extrême nord-ouest des Etats-Unis, près de la frontière canadienne. Depuis cette découverte de mauvais augure, les scientifiques sont à l’affût pour tenter d’éradiquer l’insecte invasif avant qu’il ne s’implante.

On ignore encore à ce stade comment ce frelon géant (Vespa mandarinia), qui peut atteindre près de cinq centimètres de long, est arrivé jusqu’aux Etats-Unis.

„En général, ce sont des passagers clandestins embarqués involontairement sur quelque chose, comme un conteneur maritime, ou quelqu’un“, a déclaré à l’AFP Karla Salp, porte-parole du département de l’Agriculture de l’Etat de Washington.

Distinct du frelon géant, le frelon asiatique „à pattes jaunes“ (Vespa velutina nigrithorax) qui a commencé à coloniser une partie de l’Europe de l’ouest, est lui-même probablement arrivé en 2004 dans une cargaison de poteries en provenance de Chine, livrée dans le sud-ouest de la France d’où il a essaimé.

Dans le nord-ouest des Etats-Unis, les experts estiment qu’il y a déjà plus de frelons géants que les deux spécimens retrouvés l’an dernier et sont en train de lancer une campagne pour appeler le public à leur signaler tout hyménoptère suspect.

Avec ces signalements et la pose de pièges, „nous espérons avoir une meilleure idée des zones où ils se trouvent et essayer de les éradiquer“, a expliqué Mme Salp. Les entomologistes redoutent que s’il n’est pas éliminé d’ici environ deux ans, le „frelon meurtrier“ puisse se diffuser en Amérique du Nord et s’y établir définitivement.

Il s’attaque surtout aux ruches, dont il décime les abeilles pour nourrir ses larves, mais sa piqûre est particulièrement douloureuse pour les humains. „En général, les gens n’ont pas à s’inquiéter. Dès lors que vous ne marchez pas sur un nid ou que vous ne vous approchez pas d’une ruche dont ils ont pris possession, il y a vraiment peu de chances que vous soyez piqué“, assure Karla Salp.

„Cela dit, si vous êtes piqué, leur venin est plus toxique que celui des abeilles ou des guêpes de chez nous, et ils en ont une plus grosse quantité“, met-elle en garde.

Au Japon, où les insectes sont parfois chassés pour être mangés, environ 30 à 50 personnes meurent chaque année après avoir été piquées par des frelons géants.

– Abeilles décapitées –

C’est surtout pour les colonies d’abeilles, déjà en net déclin dans de nombreuses régions du monde, que les frelons sont une menace à prendre au sérieux.

Lorsque ces frelons découvrent une ruche, ils commencent par massacrer les abeilles en les décapitant une par une avec leurs puissantes mandibules, explique Chris Looney, entomologue auprès du département de l’Agriculture de l’Etat de Washington. Les prédateurs occupent ensuite la ruche pendant une semaine, voire plus, le temps de se repaître des pupes (cocons) et des larves laissées par les abeilles.

Paul van Westendorp, apiculteur établi en Colombie britannique, de l’autre côté de la frontière, affirme que le seul nid de frelons géants jamais découvert en Amérique du Nord se trouvait sur l’île de Vancouver, au Canada, et a été détruit. Un spécimen a aussi été découvert à White Rock, en Colombie britannique, en novembre dernier.

Dans l’Etat de Washington, l’un des deux intrus était encore en vie et s’est envolé tandis que l’autre était mort, a expliqué M. van Westendorp.

jt-jz/ban/leo/am

© Agence France-Presse

Hornissennest in der KiTa St. Margareta in Königswinter

HONIGHÄUSCHEN (BONN) – Ein Hornissennest in einer Kindertagesstätte löst neben dem Ruf nach sofortiger Umsiedlung des Hornissenestes normalerweise – und ich kenne einige Beispiele aus meiner Laufbahn als Imker – Panik und Entsetzen bei den Eltern der Kinder aus. Schließlich gelten Hornissen bei manchen Leuten immer noch als supergefährlich und angriffslustig. Im Fall der Kindertagesstätte St. Margareta war das nicht so. Dort hatte sich ein Hornissennest im Eingangsbereich im Dach der Kindertagesstätte Sankt Margareta niedergelassen und lange Zeit sahen Kinder, Eltern und die Pädagoginnen dem Treiben der an- und abfliegenden Hornissen zu. Zu Stichen oder Attacken war es bisher nicht gekommen.

Das Kita-Team um Sabine Klein hatte sich über Hornissen informiert, die Eltern beruhigt und den Kindern beigracht, dass die Hornissen eigentlich ganz nett sind, wenn man sie nicht ärgert.

Die Umsiedlung des Hornissennestes

Aber mit fortschreitender Jahreszeit wurde das Nest immer größer und der Flugverkehr der Hornissen nahm zu. Die Hornissen flogen in einer Höhe von etwa zwei bis drei Metern über die Köpfe der Kinder Auch wenn bisher nichts passiert war, wurde es den Kindergärtnerinnen der KiTa St. Margareta doch leicht mulmig, denn das Hornissennest hatte seinen Eingang genau neben dem Haupteingang des Kindergartens. Eine gewisse Kollisionsgefahr existierte und bei einem Vor-Ort-Termin wurde in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Rhein-Sieg-Kreises entschieden, eine Umsiedlung des Hornissennestes durchzuführen.

Ein Dachdecker öffnete das Dach, und nachdem die etwa 50 – 60 flug- und verteidigungsfähigen Arbeiterinnen eingefangen worden waren, konnte das Nest geborgen werden. Es wurde in einem mitgebrachten Nistkasten untergebracht und für etwa 24 h am alten Ort belassen. Vor der eigentlichen Umsiedlung konnten die Hornissen sich so an ihren neuen Nistkasten gewöhnen und mit der Reparatur der Schutzhülle beginnen.

Am späten Abend des Folgetages, es war der 23. August 2019, fand dann die endgültige Umsiedlung statt. Der Nistkasten mit dem Hornissennest wurde abgeholt und im Garten des Bundesamtes für magische Wesen aufgestellt. Das Hornissennest hat sich dort noch wunderbar entwickelt, zahlreiche Drohnen und junge Königinnen hervorgebracht und somit seinen Zweck erfüllt.

