Gartenschläfer von Wildtierstiftung zum Tier des Jahres 2023 ernannt

Der Gartenschläfer ist von der Deutschen Wildtierstiftung zum Tier des Jahres 2023 ernannt worden. Mit dem Titel solle auf diese faszinierende und bedrohte Art aufmerksam gemacht werden, um so zu ihrem Schutz beizutragen, teilte die Stiftung am Dienstag in Hamburg mit.

Der Gartenschläfer gehört zu den Bilchen

Der Gartenschläfer ist demnach ein eher unbekanntes Familienmitglied der Bilche, zu denen auch der Siebenschläfer, die Haselmaus und der sehr seltene Baumschläfer gehören. Eine schwarze Augenmaske, ein langer Schwanz und große Ohren seien die charakteristischsten Merkmale des faustgroßen Wildtiers. Inzwischen stehe der früher in vielen Landesteilen verbreitete Gartenschläfer als „stark gefährdet“ auf der sogenannten roten Liste Deutschlands.

Der nur in der Dunkelheit aktive Gartenschläfer lebe gern in Parks und Gärten – in Südwestdeutschland sind sie seine Hauptverbreitungsgebiete. Dort verkrieche er sich in Hecken, Mauerspalten, Schuppen oder Nistkästen. Sein Winterschlaf dauert der Stiftung zufolge rund sechs Monate, und seine Körpertemperatur sinkt dann bis auf minus ein Grad Celsius, was rekordverdächtig ist.

ran/cfm

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Umweltschützer warnen vor angeblich antibakteriellen Küchenlappen

Umweltschützer waren: In Gewässern lebende Tiere, darunter Libellen, könnten von Auswaschungen antibakterieller Lappen gewährdet sein. (Foto: Honighäuschen)

Berlin (AFP) – Umweltschützer warnen vor der Benutzung von Küchenlappen mit angeblich antibakterieller Wirkung. Die zur Bakterienbekämpfung verwendeten Stoffe würden „bei jedem Spül- und Reinigungsgang schrittweise ausgewaschen und landen in unseren Gewässern“, sagte die Expertin des Pestizid Aktion Netzwerks (PAN), Susanne Smolka, dem RBB-Magazin „Super.Markt“. „Und da können Fische und andere Lebewesen geschädigt werden. Die Stoffe sind auch deklariert als sehr giftig für Wasserlebewesen.“

Gleichzeitig haben die als antibakteriell beworbenen Tücher im Haushalt gar nicht die erhoffte Wirkung, wie das Magazin berichtete. Bei einer Laboruntersuchung von drei derartigen Produkten sei kein antibakterieller Nutzen festgestellt worden. Auch Smolka betonte, die speziellen Tücher seien unnötig, „weil die normalen Spüllappen reichen, wenn man sie regelmäßig in der Waschmaschine wäscht“.

Umweltschützer weisen Wirkstoffe wie Zink-Pyrithion und Silberchlorid nach

In den drei untersuchten Lappen wurden laut der RBB-Sendung, die am Montagabend ausgestrahlt werden sollte, Wirkstoffe wie Zink-Pyrithion und Silberchlorid nachgewiesen. Diese sollten die Entstehung von Bakterien verhindern, die auf Spüllappen in hoher Zahl vorkämen und im schlimmsten Fall Krankheiten verursachen könnten.

„Unserer Meinung als Umweltschutzorganisation nach ist das eine Geschäftemacherei“, sagte PAN-Expertin Smolka. „Die Lappen werden sehr teuer verkauft, die Wirkstoffe gehen schnell verloren und sie bergen auch noch Gefahren.“ Im PAN sind viele bekannte Umweltschutzorganisationen Mitglied, darunter Greenpeace und der BUND, aber auch andere Verbände wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung teilte dem RBB-Magazin mit, die Bewertungsverfahren zu den bei den Lappen verwendeten Pestiziden seien noch nicht abgeschlossen. Es gebe bisher keine europäisch fixierten Grenzwerte, so dass sich auch nicht beurteilen lasse, ob die Stoffe in den Tüchern schädlich oder unschädlich seien.

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Klimaaktivisten bespritzen Vitrine mit Mumiensarg in Museum in Barcelona

Barcelona (AFP) – Klimaaktivisten haben im Ägyptischen Museum in Barcelona farbige Flüssigkeit über eine Glasvitrine mit der Nachbildung einer Mumie geschüttet. Mit der zähflüssigen Substanz aus Coca-Cola-Flaschen bespritzten die beiden am Sonntag auch Bilder an den umliegenden Wänden, wie auf der Nachrichten-Website Publico zu sehen war. Dann klebten sie ihre Hände an Ausstellungsstücken fest und hielten ein Banner mit der Aufschrift „Klimagerechtigkeit“ hoch.

Die Aktivisten der spanischen Gruppe Futuro Vegetal wurden nicht festgenommen. Das Museum kündigte jedoch an, dass es auf Schadensersatz klagen werde. Nach eigenen Angaben wollten die Aktivisten mit ihrer Aktion auf den Klimanotstand aufmerksam machen.

Museum will Klimaaktivisten verklagen

Der US-Konzern Coca-Cola ist einer der Sponsoren des UN-Klimagipfels COP27 in Ägypten. Umweltschützer sehen dies kritisch, da sie das Unternehmen für einen Großteil der weltweiten Plastikverschmutzung verantwortlich machen.

„Derzeit werden 99 Prozent des weltweiten Plastiks aus fossilen Brennstoffen hergestellt“, erklärte Futuro Vegetal. „Wir finden es schwer zu glauben, dass der Weltmarktführer in Sachen Plastikverschmutzung seinen Einfluss als Sponsor der COP27 nicht nutzen wird, um seine kommerziellen Interessen voranzutreiben.“

Klimakleber attackieren Goya-Gemälde im Prado

Dieses Foto, das am 4. November 2022 von der italienischen Nachrichtenagentur Ansa erhalten wurde, zeigt Klimaaktivisten von Last Generation (hinten) und einen Wachmann (C-R) von „The Sower“, einem Gemälde des niederländischen Künstlers Vincent Van Gogh aus dem Jahr 1888, nachdem Aktivisten Erbsensuppe geworfen hatten am 4. November, als es im Palazzo Bonaparte in Rom zu sehen war. (Foto von STRINGER/ANSA/AFP)

Aktivistinnen von Futuro Vegetal hatten sich am 5. November bereits im Prado-Museum in Madrid an Gemälden des Barock-Meisters Francisco de Goya festgeklebt. Seit einigen Wochen veranstalten Klimaaktivisten in Kunstmuseen weltweit solche Protest-Aktionen.

Klimaaktivisten hatten in den vergangenen Monaten unter anderem Gemälde von Vincent van Gogh und Claude Monet attackiert. Auch das „Mädchen mit dem Perlenohrring“ von Johannes Vermeer in Den Haag war bereits Ziel von Protestaktionen. Da alle betroffenen Kunstwerke hinter Glas waren, blieben sie unbeschädigt. Allerdings sind auch die historischen Rahmen sehr kostbar und empfindlich.

noe/ck

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Die kriminellen Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“ müssen gestoppt werden

Ich bin seit 1982 mit dem Thema Umwelt beschäftigt und es mündete in mehr als 30 Jahre Tätigkeit als (Bioland-Berufs-)Imker. Mit meinen seinerzeitigen Kollegen vom Deutschen Berufsimkerbund zusammen habe ich schon lange auf das Thema Bienen- und Artensterben aufmerksam gemacht, denn als Imker beobachtet man die Natur sehr genau.
Und ja, ich bin ebenfalls dafür, dass die Regierung sehr viel härtere und strengere Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz ergreift und durchsetzt. Ebenso um dem Artensterben entgegenzuwirken. Aber das kriminelle Treiben der Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“ lehne ich ab.

Solardachpflicht bei Neubauten/Dachreparaturen

Ich könnte mir z.B. eine Solardachpflicht bei Neubauten/Dachreparaturen oder eine Fassadenbegrünungspflicht an bestehenden Immobilien vorstellen. Wir erinnern uns, Deutschland hatte eine gute Photovoltaik-Industrie, bis Wirtschaftsminister Altmaier die Photovoltaik-Förderung zusammenstrich und alles nach China abwanderte. Eine staatliche Förderung von Photovoltaik müßte in größerem Ausmaß wiederaufgenommen werden als bisher geschehen. Und bereits jetzt gibt es Möglichkeiten für Hausbesitzer, den eigenen Stromverbrauch mit kleinen und genehmigungsfreien Photovoltaik-Anlagen zu decken.

Interessant finde ich auch, was in Südkorea passiert. Dort werden Autobahnen mit Photovoltaik-Anlagen überdacht. Würde man das bei uns machen, hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe getroffen – sinnvolle zusätzliche Nutzung bereits versiegelter Flächen und Energiegewinnung in einem Aufwasch. Mal ganz abgesehen davon, dass man die Grün- oder Betonstreifen zwischen den Fahrtrichtungen sehr gut für die Verlegung von Leitungen nutzen könnte. Oder die Rastanlagen an den Autobahnen, welche direkt Platz böten für Ladesäulen.

