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Dominique Venner verteilte sein Hirn auf dem Altar von Notre Dame
Dominique Venner verteilte sein Hirn auf dem Altar von Notre Dame

Dominique Venner begeht Selbstmord in Notre Dame de Paris. Neuer Trend in französischer Kirche?

Dominique Venner (78), ein rechtsnationaler Publizist und Historiker,  hat sich am Dienstagnachmittag in Paris das Leben genommen. Er erschoss sich in der Kathedrale Notre-Dame de Paris in der Nähe des Altars mit einer Pistole, nachdem er auf dem Altar einen Abschiedsbrief abgelegt hatte wie die Polizei mitteilte. Aus dem Brief geht hervor, daß Dominique Venner damit ein Zeichen setzen wollte gegen die Einführung der Homo-Ehe. Außerdem befürchtete Dominique Venner, der als Publizist in rechtsnationalen Kreisen großes Ansehen genoß, eine schleichende Islamisierung Europas.

Dominique Venner beging Selbstmord, während sich viele Touristen in der Kathedrale Notre Dame de Paris aufhielten. Sofort nachdem  Dominique Venner sich eine Kugel in den Kopf schoß, wurde Notre Dame evakuiert.

Die Kathedrale Notre Dame de Paris, Sitz von André Kardinal Vingt-Trois, dem Erzbischof von Paris wird jedes Jahr von schätzungsweise 14 Millionen Menschen besucht. Die im gotischen Stil errichtete Kathedrale blickt dieses Jahr auf ein 850-jähriges Bestehen zurück. Der Pariser Erzbischof Vingt-Trois gehört zu den Wortführern in der Auseinandersetzung um die Homo-Ehe.

Kommt da ein neuer Trend bei den Rechten?

Es brauche “spektakuläre und symbolische” Akte, um das Bewusstsein im Land aufzurütteln, hatte Dominique Venner unlängst erklärt.  Kurz nach dem Selbstmord von Dominique Venner drückte Marine Le Pen, die Vorsitzende der Nationalen Front, bei Twitter ihren Respekt aus. Sie sprach von einer zutiefst politischen Tat, die das Land aufrütteln sollte.

Dominique Venner gehörte zu den Wortführern der Rechten Bewegung und polemisierte in seinem Blog gegen die von Francois Hollande initierte Homo-Ehe, die zuletzt auch vom französischen Verfassungsgericht gebilligt wurde. Das Gesetz zur Einführung der Homo-Ehe wurde direkt danach vom französischen Staatspräsidenten unterzeichnet.

Dominique Venner läßt Hirn regnen in Notre Dame

Ich kann hervorragend damit leben, wenn diese rechten Spinner und Hetzer sich Dominique Venner anschließen. Ob sie nun Frigide Barjot, André Vingt-Trois, Joachim Meisner, Alex de Koker, Norbert Geis, Katherina Reiche oder Erika Steinbach heißen, wir haben soviele Kirchen im Land, da findet sich für jeden Hetzer ein geeigneter Ort.

Diese rechten Giftspritzen haben soviel Haß gesät, denen kann man keine Träne hinterherweinen. Da predigen sie angebliche Werte, die Dominique Venner an führender Stelle hochhält, schwafeln was von den Werten der Familie und europäischen Traditionen, die durch Homo Ehe und angebliche schleichende Islamisierung negiert werden. Und was macht dieser rechte Spinner? Ein ehemaliger OAS-Mitarbeiter, der Algerien gern als Kolonie Frankreichs behalten hätte?

Er erschießt sich vor laufendem Familienpublikum in einer Kirche! Bravo! Mehr davon! Das sind doch mal echte Werte. Eine Waffe in eine Kirche mitzubringen und als Selbstmörder sein Hirn auf dem Altar verspritzen.

Anderseits ist das ja fast schon bildlich zu sehen, so mancher von den Klerikalfaschisten sieht es ja gern, wenn man sein Gehirn bei den geweihten Röckchenträgern in Verwahrung gibt.

Über Klaus Maresch

Klaus Maresch
Von 1982 bis 2016 war ich als Imker tätig, zuletzt als Bioland-Berufsimker. Die Imkerei gab ich 2016 nach einer Serie von Einbrüchen auf. 2015 haben mein Mann und ich zwei junge Flüchtlinge aus dem Irak aufgenommen und der Imkereibetrieb bekam daraufhin "Besuch" von Einbrechern, die wenig Schönes anrichteten, den Betrieb zerstörten und mit Hakenkreuzen beschmierten. Seitdem schreibe ich Fantasyromane. Hier blogge ich zu diesem und jenem und stehe weiterhin für Fragen zu Bienen, Wespen und Hornissen zur Verfügung. So ganz kann man nach mehr als 30 Jahren Imkerei nicht vom Thema lassen.

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