Bienenschwarm in Lannesdorf und in der Innenstadt Bonn

Im Garten der Familie Dresen in Lannesdorf war ein Bienenschwarm gelandet und hatte sich einen alten Apfelbaum als Aufenthalt ausgesucht. (Foto: Honighäuschen)

HONIGHÄUSCHEN (BONN) – Es ist Frühsommer, gerade blühen Robinien und das Nahrungsangebot für Bienen und andere blütenbesuchende Insekten ist optimal. Das ist für die Bienen auch die Zeit, in der sie sich vermehren. Sie schwärmen, so heißt es, wenn das Bienenvolk sich teilt und zuerst der Teil des Volkes mit der alten Königin auszieht. Weit fliegt der erste Bienenschwarm, vom Imker auch Vorschwarm genannt, nicht, denn die alte Königin ist gewöhnlich „nicht mehr so gut zu Fuß (Flügel). Dieser erste Bienenschwarm ist oft recht groß und kann zwei kg Bienen beinhalten. Etwa eine Woche nach dem Auszug des ersten Bienenschwarmes schlüpfen die jungen Königinnen und dann kann es passieren, dass weitere, kleinere Bienenschwärme entstehen, die, da mit einer jungen und kräftigen Königin ausgestattet, auch weiter fliegen. So wird dafür gesorgt, dass keine Nahrungskonkurrenz entsteht und auch der Genpool wird nicht durch Inzucht beeinträchtigt.

Bienenschwarm bei Familie Dresen

Im Garten der Familie Dresen in Lannesdorf war ein Bienenschwarm gelandet und zog alsbald in einen mitgebrachten Bienenkasten ein. Und die Kinder aus der Nachbarschaft genossen das seltene Schauspiel. (Foto: Honighäuschen)

Bei Familie Dresen in Lannesdorf war so ein großer Bienenschwarm gelandet und hatte sich am Ast eines alten Apfelbaumes gesammelt. Der große Garten gehörte früher zu einer Obstplantage, unschwer an der Bepflanzung zu erkennen. Ehemals wurden dort Kirschen auf Hochstämmen geerntet. Am späten Nachmittag rief mich Herr Dresen an und bat um Hilfe, denn der Bienenschwarm konnte dort natürlich nicht bleiben. Angesichts der Friedfertigkeit der Bienen waren die Sorgen um etwaige Stiche zwar unbegründet, aber es herrschte auch Gewitterstimmung, und ein starker Gewitterschauer hätte das Bienenvolk in arge Bedrängnis gebracht. Also wurde ein leerer Bienenkasten ins Auto gepackt und unsere neue Mitbewohnerin, eine Studentin der Germanistik, erhielt so gleich einen Eindruck dazu, dass sich unsere frühere Imkerei Honighäuschen auch jetzt noch als Bundesamt für magische Wesen um Bienenschwärme, Wespen und Hornissen kümmert.

Im Garten der Familie Dresen in Lannesdorf war ein Bienenschwarm gelandet und zog alsbald in einen mitgebrachten Bienenkasten ein. Und die Nachbarschaft genoss das seltene Schauspiel.

Mit Hilfe von Herrn Dresen, der eine Leiter zur Verfügung stellte, wurde der Ast abgesägt, an dem sich der Bienenschwarm gesammelt hatte. Mittlerweile waren auch die Nachbarn hinzugestoßen. Die Sorge, eventuell gestochen zu werden, wich schnell angesichts der Friedfertigkeit der Bienen. Mit einem kräftigen Ruck wurden die Bienen vom Ast in die Kiste befördert, der Deckel kam auf die Kiste und dann wurde abgewartet, ob die Bienen ihre neue Behausung auch annehmen würden.

Unter den Nachbarn waren auch ein paar Kinder, die es natürlich aufregend fanden, das Treiben der etwa 10 – 15.000 Bienen so nah zu erleben. Nach ein paar ermunternden Worten setzten sich auch zwei kleine Mädchen direkt neben die summenden Bienen, die sehr schnell begannen, sich in der neuen Behausung einzurichten. Spannende Momente für die Mädchen und die Jüngste war zum Schluß kaum von den Bienen wegzubekommen.

Etwa eine Stunde später waren die Bienen komplett in den Kasten eingezogen und wurden abtransportiert. Das Bienenvolk steht bei uns im Garten im Bundesamt für magische Wesen.

Bienenschwarm an der Haltestelle Markt gegenüber der Universität Bonn

Ein Bienenschwarm war gegenüber der Universität Bonn an der Haltestelle Markt gelandet und wurde geborgen. Ein bereit gestellter leerer Bienenkasten dient dem Bienenschwarm als neues Zuhause.

Einen Tag später trudelten weitere Hilferufe ein. So hatte sich ein großer Bienenschwarm an der Bushaltestelle Markt in der Rathausgasse ein Gebüsch auserkoren, um von dort aus auf Quartiersuche zu gehen. Gegen 17 Uhr traf der Hilferuf ein und zunächst wurde das Ordnungsamt Bonn um Hilfe gebeten. Um eventuelle Unfälle zu vermeiden, die entstehen können, wenn sich Fußgänger oder Radfahrer plötzlich inmitten einer Wolke von 20.000 Bienen wiederfinden, sperrten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes das Gebüsch ab.

Als ich eintraf, stellte ich das Auto so ab, dass der leere Bienenkasten auf das Autodach platziert werden konnte. Da sich der Bienenschwarm in einem Gebüsch auf mehrere Äste verteilte, wurden die Äste nacheinander abgeschnitten und vor dem Flugloch des Bienenkastens abgeschüttelt. Natürlich unter den neugierigen Blicken zahlreicher Passanten, die sich im Laufe des Abends erklären ließen, was dort passierte und die Gelegenheit für zahlreiche Selfies nutzten. Bis zum späteren Abend waren die Bienen dann in den Kasten eingezogen und es bleibt noch, ein Dankeschön an eine Anwohnerin auszurichten, die mich mit Getränken versorgte. Für die Bienen, die natürlich auch Durst hatten in der Hitze, hatte ich Wasser dabei, aber natürlich nicht an mich selber gedacht. Gegen 21.30 Uhr war auch dieser Bienenschwarm geborgen.