Lichtruhe in den Städten

Ebenso wäre ich für eine Lichtruhe in den Städten in der Zeit zwischen 0 bis 6 Uhr – auch das würde Energie sparen und dem Insektensterben vorbeugen. Ich muß nicht nachts um drei Uhr in der Innenstadt eine Tageszeitung lesenkönnen, weil es fast taghell ist. Und das Argument „gefühlte Sicherheit“ ist für mich gegenüber dem Artensterben nachrangig.

Das ist nur einiges der möglichen Maßnahmen gegen Klimawandel und Artensterben, was ich mir vorstellen könnte und was ich nicht nur für akzeptabel, sondern geradezu für dringend angebracht halte.

Die Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“

Aber das Treiben der kriminellen Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“ lehne ich ab. Kunst- und Kultur beschmutzen, sich an Gemälde kleben, um Aufmerksamkeit zu erregen? Da ist in manchen Köpfen dieser Umweltsekte die Vorstufe zur Radikalisierung, zum Extremismus und zum Terrorismus erreicht.

Mit Straßenblockaden Menschenleben gefährden, wie zuletzt in Berlin? Dort mußte eine Radfahrerin, die unter einen Betonmischer geraten war und später an den Folgen starb, ein zweites Mal von dem Betonmischer überfahren werden, damit man sie bergen konnte. Das notwendige Hebegerät der berliner Feuerwehr steckte in einem durch Klimakleber verursachten Stau fest, wie es später dem Bericht der Feuerwehr zu entnehmen war.

Bei einem weiteren durch die Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“ verursachten Stau wurde ein RTW aufgehalten, welches zu einem Schlaganfall-Patienten unterwegs war. Bei Schlaganfällen geht es um Sekunden, will man die Schäden am Gehirn des Patienten minimieren. Das war den Klimaklebern egal.

Als 67er Jahrgang kann ich mich noch gut an das Treiben der RAF erinnern, und die Terroristen wie Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof u.a. hatten anfangs durchaus legitime und akzeptable Ziele. Dann kam die Radikalisierung, die Berfürwortung von Gewalt als politisches Mittel bis hin zum politischen Mord.

Das ist völlig inakzeptabel und ich hoffe, dass Polizei und Justiziorgane den Klimaklebern der Umweltsekte „Letzte Generation“ entgegentreten. Meinetwegen mit Wasserwerfern oder sie – wie in Frankreich geschehen – einfach von der Straße abreißen.

Politik diskutiert über härtere Strafen für radikale Klimaproteste

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) in Berlin im April 2022 (Foto: John MACDOUGALL / AFP)

Berlin (AFP) – Die Diskussion über die Klimaproteste reißt nicht ab: Mehrere Politiker aus Regierung und Opposition haben Straßenblockaden und Protestaktionen in Kunstmuseen am Wochenende erneut kritisiert. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) brachte härtere Strafen für Attacken auf Kulturgüter ins Spiel. Die Protestbewegung Letzte Generation erklärte dagegen, dass sie weiter protestieren und womöglich auch Flughäfen lahmlegen wolle.

Buschmann sagte der „Bild am Sonntag“, er ziehe härtere Strafen für Angriffe auf Kulturgüter in Betracht. Sein Ministerium werde genau beobachten, wie die Justiz mit diesen Angriffen auf Kulturschätze umgehe. Wenn er zu dem Ergebnis komme, „dass der rechtliche Rahmen nicht ausreicht“, werde er handeln, sagte der Minister weiter.

In einer offenen Gesellschaft dürfe jeder für sein Anliegen werben, Dinge kritisieren und demonstrieren. Das Bewerfen von Kunst mit Lebensmitteln habe damit jedoch wenig zu tun. „Wer unsere Kulturschätze angreift und gefährdet, überschreitet eine rote Linie“, kritisierte Buschmann.

Bundeskanzler fordert rechtliche Konsequenzen

Das Gemälde „Das Mädchen mit dem Perohrring“ von Jan Vermeer war Ziel eines Anschlags krimineller Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“. (Foto: Wikimedia)

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erwartet für radikale Proteste ebenfalls rechtliche Konsequenzen. „Wer Gesetze verletzt, muss damit rechnen, dass er bestraft wird, und das wird sicherlich auch passieren“, sagte er bei einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

Protest sei legitim, „ich finde die Aktionsform aber nicht nachvollziehbar“, sagte Scholz weiter. Alle redeten nur „über die Aktionsform, es schütteln fast alle den Kopf. Das ist irgendwie in die Irre gelaufen.“

Skeptisch äußerte sich Scholz aber zu Präventivhaft für radikale Aktivistinnen und Aktivisten wie in Bayern. Mehrtägige Ingewahrsamnahme zur Verhinderung möglicher Straftaten sei „sicherlich etwas, wo viele Richter skeptische Fragen stellen werden“, sagte der Bundeskanzler.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte derweil in den Funke-Zeitungen, dass es eine solche Präventivhaft in ganz Deutschland geben müsse. Wer Straßen blockiere und dabei in Kauf nehme, dass Menschen zu Schaden kämen, begehe Straftaten, sagte er.

Klimakleber drohen mit Flughafenblockaden

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte der Mediengruppe Bayern, es sei notwendig, den Rechtsrahmen zu verändern. „Wer Leib und Leben Anderer gefährdet oder Kulturgüter beschädigt oder zerstört, ist kein Demonstrant, sondern ein Straftäter.“ Das müsse sich in den Strafen widerspiegeln.

„Das ist kein Beliebtheitswettbewerb; kein Versuch, die Menschen von unseren Anliegen zu überzeugen – denn das sind sie längst“, teilte dagegen die Letzte Generation mit. Es gebe große Mehrheiten für ein Tempolimit und ein Neun-Euro-Ticket. „Was uns fehlt, ist die politische Bereitschaft.“

Für die Umsetzung der „ersten Sicherheitsmaßnahmen gegen den Klimakollaps“, nämlich Tempolimit und bezahlbaren Nahverkehr, „fassen wir ins Auge, auch friedlich Flughäfen lahmzulegen“.

Der Jesuitenpater und katholische Priester Jörg Alt verteidigte die Proteste der Letzten Generation. „Ich bewundere diese Leute unendlich für ihren Mut und ihre Selbstlosigkeit“, sagte Alt dem RND. Sie hätten es richtig gemacht, „weil diese Straßenblockaden sich dem Auto in den Weg zu stellen, dem Symbol für unser fossiles Weiterso“.

Auch Alt selbst nahm bereits an Straßenblockaden teil, dem Bericht zufolge laufen gegen ihn mehrere Ermittlungsverfahren. „Ich möchte die Bühne des Gerichtssaals“, sagte er dem RND, weil die Aktionen von einem rechtfertigenden Notstand abgedeckt seien. Er suche „den Richter, dem ich das erklären kann“.

smb/hcy

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Klima-Aktivisten nehmen sich Andy Warhols „Campbell’s Soup“ vor

Canberra (AFP) – In der Australischen Nationalgalerie in Canberra haben sich Klima-Aktivisten am Mittwoch an transparenten Abdeckplanen über Andy Warhols berühmten „Campbell’s Soup“-Siebdrucken festgeklebt. Wie das Museum in der australischen Hauptstadt mitteilte, wurden die Kunstwerke bei der Aktion nicht beschädigt. Die Aktivisten handelten als Gruppe mit dem Namen „Stoppt Subventionen für fossile Brennstoffe in Australien„. Sie sprühten auch Graffiti auf die Planen. Das Museum erklärte, es wolle die Aktion nicht weiter kommentieren.

Seit einigen Wochen veranstalten Klima-Aktivisten in Kunstmuseen weltweit ähnliche Protest-Aktionen. Am vergangenen Samstag klebten sich Aktivistinnen im Prado-Museum in Madrid an Gemälden des Barock-Meisters Francisco de Goya fest.

Klimakleber attackieren „The Sower“ in Rom

Das Gemälde „Das Mädchen mit dem Perohrring“ von Jan Vermeer war Ziel eines Anschlags krimineller Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“. (Foto: Wikimedia)

Am Tag zuvor schütteten Umweltschützer der Gruppe „Letzte Generation“ Erbsensuppe auf ein Gemälde von Vincent Van Gogh in Rom. Davor wurde ein Bild von Claude Monet im Museum Barberini in Potsdam mit Kartoffelbrei beworfen.

Auch die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci im Louvre und das „Mädchen mit dem Perlenohrring“ von Johannes Vermeer in Den Haag waren bereits Ziel von ähnlichen Protestaktionen. Vor einem Monat hatten sich zwei Klima-Aktivisten im australischen Melbourne an einem Picasso-Gemälde festgeklebt. Da alle betroffenen Kunstwerke hinter Glas waren, blieben sie unbeschädigt.

Mit ihren Aktionen wollen die Aktivisten die Dringlichkeit von Maßnahmen gegen die Erderwärmung verdeutlichen. Dass wertvolle Kunstwerke dabei zur Zielscheibe werden, stößt vielerorts auf Kritik.

ju/mhe

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Klima-Aktivisten greifen Vermeers „Mädchen mit dem Perlenohrring“ an

Das Gemälde „Das Mädchen mit dem Perohrring“ von Jan Vermeer war Ziel eines Anschlags krimineller Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“. (Foto: Wikimedia)

Den Haag (AFP) – Klima-Aktivisten haben aus Protest erneut ein Kunstwerk attackiert – diesmal traf es „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“. Im Mauritshuis in Den Haag klebten sich am Donnerstag zwei Aktivisten an dem berühmten Werk von Johannes Vermeer sowie der angrenzenden Wand fest, während ein dritter eine „unbekannte Substanz“ auf das berühmte Gemälde schüttete, wie das Museum mitteilte. Glücklicherweise sei das Gemälde hinter Glas gewesen und unbeschädigt geblieben.

Unmittelbar nach dem Angriff wurden nach Polizei-Angaben drei Männer festgenommen. Bei ihnen handle es sich um einen 42-Jährigen und zwei 45-Jährige, alle drei seien Belgier. „Sie bleiben in Gewahrsam und werden verhört“, teilte die Polizei in Den Haag mit.

Museumsbesucher beschimpfen Klimakleber

Auf Aufnahmen in den Onlinenetzwerken waren die Aktivisten in T-Shirts mit der Aufschrift „Just Stop Oil“ zu sehen, die „Wie fühlt ihr euch?“ rufen. Museumsbesucher reagierten wütend und schimpften „Schande“ und „Ihr seid bescheuert“.

Dem Museum zufolge klebte sich einer der Aktivisten mit dem Kopf an das Glas vor dem Gemälde, ein zweiter klebe seine Hand an die Wand daneben, und der dritte schleuderte die Substanz. „Kunst ist wehrlos, und der Versuch, sie aus welchem Grund auch immer zu beschädigen, wird von uns aufs Schärfste verurteilt„, erklärte das Mauritshuis.

Der Eingang zu dem Raum, in dem das „Mädchen mit dem Perlenohrring“ normalerweise hängt, wurde nach dem Vorfall durch eine große Reproduktion eines Ölgemäldes versperrt. Vermeers berühmtes Bild soll dem Museum zufolge aber „so bald wie möglich“ wieder ausgestellt werden.

Vermeers Bild ist bald wieder zugänglich

„Just Stop Oil“ (deutsch etwa: „Stoppt einfach das Öl“) hatte seit Anfang des Monats verschiedene Aktionen und Blockaden veranstaltet; unter anderem überschütteten Aktivisten in Londons National Gallery Vincent van Goghs Meisterwerk „Sonnenblumen“ mit Tomatensuppe. Am Montag bewarfen Aktivisten die Wachsfigur von König Charles III. bei Madame Tussauds in London mit Schokoladenkuchen. Mit ihren Aktionen will „Just Stop Oil“ einen Stopp aller neuen Öl- und Gasprojekte erreichen.

Am Sonntag wiederum hatten zwei Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ ein Gemälde des impressionistischen Malers Claude Monet im Potsdamer Museum Barberini mit Kartoffelbrei beworfen. Auch in anderen Städten gab es zuletzt immer wieder aufsehenerregende Protestaktionen von Umwelt- und Klima-Aktivisten.

kas/dja

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Roth kritisiert Attacken von Klimaaktivisten in Museen als „ganz falschen Weg“

München (AFP) – Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hat die jüngsten Attacken von Klimaschutzaktivsten auf Gemälde berühmter Künstler in Museen scharf kritisiert. Solche Aktionen seien „der ganz falsche Weg“, schrieb die Grünen-Politikerin in einem Beitrag im Magazin „Focus“ laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Sie bewirkten nichts, sondern riskierten eine Beschädigung von Kunstschätzen, die Teil des weltweiten Kulturerbes seien, kritisierte Roth.

Die Staatsministerin betonte im „Focus“, Protest dürfe ihrer Auffassung nach auch radikal sein und gehöre zu einer Demokratie. Er dürfe aber nicht willkürlich werden. „Kunst für den Klimaschutz zu attackieren – das ist aus meiner Sicht definitiv der ganz falsche Weg“, schrieb Roth. Kunst sei ein „Lebenselixier“.

Klimakleber attackierten mehrfach Kulturgüter

Das Museum Barberini von der Nikolaikirche aus aufgenommen. Im Hintergrund die Freundschaftsinsel, dahinter der Hauptbahnhof. (Foto: Daniel Naber/Wikimedia)

In den vergangenen Wochen hatten sich Klimaschutzaktivistinnen und -aktivsten weltweit mehrfach in Museen an Bilder bedeutender Künstler geklebt oder diese mit Lebensmitteln beworfen. Am vergangenen Sonntag etwa attackierten Mitglieder der Gruppe „Letzte Generation“ im Potsdamer Museum Barberini ein Gemälde Claude Monets mit Kartoffelbrei und klebten sich darunter an einer Wand fest.

Das Gemälde war nach Angaben des Museums durch eine Glasscheibe geschützt und blieb unbeschädigt. Als Reaktion auf die Attacke schloss das Museum allerdings zunächst bis Monatsende. In der Zwischenzeit werde die Sicherheitslage im Licht der wiederholten „aktivistischen Attacken“ in Museen weltweit analysiert, hieß es von Seiten des Museums. Die ohnehin bereits hohen Sicherheitsstandards reichten nicht mehr aus.

bro/pw

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Buschmann verurteilt Attacke von Klima-Aktivisten auf Gemälde von Monet

Das Museum Barberini in Potsdam war Ziel eines Anschlags der Klimakleber der Umweltsekte „Letzte Generation“. (Foto: Daniel Naber)

Berlin (AFP) – Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat die Attacke von Klimaaktivisten auf ein Gemälde des impressionistischen Malers Claude Monet in Potsdam verurteilt. Solche Aktionen seien „durch kein noch so nobles Anliegen zu rechtfertigen“, schrieb Buschmann am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. „Aktionen, die fremdes Eigentum beschädigen, sind nicht nur eine Dummheit, sondern auch kriminell.“ Wenn sie sich gegen unersetzliche Kulturgüter richteten, machten sie „besonders fassungslos“.

Klimakleber im Museum Barberini

Zwei Aktivisten der Gruppe Letzte Generation hatten am Sonntag das Monet-Gemälde mit dem Titel „Getreideschober“ im Museum Barberini in Potsdam mit Kartoffelbrei beworfen und sich der Polizei zufolge daneben angeklebt. Da das Bild verglast ist, trug es dem Museum zufolge keine Schäden davon. Gegen die Tatverdächtigen wird wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs ermittelt.

Zuvor hatten bereits zwei Umweltaktivistinnen in London das Meisterwerk „Sonnenblumen“ des Malers Vincent Van Gogh mit Tomatensuppe überschüttet. In den vergangenen Wochen klebten sich wiederholt Klima-Aktivisten weltweit an den Rahmen oder am Acrylglas-Schutz berühmter Gemälde fest, etwa in Berlin, Dresden, Florenz und London.

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Klima-Aktivisten bewerfen Monet-Gemälde in Potsdam mit Kartoffelbrei

Berlin (AFP) – Zwei Aktivisten der Gruppe Letzte Generation haben am Sonntag ein Gemälde des impressionistischen Malers Claude Monet im Museum Barberini in Potsdam mit Kartoffelbrei beworfen. Nach Angaben des Kunstmuseums im Kurzbotschaftendienst Twitter beschmierten sie ein Werk mit dem Titel „Getreideschober„. „Da das Bild verglast ist, hat es der umgehenden konservatorischen Untersuchung zufolge keinerlei Schäden davongetragen“, erklärte das Museum. Das Gemälde aus dem Jahr 1890 werde am kommenden Mittwoch wieder in den Ausstellungsräumen zu sehen sein.

Polizei nimmt Klimaaktivisten in Gewahrsam

Die Polizei gab an, dass zwei Menschen ein Werk „beschmiert und sich daneben angeklebt“ hätten. Die Polizei habe die beiden in Gewahrsam genommen. Gegen sie werde wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch ermittelt.

Auf dem Twitterkonto „Letzte Generation“ wurden Videos geteilt, die offenbar von der Aktion stammen. In einem Video ist zu sehen, wie eine Frau und ein Mann in orangefarbenen Warnwesten vor einem beschmierten Gemälde knien. „Wir sind in einer Klimakatastrophe“, ruft die Frau unter anderem. „Und alles, wovor Ihr Angst habt, sind Tomatensuppe oder Kartoffelbrei an einem Gemälde.“

In diesem Monat hatten bereits zwei Umweltaktivistinnen in London das Meisterwerk „Sonnenblumen“ des Malers Vincent Van Gogh mit Tomatensuppe überschüttet. In den vergangenen Wochen klebten sich wiederholt Klima-Aktivisten weltweit an den Rahmen oder am Acrylglas-Schutz berühmter Gemälde fest, etwa in Berlin, Dresden, Florenz und London.

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Zunahme intensiver Hitzewellen in zurückliegenden Jahrzehnten

Buchtipp: Das Kyoto-Protokoll

Hamburg (AFP) – Intensive Hitzewellen haben in Deutschland in den zurückliegenden Jahrzehnten zugenommen. 14-tägige Hitzeperioden mit einer mittleren Tageshöchsttemperatur von mindestens 30 Grad Celsius traten zum Beispiel in Hamburg vor 1994 nicht auf, wie es in einem am Mittwoch beim Extremwetterkongress in der Hansestadt vorgestellten Papier hieß. Seitdem habe es dort solche Ereignisse allerdings schon siebenmal gegeben.