Über uns und die frühere Imkerei Honighäuschen

Handgefertigte Bienenwachskerzen aus imkerlicher Produktion

An dieser Stelle möchten wir die Gelegenheit nutzen und unseren interessierten Lesern, die uns vom Weihnachtsmarkt Bonn her kennen und dort seit 2017 vermissen, folgendes erklären. Das Marktamt der Stadt Bonn hat unsere Bewerbung für den Weihnachtsmarkt Bonn 2017 mit einer sehr dubiosen Begründung abgelehnt und zwar mit Bezug auf Fantasyfiguren (gemeint war eine Flaschenhalterfigur in Gestalt eines Drachen), die unser Angebot beeinträchtigen würde. 2018 erhielten wir per Copy und Paste die gleiche Ablehnung, obwohl die Figur gar nicht mehr Bestandteil der Bewerbung war.

Wir haben deshalb Klage beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht und werden diese Vorgänge klären lassen, denn so geht es nicht. An dieser Stelle möchten wir auch ausdrücklich betonen, dass unser Anwalt bis kurz vor Ablauf der Frist das Gespräch mit Stadtdirektor Fuchs sowie Marktamtsleiter Borchert gesucht hat. Wir sind nämlich nicht daran interessiert, unserer Heimatstadt Schaden zuzufügen. Und wir werden alles nutzen, was uns an Möglichkeiten zur Verfügung steht, dieses Verhalten des Marktamtes und seiner beiden Mitarbeiter weiter publik zu machen.

Bis zum Herbst wird unser komplettes Angebot an Bienenwachskerzen, Honigmet, Bioland-Honig, Literatur aus den Sparten Fantasy und zu blütenbesuchenden Insekten, schwule Belletristik und zu Ludwig van Beethoven auf unseren verschiedenen Portalen, u.a. im Bundesamt für magische Wesen und bei Gay Book Fair ausführlich dargestellt, überall reagierend auf das in unseren Augen unseriöse und geschäftsschädigende Verhalten zweier Mitarbeiter des Bonner Marktamtes.

Wir haben für 2019 erneut, wie auch schon in 2018, eine notariell beglaubigte Bewerbung gleichen Inhaltes bei Herrn Müller im Marktamt der Stadt Bonn abgegeben, und ihm gegenüber ausdrücklich erklärt, dass sich unsere Verärgerung nicht gegen ihn richtet und er wie auch andere städtische Mitarbeiter bei uns im Bundesamt für magische Wesen jederzeit willkommen sind. Und das ist keine Floskel, das meinen wir wirklich so. Aber diese Vorgänge werden wir klären lassen, denn wir haben berechtigten Grund zu der Annahme, dass bei der Ablehnung unserer Bewerbung unter der neuen Leitung des Marktamtes die Tatsache, dass wir, Frank Lotz und Klaus Maresch, nun einmal ein schwules Ehepaar sind, eine nicht unmaßgebliche Rolle spielte.

Die eigene Imkerei wurde 2016 nach einer Serie schwerer Einbrüche und Einbruchsversuche mit Hakenkreuzschmiereien geschlossen, was wir darauf zurückführen, dass wir 2015 zwei junge Flüchtlinge aus dem Irak aufnahmen und dies auch öffentlich machten. In Folge erhielten wir rund 1600 Haßemails aus rechten Kreisen nebst Bedrohungen. An dieser Stelle sei bemerkt, dass „unsere“ Jungs ihren Weg machen und sich ihre Zukunft hier in Deutschland aufbauen.

Auch wenn es unsere Imkerei nicht mehr gibt, steht das Honighäuschen den Bonnern nach wie vor zur Verfügung, wenn es in Bonn Probleme mit einem ausgebüxten Bienenschwarm, einem Wespennest oder Hornissennest oder Fragen zu Bienen und anderen blütenbesuchenden Insekten gibt. Und genauso werden wir uns dem AfDreckspack entgegenstellen.

 

Totalschaden dank „unheiliger Allianz“ zugunsten der Agrarindustrie

Zitronenfalter auf Bartnelken (Foto: Honighäuschen)

HONIGHÄUSCHEN (BONN) – Bei der Abstimmung zur Reform der Europäischen Agrarpolitik (GAP) haben sich im Agrarausschuss des Europaparlaments (EP) die ewig Gestrigen mit einer rückwärtsgewandten Haltung der reinen Besitzstandswahrung durchgesetzt. Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament und Mitglied im Umwelt- und Gesundheitsausschuss, kommentiert empört:

„Wir Grüne im EP lehnen nicht nur diese rückständige und völlig ignorante Positionierung ab, sondern sind auch schockiert darüber, dass sich im Agrarausschuss kein Widerstand dagegen regt!

Wir Grüne haben uns bemüht, zusammen mit den Linken im Parlament, alternative Kompromisse vorzulegen, doch die Konservativen waren in einer unheiligen Allianz mit den Liberalen entgegen dem üblichen Verhalten im Parlament, nicht zu Kompromissen bereit. Die S&D zündete, wie so oft, ein paar Fortschrittsnebelkerzen und machte dann ebenfalls gute Miene zu diesem hässlichen Spiel. In Deutschland die Umweltfahne hissen und auf EU-Ebene bis unter die Grasnarbe einsinken – zukunftsfähige Politik sieht anders aus!

 

Grüne fordern Kappung im oberen Hektar-Bereich

Wo findet der Schwalbenschwanz noch Nahrung und Futterpflanzen für die Eiablage? (Foto: Honighäuschen

Wir Grüne haben eine Kappung im oberen Hektar-Bereich gefordert sowie die verbindliche Einhaltung von Umweltleistungen für den Erhalt der Direktzahlungen, statt weiterhin sehr hohe Zahlungen für bloßen Hektarbesitz plus rein freiwillige ökologische Zusatzleistungen, wie es nun im Ergebnis steht. Der abgestimmte Vorschlag sieht darüber hinaus vor, dass Mitgliedstaaten entscheiden können, dass Agrarumweltmaßnahmen überhaupt nur in „wenigen benachteiligten Regionen“ angewandt werden sollen. Intensive Landwirtschaft muss dagegen gar keine verbindlichen Umweltleistungen vorweisen. Das ist völlig inakzeptabel. Die verbindlichen gesetzlichen Mindestvoraussetzungen zum Erhalt der Direktzahlungen (sogenannte erweiterte Konditionalität), die sich auch auf den Klimaschutz auswirken, wie beispielsweise die Erhaltung von Dauergrünland oder der Einsatz von Pestiziden auf ökologischen Vorrangflächen, sollen deutlich abgeschwächt werden. Hier wurde sogar der Vorschlag der Kommission noch deutlich verwässert.