Dem Bericht zum Stand der Wissenschaft zu extremen Wetterphänomenen zufolge gibt es seit den 90er Jahren in vielen Regionen eine massive Häufung von Hitzewellen. Dieser Effekt sei eine Folge der globalen Erwärmung und des damit auch in Deutschland erfolgenden deutlichen Temperaturanstiegs. Zudem verdreifachte sich hierzulande seit den 50er-Jahren die Zahl heißer Tage mit einer Lufttemperatur von mindestens 30 Grad – von etwa drei Tagen pro Jahr auf derzeit durchschnittlich neun.

Weitere Zunahme von Hitzewellen zu erwarten

Bei ungebremstem Treibhausgasausstoß werde für den Zeitraum von 2031 bis 2060 eine weitere Zunahme um fünf bis zehn heiße Tage im Jahr in Norddeutschland und zehn bis 20 in Süddeutschland erwartet, hieß es in dem Bericht weiter. Den Experten zufolge traten außerdem neun der zehn wärmsten Jahre seit Beginn der systematischen, flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 seit 2000 auf.

In den vergangenen 20 Jahren waren demnach bereits sieben Jahre um mehr als zwei Grad wärmer als die Werte zwischen 1881 und 1910. Vier Jahre lagen sogar über der Zweieinhalbgradmarke. „Eine derart außergewöhnliche Häufung von Rekordjahren der Temperatur ist nur durch die menschengemachte globale Erwärmung erklärbar“, schreiben die Autoren des Berichts.

Die Experten sehen weiter einen Trend zu wärmeren Sommern mit längeren Trockenphasen und ein dadurch erhöhtes Risiko von Waldbränden. Das Waldbrandrisiko werde zudem dadurch verschärft, dass die durch Trockenschäden bereits geschwächten Bäume mehr Streu auf dem Waldboden bildeten. Diese könne durch die lichteren Kronen leichter austrocknen und sich somit auch entflammen.

Der Zusammenhang von Klimawandel und Starkniederschlägen ist laut Bericht hingegen weniger klar, sondern „komplex und Gegenstand intensiver Forschung“. So veränderte sich von 1951 bis 2021 die Zahl von Tagen mit Starkregen nur unwesentlich. Das Papier wurde vom Extremwetterkongress, der von Mittwoch bis Freitag stattfindet, und dem Deutschen Wetterdienst zusammen herausgegeben.

awe/cfm

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Kolumbianischer Ex-Polizist nimmt nach Glyphosat-Kontakt Sterbehilfe in Anspruch

Bogotá (AFP) – Nachdem er bei der Arbeit jahrelang dem Unkrautvernichter Glyphosat ausgesetzt war und später an Parkinson erkrankte, hat ein Ex-Beamter der kolumbianischen Anti-Drogenpolizei Sterbehilfe in Anspruch genommen. Der 59-jährige Gilberto Avila sei am Montag in Armenia im Zentrum des Landes gestorben, sagte einer seiner Angehörigen der Nachrichtenagentur AFP.

In den 90er Jahren hatte Avila an mehreren Einsätzen teilgenommen, bei denen Koka-Felder mit dem Unkrautvernichtungsmittel besprüht wurden. Gemeinsam mit Kollegen hatte der Polizist die Felder bewacht, während die Chemikalie per Hubschrauber oder Flugzeug über den Pflanzen ausgebracht wurde. Dabei wurden auch die Beamten mit eingesprüht.

Parkinson-Erkrankung im Zusammenhang mit Glyphosat sehr wahrscheinlich

2009 wurde bei Avila Parkinson diagnostiziert. Es gebe eine „hohe Wahrscheinlichkeit“, dass das Glyphosat seine Erkrankung verursacht habe, sagte Avila. Zwei seiner Kollegen seien ebenfalls an Parkinson erkrankt

„Ich will nicht, dass das Glyphosat weiter Leben wie das meine tötet“, hatte Avila in der vergangenen Woche in einem Video gesagt, in dem er seine Entscheidung bekanntgab, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Er war zuletzt nahezu vollständig gelähmt.

Laut wissenschaftlichem Studien ist eine längere Glyphosat-Exposition ein Risikofaktor für die Entwicklung von Parkinson. Wegen des Verdachts, dass Glyphosat Umwelt- und Gesundheitsschäden verursacht, hatte Kolumbien das Besprühen von Drogenanbaukulturen mit dem Mittel im Jahr 2015 eingestellt.

oer/gt

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Mit freifliegenden Hornissen im Auto auf der Autobahn

Ich bin ja des öfteren mit Hornissen im Auto unterwegs. Aber normalerweise sind die Hornissen in einer ausbruchsicheren Transportbox gut verstaut. Und so spät im Jahr nehme ich eigentlich keine Umsiedlung eines Hornissennestes in Bonn oder dem Rhein-Sieg-Kreis mehr vor.
Heute jedoch musste ich tatsächlich noch eine Umsiedlung eines Hornissennestes im Bonner Stadtteil Röttgen am Rande des Kottenforstes durchführen. Ein Nest nagte sich in der Zwischendecke durch ins Innere des Hauses, Rigips ist bekanntlich kein Hindernis für kräftige Hornissenkiefer.
Ein ziemlich starkes Hornissennest, es waren schon Drohnen und junge Königinnen zu sehen, die alte Königin lief aber auch noch im Nest herum.
Mit einem Handwerker wurde die Decke geöffnet und die Hornissen wurden mit einem umgerüsteten Staubsauger abgefangen und in eine neue Transportbox verbracht – so weit so gut. Das ganze gehörte zu einem Set, dass ich ausprobieren wollte und mir vom Hersteller empfohlen worden war.

Transport der Hornissen im Auto

Eine jugne Hornissenkönigin flog später zusammen mit anderen Hornissen im Auto herum. Sie wurde später geborgen und wieder ins Hornissennest zurückgebracht. (Foto Honighäuschen)

Was eher NICHT so gut lief, war der Transport der Hornissen. Die hatten sich in Nullkommanichts durch die Absaugbox aus Pappe von Killgerm durchgenagt und flogen mir im Auto um die Nase, während ich auf der Autobahn unterwegs war.

Man krabbelte an den Scheiben hoch und runter, flog herum, stach hier und da den Fahrer – was man eben so macht als verärgerte Hornisse. Vor allem, wenn man Grund dazu hat.
 
Und dann hatte ich die Polizei da. Ein Streifenwagen fuhr auf der Höhe der Zufahrt Lengsdorf hinter mir auf die A 565 Richtung Köln.
 

Polizisten weigerten sich, die Hornissen zur Kenntnis zu nehmen

Erst hinter mir mit Blick auf die Heckscheibe mit dem Hornissengewusel und dann langsam an mir vorbeifahrend mit Blick auf die herumkrabbelnden Hornissen an den Seitenscheiben des Autos.
Sehr langsam.
Noch langsamer.
Die Beamten machte riesige Augen und ich sah die Überlegungen. Hörte förmlich die Unterhaltung im Auto.
„Halten wir den jetzt an?“
„Sach ma … Sind das Hornissen?“
„Sieht so aus?“
„Ja wer ist denn so bekloppt und fährt mit Hornissen im Auto herum?“
„So bekloppt kann doch niemand sein!“
„Eben. Und wenn niemand so bekloppt sein kann, dann sind da auch keine Hornissen im Auto und dann halten wir den auch nicht an.“
„Genau. Weiterfahren!“

Bilanz der Tour mit den Hornissen im Auto

Der Wabenbau des umgesiedelten Hornissennestes mußte mit Stützstreben versehen werden. (Foto: Honighäuschen)

5 Hornissenstiche (Kopf, Arme, Hand) später, 15 min Fahrt und zu Hause angekommen. Zweiten Staubsauger geholt, die Nachbarn beruhigt. die verärgerten Hornissen eingefangen, das umgesiedelten Hornissennest im Kasten einlogiert, mit Futter versorgt und für heute reicht es mir wirklich.

Das war hoffentlich die allerletzte Umsiedlung eines Hornissennestes in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis in diesem Jahr…

Etwa 15 Meter großer Wal auf Insel in Bretagne gestrandet

Rennes (AFP) – Ein Wal ist auf der westfranzösischen Insel Sein in der Bretagne gestrandet. Der am Freitag von einem Bürger entdeckte Wal sei zwischen 15 und 20 Meter lang, teilte die regionale Präfektur der Nachrichtenagentur AFP mit. Nach ihren Angaben wurde die Feuerwehr zu dem Meeressäuger entsandt.

Vermutlich ein Finnwal

Die Gründe, warum der Wal strandete, waren zunächst unklar. Die Präfektur veröffentlichte ein Foto des Tiers im Onlinedienst Twitter. Laut einem von AFP kontaktierten Spezialisten könnte es sich um einen Finnwal handeln.

Wale dieser Größe stranden relativ selten an den französischen Küsten. Im November 2021 war ein 19 Meter langer und etwa 15 Tonnen schwerer Finnwal im Hafen von Calais gestrandet, nachdem er sich verletzt hatte. Anfang August verirrte sich ein rund 800 Kilo schwerer Belugawal in die Seine nördlich von Paris. Trotz einer dramatischen Rettungsaktion musste das Tier eingeschläfert werden.

kas/dja/fs

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Junger Mann in Ohio tausende Male von Killerbienen gestochen

Eine Arbeiterin der afrikanischen Bienenrasse Apis mellifera adansoni, eine nahe Verwandte der sog. Killerbienen, bei der Bestäubungsarbeit auf Kokosblüten in Ghana. (Foto: Klaus Maresch)

Washington (USA) – Im US-Bundesstaat Ohio ist ein junger Mann tausende Male von Killerbienen gestochen und dabei schwer verletzt worden. Der 20-jährige Austin Bellamy musste in ein künstliches Koma versetzt und künstlich beatmet werden, wie der US-Sender Fox 19 am Mittwoch berichtete. Nach Angaben seiner Familie wurde er mehr als 20.000 Mal von den Bienen gestochen.

Ein Nest afrikanischer Killerbienen aufgestört

Austin Bellamy hatte demnach am vergangenen Freitag Äste eines Zitronenbaums geschnitten, als er versehentlich in ein Nest afrikanischer Killerbienen schnitt. „Als er begonnen hat, sie (die Äste) zu schneiden, sind die Bienen rausgekommen“, sagte seine Großmutter Phyllis Edwards zu Fox 19. „Er hat geschrien: ‚Hilfe, helft mir, Hilfe‘, und niemand hat ihm geholfen.“

Die Familie sah vom Boden aus, wie Bellamy von den Killerbienen angegriffen wurde – konnte aber nicht helfen, weil sie selbst attackiert wurde. Sie habe die Leiter hochklettern wollen, um ihrem Enkel zu helfen, sagte die Großmutter. „Aber ich konnte nicht zu ihm gelangen, weil ich von Bienen umringt war.“

Opfer bekam Bienen in den Hals

Nach Angaben seiner Mutter verschluckte Bellamy auch rund 30 Bienen. Die Ärzte hätten mehr als einen Tag gebraucht, sie aus ihm herauszusaugen. Demnach erwarten die Mediziner, dass der 20-Jährige sich wieder vollständig erholt.

fs/

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Hintergrund Killerbienen

Bei den in den USA und Süamerika wild lebenden sog. Killerbienen handelt es sich um das Ergebnis der Kreuzung der afrikanischen Bienenrasse Apis mellifera scutellata und der nach Südamerika gebrachten italienischen Bienenrasse Apis mellifera ligustica. Letztere konnte sich im tropischen Südamerika nie so recht etablieren und die Honigernten waren eher bescheiden.

Stefan Prassel (GEZ) und Klaus Maresch im Wald bei Samreboi (Foto: Honighäuschen)

Der Bienenforscher Warwick Estevam Kerr wollte durch ein Kreuzungsexperiment eine Bienenrasse züchten, die mit den tropischen Bedigungen in Südamerika besser zurechtkam. Dabei entstanden die Killerbienen, die auf Störungen im Umfeld sehr schnell mit Massenattacken reagieren und über ihr Opfer herfallen. Gleichzeitig sind sie sehr fruchtbar und auch kleinste Bienenschwärme ereichen schnell eine überlebensfähige Größe.

Auf der Ladeflächte dieses Pickups brachten wir uns in Sicherheit vor den attackierenden Bienen. Allzu schnell kann man auf den Sandpisten nicht fahren …

In Ghana habe ich bei einem Besuch in Samreboi mit der nahen Verwandten Apis mellifera adansoni gearbeitet. Auch diese Bienenrasse reagiert auf Störungen sehr schnell mit Stechattacken und wird abseits menschlicher Ansiedlungen gehalten. Bei der Arbeit an den Bienen blieb ich einmal mit dem Fuß an einer Wurzel hängen und der Schutzanzug verrutschte. Eine wenige Quadratzentimeter große Fläche über dem Fußgelenk war frei, und die Zeit, die benütigt wurde, um das Gelenk wieder zu bedecken, reichte für einige Dutzend Stiche. Bei einer anderen Gelegenheit mussten wir uns auf der Ladeflächte eines Pickups in Sicherheit bringen, und diese Killerbienen verfolgten uns auf dem fahrenden Auto noch über Hunderte Meter.

Monsun: Ein lebensgefährliches und zugleich lebenswichtiges Wetterphänomen

Neu Delhi (AFP) – In Pakistan steht derzeit ein Drittel des Landes unter Wasser, mehr als tausend Menschen starben bereits in den Fluten. Ursache sind ungewöhnlich heftige Monsun-Regen in diesem Jahr. Fragen und Antworten zu einem noch nicht genau erforschtem Wetter-Phänomen, das lebenswichtig und lebensgefährlich zugleich ist:

Worum handelt es sich beim Monsun in Südasien?

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Der Asiatische Sommermonsun ist im Wesentlichen ein Seewind, der in Südasien zwischen Juni und September 70 bis 80 Prozent des jährlichen Regens bringt. Verantwortlich dafür ist die Sommerhitze, die die Landmassen des indischen Subkontinents aufwärmt. In der Folge steigt die Luft darüber nach oben und saugt dort kühlere und feuchtere Luft vom Indischen Ozean auf, so dass riesige Regenmengen entstehen.

Warum ist der Monsun wichtig?

Für die Landwirtschaft in Ländern wie Pakistan und Indien ist der Monsun entscheidend. Insofern hängen die Existenz von Millionen Bauern und deren Familien sowie die Versorgungssicherheit in der armen und dichtbevölkerten Region von ihm ab.

Wie sehr variieren die Regenfälle?

Obwohl viel zum Monsun geforscht wird, sind viele Fragen noch ungeklärt. Es lässt sich kaum vorhersagen, wo genau und wieviel Regen fallen wird, und die Regenmenge variiert beträchtlich. Während der diesjährige Monsun in Pakistan eine Sintflut verursacht hat, fielen im Osten und Nordosten Indiens Berichten zufolge im Juli die geringsten Regenmengen seit 122 Jahren.

Wodurch lassen sich die Schwankungen erklären?

Sie werden verursacht durch Veränderungen in den globalen Bedingungen in Atmosphäre und Ozeanen wie etwa das El-Niño-Phänomen im Pazifik sowie ein Phänomen namens Äquatorialindische Ozean-Oszillation (EQUINOO), das erst 2002 entdeckt wurde. Es wird vermutet, dass auch lokale Bedingungen wie aus der Sahara herangewehte Staubwolken, Luftverschmutzung und sogar Bewässerungsmaßnahmen in der Landwirtschaft das Auftreten und das Ausmaß von Monsun-Regen beeinflussen.

Was ist mit dem Klimawandel?

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In Indien ist es in den vergangenen Jahren wärmer geworden, parallel haben Zyklone zugenommen. Es ist aber unklar, wie der Klimawandel das hochkomplexe Phänomen Monsunregen beeinflusst. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) veröffentlichte vergangenes Jahr eine Studie, für die die Autoren die Veränderungen des Monsuns seit Mitte des 20. Jahrhunderts untersuchten. Demnach haben die Monsunregen an Intensität zugenommen und treten immer ungleichmäßiger auf.

Laut der Studie wurde die Entstehung von Regen durch die Verschmutzung der Luft mit sogenannten Aerosolen gehemmt. Das sind unter anderem durch Verkehrsabgase und Feuerrauch entstehende Schwebeteilchen in der Luft, die das Sonnenlicht reflektieren. Seit den 1980er Jahren führe die Erderwärmung durch den Treibhausgasausstoß aber zu stärkeren und noch schwerer vorhersehbaren Regenfällen.

Andere Untersuchungen bestätigen diesen Befund im Wesentlichen. Die 2020 veröffentlichte erste Untersuchung des Klimawandels durch die indische Regierung legt dar, dass die Monsun-Regenmenge von 1951 bis 2015 um rund sechs Prozent zurückgegangen ist. Es setzt sich demnach die Einschätzung durch, dass der Rückgang auf die Aerosol-Verschmutzung zurückzuführen sei, die der wegen der Erderwärmung zu erwartenden Zunahme der Regenmenge entgegenwirke.

Mit der weiter zunehmenden Erderwärmung und dem Rückgang der Aerosol-Verschmutzung werde die Menge des Monsunregens und die Variabilität seines Auftretens aber bis zum Ende dieses Jahrhunderts wieder zunehmen, heißt es in dem Regierungsbericht. Dies gehe mit einem „substantiellen Anstieg“ der Höchstwerte bei den täglichen Regenmengen einher.

Auf diese Weise dürfte der Klimawandel die Schäden und Opferzahlen durch den Monsun erhöhen. „Mehr Chaos beim indischen Monsunregen wird es schwieriger machen sich anzupassen“, warnte der PIK-Forscher Anders Levermann vergangenes Jahr im Gespräch mit AFP.

yb/ans

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Deutschland steuert auf Rekordjahr bei Waldbränden zu

Berlin (AFP) – Deutschland steuert auf ein Rekordjahr bei Waldbränden zu. In diesem Jahr verbrannten bereits fast 4300 Hektar Wald, wie der Deutsche Feuerwehrverband und der Waldeigentümerverband am Freitag in Berlin erklärten. Das ist mehr als das Fünffache des jährlichen Durchschnittswerts. Der dadurch entstandene Holzschaden summiert sich demnach auf bis zu 40 Millionen Euro. Feuerwehren und Waldeigentümer forderten finanzielle Unterstützung für Präventionsmaßnahmen wie den Waldumbau oder das Anlegen von Schneisen.