Diese Betonkopf-Allianz im EU-Agrarausschuss ignoriert völlig die eindeutige Willensbekundung der Europäischen Zivilgesellschaft vom Juli 2017, die die GAP auf mehr Umwelt-, Tier- und Klimaschutz sowie den dringend notwendigen Schutz der Biodiversität ausgerichtet sehen will. Sämtliche Analysen von wissenschaftlicher Seite und seitens des Europäischen Rechnungshofes, die belegen, dass eine Agrarpolitik der reinen Geldverteilung nicht mehr angemessen ist, wurden in den Wind geschlagen. Stattdessen wird den Mitgliedstaaten freie Hand fürs Umwelt-Dumping gewährt und das Prinzip der „gemeinsamen Agrarpolitik“ für ein fragwürdiges Renationalisierungsmodell aufs Spiel gesetzt.

Diese Haltung wird nicht nur die Akzeptanz für Agrarzahlungen massiv verringern, es ist auch verantwortungslos gegenüber der ganzen landwirtschaftlichen Branche in der EU, die sehenden Auges vor die Wand gefahren wird, da sie weiterhin dringende Klima- und Umweltanpassungen verschleppen darf. Bauern, die mehr für die Umwelt und die Gesellschaft tun wollen, werden sogar benachteiligt gegenüber den Betrieben, die mit dem Segen des jeweiligen Mitgliedstaates, aber auf Kosten aller vermeintlich günstiger wirtschaften dürfen.“

Weitere Informationen:

Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament – Martin Häusling

Büro Brüssel Tel. +32-2-284-5820, Email: martin.haeusling@europarl.europa.eu

Büro Berlin Tel. +49-(0)30-227-70020, Email: berlin@martin-haeusling.eu

Verbraucherschützer warnen – Firmen betreiben Abzocke mit Entfernen von Wespennestern

Ein Wespennest der Sächsischen Wespe in einer Gardine (Foto: Honighäuschen)

Ein Wespennest im eigenen Haus. Für viele eine Horrorvorstellung, die sie schnell beheben wollen. Verbraucherschützer warnen jedoch vor Haustür-Abzocke durch unseriöse Schädlingsbekämpfer.

Kaum sitzt man in diesem Sommer draußen bei Kaffee und Kuchen oder Grillgut, sind die Wespen gleich scharenweise zur Stelle. Werden die Lebensmittel weggeräumt, verschwinden auch die Insekten – zumindest meistens. Sollte das nicht der Fall sein, ist der Verdacht groß, dass sich Wespen in der Nähe ein Nest gebaut haben.

Verbraucherschützer warnen vor Wucherpreisen

Für Betroffene heißt es dann, schnell handeln und das Insektenhaus beseitigen. Es lohnt sich aber, bei der Wahl des Dienstleisters genauer hinzusehen. Die Verbraucherzentrale NRW warnt aktuell vor „laienhaft arbeitenden Notdiensten“, die versuchen, Kunden an der Haustür abzuzocken. Liegt der Preis für das Umsiedeln oder Abtöten von Wespen meist zwischen 80 und 150 Euro, verlangen Betrüger oft mehrere hundert Euro. Folgende Punkte sollten Sie deshalb beachten, um nicht Opfer einer Haustür-Abzocke zu werden:

  • Nur Anbieter mit Festnetznummer aus Ihrer Region, keine Anbieter mit 0800-Nummer oder ausschließlich Handynummer
  • Impressum auf Internetseiten zeigt den tatsächlichen Sitz der Firma
  • Notrufnummern in Ruhe im Vorfeld recherchieren
  • Niemals sofort zahlen; es gibt ein Recht, die Rechnung zu überprüfen
  • Profis stören oder töten Wildtiere nicht unbegründet und arbeitet mit Naturschutzbehörden zusammen

Michael Falkner, langjähriger Schädlingsbekämpfer aus Bonn, rät außerdem, immer im Vorfeld nach dem Preis für die Entfernung zu fragen. „Viele Betroffene wollen nur schnell die Nest loswerden und spielen damit den Abzockern in die Hände“, so Falkner. Ein professioneller Schädlingsbekämpfer sei auch immer an einer umfangreichen Beratung zu erkennen. Anbieter, die ohne Erklärungen an die Arbeit gingen ohne zu überprüfen, ob es sich eventuell um eine geschützte Insektenart handelt, seien oft Abzocker.

Seit Jahren haben Verbraucherschützer unseriöse Anbieter und deren Praktiken im Visier. Besonders die hohe Nachfrage in diesem Sommer begünstige die Arbeit solcher Firmen. Falkner warnt davor, beim Anblick eines Wespen- oder Hornissennests in Panik zu verfallen und den erstbesten Dienstleister zu beauftragen. Wenn ein Anbieter schon am Telefon darauf dränge, schnell vorbeizukommen, ohne Nachfragen zu den Insekten und dem Ort des Nestes zu stellen, sei das ein guter Hinweis auf eine Abzockerbande. „Wer aber ganz sicher gehen will, kann auch immer nach einem Sachkundenachweis fragen, der Auskunft über die Qualifikation des Schädlingsbekämpfers gibt“, so Falkner. Allerdings sei die Nachfrage zurzeit hoch: „Aktuell muss ich Kunden schon drei Wochen vertrösten, bevor wir einen Auftrag annehmen können“, so Falkner.

Ohne Not Wespennester entfernen ist verboten

Denn es gilt: Ein Wespennest darf niemals eigenhändig entfernt werden. Klaus Maresch ist ehemaliger Bienenzüchter der Bioland Imkerei „Honighäuschen“ in Bonn und hat rund 40 Jahre Erfahrung mit Bienen, Wespen und Hornissen. „Wespen fühlen sich schnell bedrängt, wenn man dem Nest zu nahe kommt und verteidigen sich. Außerdem sind einige Arten geschützt. Eine Entfernung des Nestes ohne unmittelbare Gefahr ist deshalb verboten.“ Eine Gefahrensituation liegt in der Regel nur dann vor, wenn Allergiker oder Kindergärten betroffen sind. Ein eigenmächtiger Verstoß kann im Fall einiger besonderer Arten bis zu 50.000 Euro kosten.