Bereits 2019 waren mehr als 2700 Hektar Wald in Deutschland abgebrannt. Laut Statistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums wurden im Jahr 1992 sogar rund 4900 Hektar durch Feuer zerstört.

Waldbesitzer fordern gezielten Waldumbau

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„Wir können uns weitere Waldbrandsommer dieser Art nicht leisten“, warnte Andreas Bittner, Präsident des Waldbesitzerverbands. Das Risiko könne durch gezielten Waldumbau und das Anlegen von weniger brandgefährdeten und klimaresistenteren Mischwäldern deutlich reduziert werden.

Dieser Aufwand sei allerdings nicht mehr in bisherigem Umfang aus den Holzerlösen zu tragen. Der Verband schätzt die Kosten für den nötigen Waldumbau auf bis zu 15.000 Euro je Hektar. Die Waldbesitzer könnten dies „allein nicht stemmen“, sagte Bittner.

Auch die Feuerwehr sieht sich bei der Waldbrandbekämpfung regional an der Belastungsgrenze und fordert mehr Prävention und Aufklärung. Rund 90 Prozent der Waldbrände gingen auf menschliches Fehlverhalten zurück.

Rauchverbot im Wald zur Vermeidung von Waldbränden gefordert

„Wir müssen einfach den Menschen wieder beibringen, wie sie sich zu verhalten haben und was es bedeutet, wenn der deutsche Wald brennt“, sagte Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands. Er forderte „zwingend ein Rauchverbot im Wald“.

Als weitere Maßnahmen nannte der Feuerwehrchef neue Technik wie leichtere und geländegängige Löschfahrzeuge, mehr Unterstützung aus der Luft durch Löschhubschrauber, Löschwasserdepots in Wäldern, die Schaffung von baumfreien Schutzstreifen und ein besseres Totholzmanagement.

Falsch verstandener Naturschutz könne dazu führen, „dass eine Bekämpfung von Bränden unnötig erschwert und verzögert wird“, kritisierte Banse. So sei Totholz zwar wichtig für die Rückgabe von Nährstoffen an den Waldboden und als Rückzugsraum für Insekten und Kleintiere. In besonders gefährdeten Gebieten sei jedoch auch in Naturschutzgebieten eine Beschränkung nötig, um die Brandbekämpfung effektiver zu machen.

Zu viel Totholz begünstige die schnelle Brandausbreitung am und im Boden und verhindere eine direkte Brandbekämpfung im Wald. „Totholz kann zur Verschärfung eines Waldbrandes Beitragen“, warnte der Feuerwehrchef.

hex/cfm

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Studie: Schweizer Gletscher haben von 1931 bis 2016 Hälfte ihres Volumens verloren

Diese Kombination aus zwei Fotografien, die am 22. August 2022 entstanden sind, zeigt (oben) den Rhonegletscher bei Gletsch, mit einem Teil, der mit Isolierschaum bedeckt ist, um zu verhindern, dass er aufgrund der globalen Erwärmung am 14. Juli 2015 schmilzt, und (unten) denselben Ort am 8. Juli 2022. Schweizer Gletscher haben seit 1931 die Hälfte ihres Volumens verloren, sagten Schweizer Forscher am 22. August 2022 nach der ersten Rekonstruktion des Eisverlusts des Landes im 20. Jahrhundert. Die schnelle Gletscherschmelze in den Alpen und anderswo, die laut Wissenschaftlern durch den Klimawandel verursacht wird, wird seit den frühen 2000er Jahren immer genauer überwacht. (Foto von Fabrice COFFRINI / AFP)

Genf (AFP) – Die Gletscher in der Schweiz haben zwischen 1931 und 2016 die Hälfte ihres Volumens verloren. Das geht aus einer am Montag in der Fachzeitschrift „The Cryosphere“ veröffentlichten Studie hervor, in der Schweizer Wissenschaftler zum ersten Mal den Rückgang der Gletscher im 20. Jahrhundert in dem Land rekonstruiert haben. Ab 2016 ist das Eis dem Schweizer Gletschermessnetz Glamos zufolge noch schneller geschmolzen: Von 2016 bis 2022 ging das Volumen um weitere zwölf Prozent zurück.

Für die Studie haben Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft die Topografie aller im Jahr 1931 existierenden Gletscher rekonstruiert. Die Fachleute nutzten etwa 21.700 historische Bilder, anhand derer sie die Oberflächenbeschaffenheit der Gletscher in jenem Jahr rekonstruieren konnten.

Der Rückgang der Gletscher beschleunigt sich

„Kennen wir die Oberfläche eines Gletschers zu zwei verschiedenen Zeitpunkten, können wir daraus die Volumendifferenz berechnen“, erklärte der Hauptautor der Studie, Erik Schytt Mannerfelt. So glich etwa der Fieschergletscher 1928 noch einem großen Eismeer. 2021 waren auf dem Berghang nur noch kleine weiße Flecken zu sehen.

Den Fachleuten zufolge haben sich die Gletscher im vergangenen Jahrhundert aber nicht immer verkleinert. In den 1920er und 1980er Jahren seien sie sogar gewachsen. Dennoch sei es wichtig, „das Gesamtbild im Auge zu behalten“, erklärte Daniel Farinotti, Mitautor der Studie. „Unser Vergleich zwischen den Jahren 1931 und 2016 zeigt deutlich, dass es in diesem Zeitraum einen markanten Gletscherschwund gab“ – und der Rückgang beschleunige sich.

mh/noe

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„So viel wie nötig, so wenig wie möglich“: Wie die Stadt Bonn Bäume bewässert

Bonn – Bäume in der Stadt, Straßenbäume, Bäume in den Park- und Grünanlagen, auf Spielplätzen und Friedhöfen tragen wesentlich zum innerstädtische Klima und Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Besucher Bonns bei.

Daher legt die Verwaltung großen Wert auf die gute Pflege der oft prägenden Bestandteile der Stadtgestaltung. Ein ganz entscheidendes Kriterium, dass ein Baum in nicht immer baumfreundlichen urbanen Umwelt überlebt, ist, dass er ausreichend mit Wasser versorgt wird.

In Zeiten großer Hitze und Trockenheit leidet das Stadtgrün besonders unter Wassermangel unter anderem als Folge von Grundwasserabsenkungen, Bodenverdichtungen, Bodenversiegelungen. Daher hilft die Stadt Bonn auch mit Wässern nach. An der Oscar-Romero-Straße zum Beispiel, bei jungen Spitzahornen, die dort im vorigen Jahr gepflanzt wurden. Im Auftrag gießt dort ein Garten- und Landschaftsbauunternehmen die Jungbäume. Bei einem Ortstermin am Dienstag, 23. August 2022, erläuterte Dieter Fuchs, Leiter des Bereichs Stadtgrün im Amt für Umwelt und Stadtgrün, gemeinsam mit Kollegin Ute Odenthal, wie wichtig es ist, den Stadtbäumen bei Trockenheit zu helfen, aber auch, wo dem Bewässern Grenzen gesetzt sind.

Wurzeln müssen in die Tiefe gelockt und die Bäume zur Selbstversorgung erzogen werden

„Bereits seit Mai dieses Jahres haben wie eine deutlich zu trockene Witterung. Dazu kamen und kommen überdurchschnittliche Temperaturen und Sonnenstunden, so dass die Böden stark ausgetrocknet sind“, beschreibt Dieter Fuchs die aktuelle Situation. Damit gleicht diese dem Dürrejahr, das Deutschland bereits 2018 erlebt hatte.

Eine ausreichende Wasserversorgung ist aber essenziell für das Gedeihen der Stadtbäume. Das vorrangige Ziel muss es daher sein, die Wurzeln – beispielsweise durch entsprechendes Substrat und einen geeigneten Bodenaufbau – in die Tiefe zu locken und den Baum zu ertüchtigen, sich eigenständig mit Wasser zu versorgen, um sich dadurch am Standort zu akklimatisieren.

„Da Wasser ein teures Gut ist und die Bäume zur Selbstversorgung erzogen werden müssen, lautet unser Motto immer ‚So viel wie nötig, so wenig wie möglich‘, sollte eine zusätzliche Bewässerung erforderlich sein“, betont Fuchs, der auch Leiter des Arbeitskreises Stadtbäume der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) ist.
Hauptbedarf an Wasser liegt zwischen März und Juni

Bienenbäume wie hier auf einem Kinderspielplatz brauchen in Trockenzeiten Wasser, um Nektar für Blütenbesucher zu produzieren. (Foto: Klaus Maresch)

Bei zusätzlichen Wässerungen muss der Fokus auf den Jungbäumen liegen, da sich diese noch nicht eigenständig ausreichend mit Wasser versorgen können. Ein alter Baum kommt in der Regel ohne zusätzliche Wässerungen aus. Um eine Bewässerung von Bäumen sinnvoll zu organisieren, muss man wissen, dass der Hauptbedarf an Wasser grundsätzlich in den Monaten März bis Juni liegt. Trockenperioden danach werden besser verkraftet, da dann auch die Zeit des Hauptwachstums vorüber ist.