Der Experte rät deshalb dazu, einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu beauftragen, der sich das Nest anschaut. Dieser könne auch eine Einschätzung abgeben, ob eine Gefahr besteht oder nicht, denn nicht alle Wespenarten seien aggressiv, so Maresch. „Wespe ist nicht gleich Wespe. Viele Arten sind völlig friedlich. Die bekommen sie quasi gar nicht zu Gesicht. Besonders dann, wenn das Nest außer Reichweite vier bis fünf Meter über dem Balkon hängt.“ In diesen Fällen rät er dazu das Nest an Ort und Stelle zu lassen und gegebenenfalls lieber Vorsichtsmaßnahmen wie Fliegengitter zu installieren.

Mehr Wespen durch milden Frühling

Doch wie kommt es überhaupt, dass in diesem Jahr so viel mehr Wespen unterwegs sind, oder täuscht das Gefühl? Anders als oft vermutet habe es nichts mit einem zu milden Winter tun, erklärt Imker Klaus Maresch. „Durch den milden und vor allem trockenen Frühling hatten die Wespen ausgezeichnete Bedingungen und fanden ausreichend Futter um sich rasch zu vermehren.“ Während sonst viele Königinnen heftige Regenfälle oder Frost nicht überlebten, hätten sich 2018 weit mehr ein eigenes Nest gebaut und sich dort vermehrt. Auch der oft Anfang Juni einsetzende Kälteeinbruch – die sogenannte Schafskälte – blieb aus. Dabei sei die Situation in Deutschland nicht überall gleich.

Und das Problem wird auch noch einige Zeit bleiben. „Wespen sterben nur durch Frost oder heftigen Regen. Wenn ich mir da so die Wetteraussichten für die kommenden Tage und Wochen ansehe, werde ich noch einige Anrufe wegen Wespen bekommen“, scherzt Maresch. Je nach Witterung rechnet er erst im Oktober oder November mit einem spürbaren Rückgang der Wespenpopulation.

Quelle: Verbraucherschützer warnen – Firmen betreiben Abzocke mit Entfernen von Wespennestern

Hilfe, eine riesige Hornisse baut bei mir

Eine Hornissenkönigin am Eingang eines Nistkastens für Hornissen im Bundesamt für magische Wesen in Bonn

HONIGHÄUSCHEN (BONN) – Es ist Mai und der Frühling verlief aus Sicht einer aus der Überwinterung erwachenden „riesigen“ Hornisse, d.h. Hornissenkönigin, recht gut. Das Nahrungsangebot ist gut, es gibt keine größeren Temperaturstürze oder wirklich schweren Unwetter. Somit sind viele junge Königinnen der verschiedenen Wespenarten unterwegs, darunter eben auch Hornissen.

In diesen Tagen bekomme ich einiges an hilfesuchenden Anrufen und auch wenn es unsere Imkerei nicht mehr gibt, so sind die Erfahrungen aus mehr als 30 Jahren Umgang mit Bienen, Wespen und Hornissen natürlich weiterhin da und werden an hilfesuchende Haus- und Gartenbesitzer weitergegeben.

Gestern gab es einen Anruf, dessen Gesprächsverlauf gut geeignet ist, um ein paar Ratschläge zu geben. Folgende Situation wurde geschildet. Ein selbstgebauter Nistkasten mit einem recht großen Einflugloch für Vögel stand auf dem Kaninchenstall der Kinder. Etwa in Kopfhöhe der Hausbewohner und man hatte eine riesige Hornisse beobachtet, die im Kasten begonnen hatte, ein kleines Nest zu errichten. Die Anruferin wollte wissen, was zu tun sei. Sie war nicht wirklich aufgeregt oder panisch – auch das erlebe ich bei solchen Anrufen – sondern wollte sich nur über Hornissen informieren.

Wie geht man mit Hornissen um?

Zunächst einmal etwas zur Beruhigung. In dieser frühen Phase stellt kein Hornissennest eine Gefahr dar. Die Hornissenkönigin greift nicht an, das habe ich in meiner gesamten Zeit, in der ich als Imker tätig war, und auch Umsiedlungen von Hornissennestern vornahm, niemals erlebt. Sie baut am Dach des Nistkastens einen kleinen Stiel, an dessen Ende ein paar Zellen errichtet werden und in diese Zellen legt die Hornissenkönigin ein paar Eier. Alsbald beginnt sie, eine Schutzhülle zu errichten, die von oben nach unten wächst und in etwa Form und Größe eines Tennisballs erreicht. Dazu schafft sie zerkautes Holz heran, welches sie zu dieser Hülle verarbeitet.

Sobald die Eier schlüpfen, geht sie auf die Jagd und erbeutet Insekten, deren Fleisch sie an ihre hungrige Brut verfüttert. Hausbau, Brutpflege und Jagd sind anstrengend – wir haben es hier mit einer alleinerziehenden Mutter in Gestalt einer Hornissenkönigin zu tun. Zwischendurch nimmt sie einen Imbiß, und zwar in Form süßer Pflanzensäfte.

Die ersten Hornissen schlüpfen

Geschlüpfte Hornissen auf einer Wabe, aufgenommen bei einer Umsiedlung. Der Panzer frisch geschlüpfter Hornissen ist noch leicht grünlich. (Foto: Honighäuschen)

Wenn die ersten Hornissenarbeiterinnen schlüpfen, geht die Gründerin der Kolonie nicht mehr auf die Jagd, sondern überläßt Brutpflege und Nestbau den nachwachsenden Arbeiterinnen. Sollte es sich, wie im Fall der Anruferin, beim Nistplatz um einen häufig benutzen Platz handeln, z.B. eine Gartenterrasse, ein Kinderspielplatz oder eine sonstige Fläche, auf der er es zu Erschütterungen kommt, beispielsweise durch Fußball spielende Kinder, durch Jogger oder durch Reiningungsarbeiten am Kaninchenstall wie auch durch Erschütterungen durch eine zufallende Tür eines Gartenhäuschens, so sind das gute Gründe, die für eine Umsiedlung des Hornissennestes sprechen.