Ein wichtiger Aspekt ist auch, wieviel Wasser im Boden wirklich für die Pflanze verfügbar ist. Dies ist je nach Bodenart unterschiedlich. So kann man schätzungsweise davon ausgehen, dass in gesättigten Sandböden rund 130 Liter pro Kubikmeter gespeichert werden können. In so genannten Schluffböden, das sind sehr feinkörnige Böden, sind es rund 250 Liter pro Kubikmeter. Tonböden können etwa 100 Liter pro Kubikmeter an Wasser halten.

Durchschnittlich braucht ein Jungbaum wöchentlich rund 100 Liter Wasser, um ausreichend gedeihen zu können. Theoretisch hochgerechnet wären für einen gesunden Großbaum alle 14 Tage etwa 20.000 Liter Wasser notwendig. „Dies verdeutlicht, dass eine Wässerung eines Großbaumes, neben der zweifelhaften Notwendigkeit, fast unmöglich ist“, sagt Ute Odenthal aus dem Baubereich der Abteilung Stadtgrün und unter anderem zuständig für die Pflege des Grüns. Große und ältere Bäume sollten daher auch von Anwohnern nicht gegossen werden. Die Wurzeln älterer Bäume reichen tief in den Erdboden und breiten sich sehr weit aus. Als Orientierung: der Wurzelbereich entspricht in etwa dem Kronendurchmesser. Die Bäume nehmen ihr Wasser aus tiefen Erdschichten auf. Gießwasser erreicht in solchen Fällen kaum den Bereich, in dem es die Wurzeln des Baumes aufnehmen könnten.

Bewässerung bleibt auf junge Straßenbäume beschränkt

Derzeit beträgt die übliche Pflege durch Unternehmer vier Jahre. Wenn sich die Temperaturen allerdings im Rahmen der klimatischen Entwicklung weiterhin erhöhen, muss eine generelle Verlängerung der Entwicklungspflege erfolgen. Je nach Standort und Witterung können Wässerungen auch noch bis zum zehnten Standjahr erforderlich werden. Ziel ist es, dass ein Baum spätestens nach dieser Zeit in der Lage sein muss, sich selbst ausreichend mit Wasser zu versorgen.

Grundsätzlich wird eine Bewässerung auf die jungen Straßenbäume beschränkt bleiben. In Grünanlagen und auf Grünflächen sind Bewässerungen nur im Einzelfall möglich, in den Stadtwäldern überhaupt nicht.

Die Wässerung von Jungbäumen kann auch über Wassersäcke erfolgen. Bei Füllmengen von 55 bis 100 Litern wird das Wasser über kleine Öffnungen am Grund des Wassersacks tröpfchenweise in den Boden abgegeben. Da das Wasser sehr langsam im Ballenbereich versickert, steht es dem Baum vollumfänglich zur Verfügung. Dieses System hat sich insbesondere bei Hanglagen bewährt oder in dem Fall, wenn kein Gießrand, den die Stadt Bonn bevorzugt, eingebaut werden kann.

„Allerdings besteht die Gefahr, dass bei konstanter Feuchte im oberen Boden die Wurzelentwicklung nicht in die Tiefe gelenkt wird und sich teilweise Pilzbewuchs unter den Säcken bilden kann“, gibt Fuchs zu bedenken. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass oftmals nicht der gesamte Ballen befeuchtet wird. Hinzu kommt, dass die Säcke im Herbst abgeräumt, gesäubert und gelagert werden müssen. Sie sollten daher also nur in besonderen Fällen ausnahmsweise eingesetzt werden.

Grenzen der Bewässerung: Embolie im Baum

Bei allen Anstrengungen gibt es aber auch physiologische Grenzen bei der Bewässerung von Bäumen. Bei Temperaturen von über 45°C setzt bei vielen Bäumen der Wassertransport aus, da der Verdunstungssog in den Blättern so stark werden kann, dass die feinen, durch Kohäsion zusammengehaltenen, Wasserfäden in den Leitungsbahnen reißen und Luft eintreten kann. Es entsteht eine meist irreversible Embolie, der Baum vertrocknet selbst bei ausreichender Bewässerung.

Bürgerinnen und Bürgern, die die Stadtbäume unterstützen möchten, rät Fuchs: „Auch wenn wir die Jungbäume wässern, freuen sich diese bei besonders heißen Temperaturen über zusätzliches Wasser.“ Dabei gilt – lieber einmal zehn Gießkannen als zehnmal eine. „Das heißt, geben Sie diese Menge lieber einmal die Woche komplett, als jeden Tag ein bisschen. Das Wasser kann dann in tiefere Erdschichten sickern. Bei geringen Wassergaben besteht die Gefahr, dass ein Großteil des Wassers bereits an der Oberfläche verdunstet“, so der Baumexperte.

Weitere Informationen auch unter www.bonn.de/stadtbaeume.

Waldbrände in der Bretagne zerstören erneut hunderte Hektar Land

Rennes (AFP) – Bei Feuern in der Bretagne im Nordwesten Frankreichs sind nach Angaben örtlicher Behörden am Wochenende erneut mehr als 300 Hektar Vegetation an verschiedenen Orten verbrannt. Die Region wird wegen ihres gemäßigten Klimas normalerweise von Waldbränden verschont.

Gemeinde Erdeven wegen der Waldbrände evakuiert

Im Arrée-Gebirge im Département Finistère fielen den Flammen 250 Hektar zum Opfer, teilte die örtliche Präfektur mit. Dort hatten Brände schon im Juli mehr als 1700 Hektar Heidelandschaft, Tannen- und Laubwald zerstört. In der Gemeinde Erdeven nahe der Halbinsel Quiberon mussten wegen eines Feuers etwa 300 Menschen evakuiert werden.

In Spanien entspannte sich die Lage in Galizien im Nordwesten des Landes etwas. Nach Angaben der Behörden bemühten sich die Einsatzkräfte am Sonntag, das größte Feuer unter Kontrolle zu bringen. Der Brand nahe der Gemeinde Boiro habe eingegrenzt werden können und „entwickelt sich günstig in Richtung seiner Stabilisierung“, teilte die Regionalregierung mit.

in Galizien rund 4000 Hektar Wald verbrannt

Das Feuer hatte seit vergangenem Donnerstag 2200 Hektar in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt waren in Galizien seit einer Woche 4000 Hektar verbrannt.

Beide Länder plagt wie ein Großteil Westeuropas eine weitere Hitzewelle – auch wenn die Temperaturen in Spanien am Sonntag zu sinken begannen. Häufigere Hitzewellen sind nach Ansicht von Experten eine direkte Folge des Klimawandels, der sowohl die Intensität als auch die Dauer und Häufigkeit erhöht.

oer/lan

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Özdemir will mit gelockerten Artenschutzvorgaben mehr Getreideanbau ermöglichen

Bleibt der Artenschutz auf der Strecke, wenn Stilllegungsflächen wie diese dem Getreideanbau geopfert werden? (Foto: Honighäuschen)

Berlin (AFP) – Im Kampf gegen den weltweiten Getreidemangel will die Bundesregierung Umweltauflagen für die deutschen Bauern lockern und mehr Getreideanbau ermöglichen. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) schlägt vor, die Ausweisung zusätzlicher Artenschutzflächen statt 2023 erst 2024 vorzuschreiben. Auch soll es für mehr Weizenanbau eine Ausnahme beim sogenannten Fruchtfolgenwechsel geben. Während der Bauernverband weitergehende Lockerungen forderte, kritisierte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Özdemirs Vorschlag scharf.

Dem Landwirtschaftsministerium zufolge soll die Ausnahme beim Fruchtfolgenwechsel ermöglichen, dass im kommenden Jahr Weizen auf Flächen ausgesät wird, in denen das Getreide schon in diesem Jahr angebaut wurde. Beim Artenschutz ist demnach vorgesehen, dass die bereits bestehenden Flächen im Agrarbereich bestehen bleiben müssen. Auf den Flächen, die eigentlich ab 2023 für den Artenschutz ungenutzt bleiben müssten, sollen nun stattdessen Getreide, Sonnenblumen und Hülsenfrüchte angebaut werden dürfen, allerdings nicht Mais oder Soja.

Kein Getreideanbau für Tank und Trog

„Ich schließe diesen Kompromiss für den Teller, nicht damit Getreide im Tank oder Trog landet – und unsere Ausnahme gilt ausdrücklich nur für 2023“, betonte Özdemir. Er werde keine Verordnung unterschreiben, „die den Hunger in der Welt als Argument missbraucht, um mehr für Tank und Trog zu produzieren und beim Artenschutz hinter das, was wir schon erreicht haben, zurückzufallen“.

Özdemir greift mit seinem Konzept Vorschläge der EU-Kommission auf, die er zunächst kritisiert hatte. „Was ich vorlege, ist ein Kompromiss, der an der einen oder anderen Stelle auch wehtut“, räumte er mit Blick auf die Verschiebung der Artenschutzvorgaben ein.

Laut dem Ministerium wurde Özdemirs Vorschlag, der innerhalb der Bundesregierung abgestimmt sei, am Freitag an die Bundesländer verschickt. Diese müssen noch zustimmen, damit das Konzept in Kraft treten kann. „Unsere Landwirtinnen und Landwirte brauchen Planungssicherheit, was sie in wenigen Wochen aussäen dürfen“, erläuterte Özdemir sein Vorgehen.

Agrarverbände wollen mehr Flächen nutzen

Der Deutsche Bauernverband reagierte mit Lob und Kritik. „Diese Entscheidung war überfällig und kommt in letzter Minute“, erklärte Bauernpräsident Joachim Rukwied. Die Aussetzung der Artenschutzvorgaben für ein Jahr sei aber „sicherlich nicht ausreichend“, bemängelte er zugleich. „Um weiterhin eine sichere Lebensmittelversorgung gewährleisten und in Krisenzeiten reagieren zu können, müssen wir alle Flächen für den Getreideanbau nutzen können, auf denen es landwirtschaftlich sinnvoll ist.“

FDP-Fraktionsvize Carina Konrad bezeichnete Özdemirs Vorlage ebenfalls als überfällig. „Die Überzeugungsarbeit und die zahlreichen Diskussionen in der Koalition haben sich in diesem Punkt gelohnt“, urteilte sie.

Unionsfraktionsvize Steffen Bilger (CDU) warf Özdemir vor, er habe „mit seinem parteitaktisch motivierten Zaudern“ wertvolle Zeit im Kampf gegen die globale Ernährungskrise verspielt. „Jetzt muss er im Eiltempo für eine rechtssichere Umsetzung sorgen. Denn unsere Landwirte brauchen rasch Klarheit, was kommendes Jahr konkret gilt“, erklärte Bilger.

Umwelthilfe lehnt Getreideanbau zulasten des Artenschutzes ab

Entsetzt reagierte die Umwelthilfe. „Eben weil wir die Ernährung von Menschen sichern müssen, dürfen nicht die viel zu wenigen und ertragsschwachen Artenschutzflächen weichen, während wir gleichzeitig immer noch 3,4 Millionen Tonnen Getreide und Ölsaaten jedes Jahr in den Tank werfen und 60 Prozent des Getreides in Deutschland für Futtermittel verwenden“, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. „Das ist Irrsinn!“

Müller-Kraenner forderte den Minister auf, „jetzt tatsächlich etwas für die Ernährungssicherung zu tun und die Agrospritförderung sofort zu stoppen“. Mittels einer „Fleischabgabe“ solle zugleich zügig auf eine Reduktion der Tierbestände hingewirkt werden – bisherige Futterflächen könnten dann für den Anbau von Grundnahrungsmitteln genutzt werden.

cne/jes

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Französische Regierung setzt wegen extremer Trockenheit Krisenstab ein

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Paris (AFP) – Die französische Regierung hat wegen der schweren Dürre einen Krisenstab eingesetzt. „Diese Dürre ist die schlimmste, die jemals in unserem Land verzeichnet wurde“, teilte das Büro von Premierministerin Elisabeth Borne am Freitag mit. Die extreme Trockenheit könne noch zwei Wochen lang anhalten oder sich sogar noch verschlimmern. Die Dürre sei eine „Katastrophe“ für Landwirte im ganzen Land und für die Umwelt.

Seit Wochen anhaltende Trockenheit in Frankreich

In fast allen französischen Departements gelten wegen der seit Wochen anhaltenden Trockenheit bereits unterschiedlich scharfe Beschränkungen bei der Wassernutzung, in 62 Departements gilt nach der dritten Hitzewelle in diesem Sommer die höchste Alarmstufe. Der Wetterdienst Météo-France rechnet für die kommenden Wochen nur mit wenig Erleichterung.

Angesichts dieser „historischen Situation“ habe die Premierministerin beschlossen, einen ressortübergreifenden Krisenstab einzusetzen, erklärte ihr Büro. Er soll unter anderem regelmäßig Berichte aus den am stärksten betroffenen Departements einholen, Notfallpläne vorbereiten und mögliche Maßnahmen wie die Lieferung von Trinkwasser koordinieren.

In hunderten französischen Gemeinden Trinkwasserversorgung zusammengebrochen

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Nach Angaben von Umweltminister Christophe Béchu ist schon in mehr als hundert französischen Gemeinden die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen. Die betroffenen Kommunen werden nun per Lkw mit Trinkwasser versorgt, „da nichts mehr in den Leitungen ist“, sagte Béchu bei einem Besuch in Roumoules im Südosten Frankreichs. Er forderte die von Wasserknappheit betroffenen Regionen auf, rechtzeitig aktiv zu werden: „Wenn Sie Wasser beschaffen müssen, sollten Sie sich nicht erst an dem Morgen darum kümmern, wenn kein Wasser mehr in den Leitungen ist.“

Nach Einschätzung von UN-Experten müssen sich Länder wie Frankreich angesichts des Klimawandels auf immer längere Trockenphasen einstellen.

mid/lan

Zoo in Pakistan versteigert Löwen an Privathalter

Junge Löwen im Lahore Safari Zoo (Foto: Arif Ali/AFP)

Lahore (AFP) – Ein Zoo im Osten Pakistans versteigert in der kommenden Woche ein Dutzend Löwen an Privatsammler. „Wir werden hier nicht nur mehr Platz schaffen, sondern auch unsere Ausgaben für Fleisch zur Fütterung der Tiere senken“, sagte der stellvertretende Direktor des Lahore Safari Zoo, Tanvir Ahmed Janjua, der Nachrichtenagentur AFP.

Zoo hat zuviele Großkatzen

Der Zoo habe mittlerweile so viele Großkatzen, dass Löwen und Tiger sich beim Auslauf in den Freigehegen abwechseln müssten, erklärte Janjua. Zwölf Löwen im Alter zwischen zwei und fünf Jahren will der Zoo am kommenden Donnerstag an die Höchstbietenden verkaufen. Für jedes Tier hat der Zoo einen Mindestpreis von 150.000 Rupien (etwa 660 Euro) gesetzt, er hofft aber, dass die Löwen jeweils etwa zwei Millionen Rupien einbringen.

Löwen, Tiger und andere exotische Wildtiere als Haustiere zu halten, ist in Pakistan nicht ungewöhnlich. Die Tiere sind ein Statussymbol. Ihre wohlhabenden Halter veröffentlichen Fotos und Videos ihrer Großkatzen in den Online-Netzwerken und vermieten sie als Requisiten für Filme und Fotoshootings.

Naturschützer kritisierten die geplante Auktion. Die Umweltorganisation WWF erklärte, die Tiere sollten besser in andere Zoos gebracht werden. „Der Austausch und die Schenkung von Tieren an andere Zoos ist eine weithin akzeptierte Praxis“, sagte Uzma Khan von der Organisation der AFP. „Sobald eine Institution wie ein Zoo eine Wildtierart mit einem Preisschild versieht, fördert sie den Handel – und das ist kontraproduktiv für den Naturschutz„, fügte sie hinzu.

In Lahore Gassi gehen mit dem Tiger

Nouman Hassan, ein Großkatzen-Fan, beim Gassi gehen mit seinem bengalischen Tiger (Foto: Arif Ali/AFP)

Es kann jedoch nicht jeder an der Auktion teilnehmen. Zoovertreter Janjua sagte, Käufer müssten bei den örtlichen Behörden registriert sein und nachweisen können, dass sie die Mittel hätten, die Löwen angemessen zu versorgen und unterzubringen. Der Tierarzt des Zoos Muhammad Rizwan Khan sagte, ein früherer Auktionsversuch sei fehlgeschlagen, weil den potenziellen Käufern die erforderlichen Papiere fehlten.

„Ich werde sicher versuchen, zwei bis drei Löwen zu kaufen“, sagte der Löwen-Besitzer Nouman Hassan. Die Auktion sei eine gute Möglichkeit für private Sammler, den Genpool ihres bisherigen Rudels zu diversifizieren. Hassan war in der Vergangenheit mit den Behörden in Konflikt geraten, als er dabei gefilmt wurde, wie er mit seinem Haustiger in Lahore Gassi ging.

oer/mid

© Agence France-Presse

Mann will Spinne mit Feuerzeug töten und löst Waldbrand aus

Buchtipp: Wild Orchids of the Soutwestern United States: Arizona, Colorado, Nevada, New Mexico and Utah

Washington (AFP) – Im US-Bundesstaat Utah hat ein Mann versucht, eine Spinne mit einem Feuerzeug zu töten – und dabei einen Waldbrand ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Mann vorübergehend festgenommen. Der 26-Jährige habe Polizisten am Brandort gesagt, er habe die Spinne mit einem Feuerzeug töten wollen und „dabei ein Feuer entzündet“, erklärte das Büro des Sheriffs im Verwaltungsbezirk Utah auf Facebook.

Bundesstaat Utah leidet unter schwerer Dürre

Der Bundesstaat Utah leidet – wie ein Großteil des Südwestens der USA – unter einer schweren Dürre. Der Waldbrand, der am Dienstag in der Nähe der Stadt Springville südlich der Hauptstadt Salt Lake City ausgebrochen war, breitete sich nach Angaben der Feuerwehr auf eine Fläche von mehr als 24 Hektar aus und konnte bis Mittwoch zu 90 Prozent eingedämmt werden.

Der 26-jährige wurde nach Polizeiangaben wegen fahrlässiger Brandstiftung und des Besitzes von Marihuana festgenommen, inzwischen aber gegen Kaution freigelassen.

mid/dja

© Agence France-Presse

Infos zu Imkerei, Bienen, Wespen, Hornissen, Wildbienen und Umwelt

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