Hornissen gewöhnen sich durchaus daran, dass sie einen Garten nicht allein benutzen und greifen von sich aus auch nicht an. Aber Erschütterungen des Nestes mögen sie nicht und das ist aus Sicht aller Eltern verständlich. Ein Fußball, der in ein Hornissennest donnert, ist vergleichbar mit der Abrißbirne eines Baggers, die in die Hauswand eines Kinderzimmers bricht. Da wehrt sich jeder.

Zeitpunkt der Umsiedlung eines Hornissennestes

Hornissen bei der Paarung. (Foto: Honighäuschen)

Mit dem Schlüpfen der ersten und zweiten Generation Arbeiterinnen, was etwa im Juni der Fall ist, hat das Hornissennest eine stabile Größe erreicht und kann nach Erteilung einer Umsiedlungsgenehmigung durch die zuständige Untere Landschaftsbehörde umgesiedelt werden. Vorsicht – das darf nur durch erfahrene Fachleute erfolgen. Es ist nicht damit getan, das Hornissennest einfach in den nächsten Wald zu bringen. Das Nest wird von allen bisherigen Nahrungsquellen abgeschnitten und kann binnen weniger Stunden verhungern, denn anders als Bienen haben Hornissen keine Vorräte im Nest. Das Hornissennest muß also in der Anfangszeit gefüttert und gepflegt werden, damit es weiterleben kann. Solange bis es neue Nahrungsquellen erschlossen hat.

Grundsätzliches

  • Hornissenstiche sind nicht besonders gefährlich. Sie tun weh, das ist alles. Vergessen Sie „Drei Stiche einer Hornisse töten einen Menschen, sieben ein Pferd und zehn einen Ochsen.“ Mein Maximum liegt bei 15 Stichen und ich bin kein Ochse. Ehrlich!
  • Hornissen sind gute Jäger. Sie jagen im Sommer ausschließlich Insekten. Sie wollen es frisch, also lebend erbeutet.
  • Hornissen werden beim Grillen im Garten niemals das Grillfleisch annagen. Wespen nehmen auch totes Fleisch, Hornissen nicht.
  • Eine erwachsene Hornisse mag süße Säfte, z.B. aus Baumwunden oder angenagten Ästen austretenden zuckerhaltigen Pflanzensaft. Gern auch süßes bzw. leicht gäriges Obst. Das ist wie eine Ladys Night im Kino mit Prosecco – die Mädels werden leicht übermütig und machen Party.
  • Ein großes Hornissennest reagiert im Umfeld des Nestes mit erhöhter Aufmerksamkeit, d.h. die Wächterinnen schauen sich Besucher schon einmal näher an. Das heißt nicht, dass sie direkt stechen. Nicht danach schlagen, sie kommen mit Verstärkung wieder und die hat stichhaltige Argumente.
  • Im Einflugbereich des Nestes langsame Bewegungen ausführen. Heftige Bewegungen, durch Laufen oder Trampeln verursachte Erschütterungen versetzen ein großes Nest in Alarmbereitschaft.
  • Rasenmähen im Nahbereich eines Hornissennestes, womöglich mit einem Benzinmäher, dessen Abgase direkt auf das Einflugloch der Kolonie gehen – damit können sie austesten, wer schneller laufen bzw. fliegen kann. Keine gute Idee!
  • Hornissen sind dämmerungsaktiv, d.h. sie fliegen noch bei schwachem Tageslicht, und auch in sehr hellen Nächten. Durch das abstrahlende Licht von Hauslaternen können sie in ihrer Orientierung beeinträchtigt werden und landen dann in den Wohnräumen. Tipp: Licht ausschalten, Fenster weit auf, dann fliegt die Hornisse von allein wieder weg.
  • Hornissen stehen streng unter Artenschutz. Laien haben die Finger von Hornissen zu lassen. Isso! Und wenn es zehn Mal Ihr Haus und Ihr Garten ist.

Haben Sie Fragen oder brauchen Hilfe?

Telefonisch können Sie mich im Büro erreichen 0228 97638460. „Hausbesuche“ kann ich nicht jedes Mal machen, aber gewöhnlich läßt sich während eines Gespräches eine Lösung finden, wenn man als Hausbesitzer plötzlich „glücklicher“ Nachbar eines Hornissennestes wird. Läßt sich keine „einvernehmliche“ Lösung finden, siedle ich auch ein Hornissennest um. Weitere Bilder über Hornissen finden Sie in unseren Bildergalerien.

Wildbienen, Bienenhotels und Kindergärten – Gehören Wildbienen zu Deutschland?

Eine Wildbienen-Paarung, hier die Frühjahrsseidenbiene. (Foto: Honighäuschen)

HONIGHÄUSCHEN (BONN) – Schönes Wetter, die Sonne scheint und es herrschen frühsommerhafte Temperaturen. Da weiß ich aus meiner langjährigen Tätigkeit als Imker, dass die Zeit beginnt, wo ich mir – bildlich gesprochen – das Telefon an die Backe kleben kann. Wildbienen in der Kita, Wildbienen in Fensterrahmen, dicke Hummelköniginnen, die suchend über den Gartenboden fliegen oder große Holzbienen, die elegant durch die Luft fliegen. Sandbienen, die in der Sandkiste mit den Kindern um die Wette buddeln.

Wildbienen gehören zu Deutschland. Wirklich!

Egal was Sie glauben (wollen), Wildbienen gehören zu Deutschland und dürfen folglich auch in Ihrem Garten, an Ihrem Haus oder auch mal auf der Fensterbank auftauchen. Sie haben mehreres gemeinsam, diese verschiedenen Wildbienen-Arten:

  • Sie sind harmlos und auf ihrem Speisezettel stehen keine Kinder. Ehrlich!
  • Der Stachel einer Mauerbiene ist so schwach, dass er die menschliche Haut kaum durchdringen kann, es sei denn, man setzt sich mit dem nackten Po eines acht Monate alten Säuglings und wer macht das schon?
  • Wildbienen zerlegen auch nicht Ihr Haus oder zerstören Ihre hoch und heilig geliebten Balkonpflanzen. Gut, es gibt Blattschneiderbienen, die schneiden kreisrunde Löcher u.a. aus Rosenblättern, aber daran geht keine Rose zugrunde.
  • Alle Wildbienen-Arten sind strengestens geschützt.
  • Wildbienen spielen keine geringe Rolle bei der Bestäubung. Da gibt es tolle und hochinteressante Beziehungen, manche Wildbienenarten haben sich sehr spezialisiert und sind von Pflanzenarten abhängig. Das heißt, sie sammeln Nektar, Pollen oder Pflanzenöl an bestimmten Pflanzen und existieren nur dort, wo diese Pflanzen vorkommen. Umgekehrt übrigens auch, die Vanille-Orchidee ist so ein Beispiel, die von einer ganz bestimmten Wildbienenart bestäubt wird. Vanille-Orchideen kann man in einigen tropischen Gebieten anbauen, aber die dazugehörige Wildbiene existiert nicht überall. Folglich muß die Orchidee von Hand bestäubt werden, was zu dem hohen Preis beiträgt.
Die Holzbiene Xylocopa violacea erinnert an eine Hummel und ist die größte der einheimischen Wildbienen-Arten

Wenn ich den Beitrag mit „Gehören Wildbienen zu Deutschland?“ eröffnete, so dies deshalb, weil mich immer wieder Anrufe von besorgten Supermuttis erreichen, die mir die Frage stellen, ob man nicht „was spritzen“ könne, damit der kleine Kevin wieder ohne Bienen auf dem Rasen spielen kann. Supermutti setzt ihr Kind lieber den gefährlichen Pestiziden aus, als den harmlosen Wildbienen. Und mit dieser Frage werden auch bedauernswerte Kindergärtnerinnen bestürmt, wenn die Supermuttis eine Wildbiene im Tiefflug durch die Kita flitzen sehen.

Natur ja – aber bitte woanders …

Eine Blattschneiderbiene beim Sammeln in einer Staudenwicke

Das erste halbe Dutzend Anrufe hat es dieses Jahr schon gegeben. Es werden noch mehr werden. Und es wird auch nächstes Jahr wieder so sein, genau wie in den vergangenen dreißig Jahren, in denen ich als Imker tätig war. Und wieder werde ich versuchen, mit Engelsgeduld und Humor den Anrufern beizubringen, dass Wildbienen zu Deutschland gehören, somit auch in die Umgebung des Anrufers und dass er/sie sich die Einstellung „Natur ja – aber bitte woanders“ dahin schieben soll, wo die Sonne nicht scheint.

Natürlich weiß ich auch, dass es auch intelligente Eltern gibt, die ihren Kindern zum Beispiel mit dem Aufhängen einer Nisthilfe für Wildbienen am Kinderzimmerfenster einen ersten spannenden Einblick in die fantastische Welt der blütenbesuchenden Insekten bietet. Und so vielleicht etwas dazu beitragen, dass aus den Kiddies später Imker, junge Wissenschaftler und umweltbewußte Mitbürger werden. Und keine hysterischen Supermuttis

Tag der Offenen Gartenpforte im BAfmW

Auch dieses Jahr nehmen wir wieder am Tag der Offenen Gartenpforte teil und öffnen unseren Rosenhof mit Wildbienennisthilfen, Orchideen und Bienen im Norden von Bonn. Im Sommerhalbjahr ist bei uns jedes Wochenende geöffnet.

Besuchen Sie uns im

Bundesamt für magische Wesen.

Estermannstraße 139

53117 Bonn, NRW

Deutschland

Telefon: 0228 97638460
E-Mail: info@bafmw.org

Ein Hornissennest in einem Rollladenkasten

Es gibt bessere Nistplätze für Hornissen als Rollokästen und wir halten immer Nistkästen für den Fall einer Umsiedlung parat. (Foto: Klaus Maresch)

HONIGHÄUSCHEN (BONN) – Bevor ich auf das Thema Rollladenkasten mit Hornissen eingehe, hier etwas Grundsätzliches. Hornissen sind – Sie werden es schon gemerkt haben – Insekten, für die ich eine gewisse Sympathie habe. Sie leiden einfach unter einem falschen Ruf, was daher rührt, dass man Hornissennester durchaus auch als Waffen eingesetzt hat. Ein Tonkrug mit einem Hornissennest mit einem Katapult über die Mauer gefeuert, der Krug zerplatz, die wütenden Hornissen fallen über die Umgebung her und das erste sich am Boden wälzende Opfer, dass eine allergische Reaktion hat, löst Panik aus. Das hat noch im dreißigjährigen Krieg funktioniert.
Im dritten Reich stufte man Hornissen als Forstschädlinge ein, weil sie gern süsse Pflanzensäfte trinken und dafür auch schon mal die Rinde junger Triebe annagen. Allerdings bringt das keinen Baum ums Leben.
Tatsächlich haben Hornissen eine wichtige Funktion – auch für Sie als Gartenbesitzer. Hornissen ernähren ihre Brut mit Fleisch. Aber keine Sorge, Sie können im Sommer problemlos weiter draußen grillen. Grillfleisch interessiert Hornissen überhaupt nicht, diese großen Wespen wollen es frisch und jagen deshalb kleinere Wespen, Fliegen, Schnaken und holen sogar Spinnen aus ihren Netzen. Am Tag kommt da gut und gern ein halbes Pfund Fleisch in Form von Insekten zusammen.

Nun zum Thema Hornissennest im Rollladenkasten

Blick auf Hornissenlarven in einer offenen Wabe. (Foto: Klaus Maresch)

Ein Hornissennest im Rollladenkasten ist unter Umständen ein Problem und zwar in mehrfacher Hinsicht. Hornissen sind leider wenig vorbildlich, was ihr hygienisches Verhalten betrifft. Hornissen lassen ihren Kot und Urin aus dem Hornissennest fallen. Der Mist sammelt sich unter dem Nest und bei einem Hornissennest in einem Rollladenkasten kann da einiges zusammenkommen. Den Mist, der sich unter einem Hornissennest im Rollladenkasten ansammelt, finden diverse Käfer und deren Larven ganz interessant und leben darin, was es nicht appetitlicher macht. Und natürlich entsteht eine ziemliche Geruchsbelästigung, da auch Futterreste und abgestorbene Hornissenlarven dazukommen. Es entsteht eine breiige Masse.
Beobachtungskasten um ein Hornissennest in einem Rollladenkasten. Das Nest wurde vor Ort belassen und die Bewohner konnten den Hornissen zusehen.
Um Ihrem Kopfkino noch etwas Futter zu geben, überlegen Sie einmal, wie groß der Rollladenkasten ist, wieviel Platz er den Hornissen bietet und vor allem, aus welchem Material die Abdeckung ist. Sperrholz? Rigips? Prima – für die starken Kiefer der Hornissen gar kein Problem.
Meistens ist es eine dünne Platte aus Rigips, Sperrholz oder Preßspan. Diese Abdeckung saugt sich voll, es fängt an, übel zu riechen und eventuell bricht das Nest durch die Abdeckung. Wenn die Hornissen nämlich merken, dass sich ihnen da Ausbaumöglichkeiten bieten, sorgen sie für den Ausbau und das Hornissennest im Rollladenkasten mutiert zum Hornissennest im und außerhalb des Rollladenkastens.

Wer hilft Ihnen, wenn Sie „glücklicher“ Hausbesitzer eines Hauses mit einem Rolladenkasten sind, in dem sich Hornissen niedergelassen habe?

Am Kopf kann man gut die Facettenaugen und Ocellen der Hornisse erkennen. (Foto: Honighäuschen)

Spätestens jetzt wird es Zeit, an eine einvernehmliche Lösung zu beiderseitigem Vorteil zu denken. Ist es ein Zimmer, dass Sie nicht unbedingt brauchen, kann man darüber nachdenken, einen zusätzlichen Kasten um das durchbrechende Nest zu bauen. Renovieren müssen Sie so oder so.
Oder man siedelt das Hornissennest aus dem Rollladenkasten in einen geeigneten Nistkasten um, denn Hornissen stehen unter Artenschutz und dürfen nur in Ausnahmefällen getötet oder umgesiedelt werden. Und zwar nur dann, wenn die für den Artenschutz zuständige -> Untere Landschaftsbehörde der Bundesstadt Bonn oder des-> Rhein-Sieg-Kreises ihre Zustimmung erteilt.
Sie erreichen mich unter der Telefonnummer 0151 62504962 oder im Büro des Bundeslurch Verlages unter 0228 96757883.
Abtötungen von Hornissennestern nehme ich grundsätzlich nicht vor, die Umsiedlung eines Hornissennestes hingegen schon. Weitere Bilder über Hornissen finden Sie in unserem Fotoprojekt Bundesbienen

Mehr als 35 Jahre Imkerei sind vorbei und es ergaben sich schöne Geschichten, mal mehr, mal weniger.

HONIGHÄUSCHEN (BONN) – Von 1978 bis 2016 hatte ich mehr oder weniger intensiv mit Bienen zu tun. Zuerst als 12-jähriger Junge, der dem Hamburger Rentner Heinrich Graubner – er möge in Frieden ruhen – auf den Wecker ging, bis er mir alles erklärte, was mit Bienen zu tun hatte. Heinrich Graubner weckte in mir die Liebe zu den Bienen, die bis heute anhält. Bienen sind toll, spannend und bieten jedes Jahr aufs Neue Überrraschungen. Meine Meinung dazu wird sich nicht ändern. Ohne Bienen und Imkerei geht es nicht.

Ab 1982 hatte ich dann im elterlichen Garten eigene Bienenvölker während der Schulzeit. Und später als Bioland-Imker, der in die Berufsimkerei mit einer größeren Völkerzahl hineinkam. In Bonn auf einem ehemaligen Militärgelände von 2000 bis 2016/17, wo es dann zu Ende ging, nachdem eine Serie von Einbrüchen mit Hakenkreuzschmierereien mir die Lust und die Energie nahm, weiter als Imker tätig zu sein. Das jedoch ist eine andere Geschichte.

Geschichten von Bienen und Blumen

Imker Klaus Maresch auf dem Dach der Bundeslunsthalle (Foto: Magunia)

Schon seit 2011 bin ich als Fantasy-Autor tätig, schreibe Fantasyromane für das Bundesamt für magische Wesen und dachte mir, dass meine Erfahrung im Umgang mit „acuelaten Hymenopteren“ – toller Begriff, nicht wahr? – gemeint sind Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen und natürlich im Umgang mit Ämtern, Behörden und den lieben Nachbarn sowie Kunden doch auch die eine oder andere Geschichte in Bildern ergeben haben.

Nun bin ich kein begnadeter Fotograf und habe auch nicht vor, das zu werden. Aber Bilder erzählen eben auch aus sich heraus eine Geschichte. Über manche kann man lachen, manche hinterläßt vielleicht ein Staunen und manche ein Kopfschütteln.

Niemand rettet den Tiger, in dem sich jeder einen Tiger in den Vorgarten stellt

Es ist dies hier kein Projekt, wie man Imker wird, Bienen hält und somit nicht der zigste Ratgeber „Wie rette ich die Welt und stelle mir eine Bienenkiste auf den Balkon?“ Es gibt viel zu viele kleine Hobbyimker, die in den Bienenvölkern herummatschen und sich für die Retter der Welt halten. Jeder Depp stellt sich ein Bienenvolk in den Garten, ist dann Imker – anstatt beim Imker um die Ecke einen fairen Preis für dessen Produkt zu bezahlen und dem Imker so auch zu ermöglichen, einen gut strukturierten Betrieb mit gesunden Bienen zu führen.

Die Probleme der Bienen und das sog. Bienensterben sind nur ein Symptom, das etwas grundsätzlich falsch läuft. Der Lebensraum der Bienen wird auf die Stadt beschränkt, denn außerhalb ist entweder vergiftete Agrarwüste mit Monokulturen. Oder ein Naturschutzgebiet oder gar Nationalpark, wo keine Bienen gehalten werden dürfen.

Es sind kleine Geschichten rund um meine Jahre mit Bienen, manchmal auch mit Besonderheiten wie Forschungsprojekte in Nepal oder Erkundungen in Ghana. Nicht mehr und nicht weniger. Auch heute noch werde ich gerufen, wenn irgendwo Probleme mit Bienen, Wespen, Hummeln oder Hornissen auftauchen. Gartenbesitzer wollen wissen, welche Blumen man pflanzen könnte, um blütenbesuchenden Insekten etwas Gutes zu tun; im Kindergarten tauchen Hornissen auf und am Gartenteich sitzen an heißen Tagen Feldwespen und bunkern Wasser, um ihre Nester zu kühlen.

Weitere Bilder finden Sie in unseren Bildergalerien

 

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