Die deutsche Imkerschaft und Grüne Gentechnik

Die deutsche Imkerschaft und Grüne Gentechnik

85,90 

  • Softcover : 210 Seiten
  • Verlag: Kovac, Dr. Verlag
  • Autor: Jany, Klaus-Dieter; Eberhard, Höfer
  • Übersetzer*in:
  • Auflage: 1. Aufl., erschienen am 01.08.2014
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8300-8038-7
  • ISBN-13: 978-3-8300-8038-1
  • Größe und/oder Gewicht: 21,0 x 14,8 cm

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Beschreibung

HONIGHÄUSCHEN (BAFMW) – Grüne Gentechnik – ein Reizthema in Deutschland. Kaum ein Thema im Agrar- und Ernährungsbereich wird so emotional und kontrovers diskutiert wie die Grüne Gentechnik; der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen und ihre Nutzung als Lebens- oder Futtermittel. Weite Kreise der Gesellschaft stehen ihr skeptisch bis grundsätzlich ablehnend gegenüber. Die Gründe sind vielschichtig: ethische Bedenken, unvorhersehbare Risiken für Mensch und Umwelt, Bedrohung der Natürlichkeit und des ökologischen Landbaus und Befürchtungen von wirtschaftlichen Verlusten. Teile der Imkerschaft sehen in der Grüne Gentechnik eine nachhaltige Bedrohung ihrer Existenz und befürchten, dass durch den Eintrag von Pollen aus gentechnisch veränderten Pflanzen in Honig die Akzeptanz von deutschem Honig bei Verbrauchern verringert und die Gesundheit von Bienen von Bt-Toxinen beeinträchtigt wird. Der Band gibt einen chronologischen Überblick zum Kampf und Massnahmen von Imkern zur Durchsetzung eines Verbotes des Anbaus von gv-Pflanzen in Deutschland und einer gesetzlichen Verankerung eines Entschädigungsanspruchs bei wirtschaftlichen Verlusten durch gv-Pollen im Honig. Es wird die Entwicklung von einem einfachen Entschädigungsprozess bis zum Gang an Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Klärung des Status von Pollen im Honig aufgezeigt und kritisch diskutiert. Das EuGH-Urteil führte zu einer Revision der Honigrichtlinie. Da Imker sich nicht hinreichend vom Staat geschützt fühlten, führten sie als Mittel des zivilen Ungehorsams Zerstörungen von Feldern mit gv-Pflanzen durch. Letztlich haben aber weder die Prozesse noch die Zerstörungen zu einer Durchsetzung eines Verbotes der Grünen Gentechnik, zu einem Entschädigungsanspruch, noch zu einer Kennzeichnung von Honig mit Spuren von gv-Pollen geführt. Im zweiten Teil des Bandes wird die wissenschaftliche Literatur zum Einfluss von Bt-Toxinen und Bt-Pollen auf die Bienengesundheit analysiert. Aus den zahlreichen Untersuchungen und den gewonnen Daten lässt sich kein negativer Einfluss von Bt-Toxinen auf die Bienengesundheit oder eine Förderung des weltweit beobachteten Bienensterbens ableiten. Zum Autor: Dem Autor Jany wurde 2012 für seine wissenschaftlichen Betrachtungen von Bt-Pollen im Honig der „Schwarze Pinsel“ vom Deutschen Berufs und Erwebsimkerbund verliehen.

Das Thema Bienensterben, Rückgang von Insekten und allgemeines Artensterben ist in aller Munde und das Honighäuschen als frühere Bioland Imkerei hat sich von Anfang an daran beteiligt. Ich blicke auf mehr als 35 Jahre Imkereierfahrung zurück, die ihren Anfang 1982 mit den ersten eigenen Bienen nahm.

Der zehnjährige Junge, der 1977 einem Hamburger Imker über die Schulter schaute; der Fünfzehnjährige, der mit der Imkerei in Zeiten begann, in denen es noch keine Varroamilbe gab; der Achtzehnjährige, der lernte, dass man die Windschutzsscheibe seines Autos nach einer längeren Fahrt von Insekten säubern muß; der zwanzigjährige Student, der für seine Bienen einen Platz in Bonn suchte; der dreißigjährige Berufsimker, der seinen Bienen quasi eine Gutenachtgeschichte erzählte und sich den Kopf zerbrach, wie man die Umwelt mit ihren Bienen, Wespen, Schmetterlingen und andere blütenbesuchende Insekten vor den Machenschaften der Agrargiftindustrie und der Gleichgültigkeit agrarindustriehöriger Politiker schützt; der Imker, der nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt Bonn die Öffentlichkeit suchte, um bei Führungen an den Bienen auf dem Dach der Bundeskunsthalle zu erleben, dass Kinder (und deren Helikoptermuttis!) Angst vor Schmetterlingen hatten, bis hin zum Begleiter von Forschungsproekten zu den Riesenhonigbienen Nepals oder den Killerbienen Afrikas, stellt fest, dass etwas sehr im Argen liegt in unserem Umgang mit der Umwelt. Es sollte jedem bewußt sein, dass die Haltung „Natur ja, aber bitte woanders!“ nicht geht.

Die wunderschöne Welt der Natur

Jeder Griff zum Unkrautvernichtungsmittel, um den Rasen „schön ordentlich“ zu halten, bevor „die Nachbarn was sagen“; jeder überflüssige Einsatz zur Bekämpfung eines Wespennestes – ja, auch damit habe ich zu tun und berate gern, wenn ein Hornissennest oder ein Wespennest in Bonn den Haus- und Gartenbesitzer vor Fragen stellt, sollte begleitet sein von der Frage, ob das wirklich sein muß.

In unserem Online-Buchshop finden Sie viele Bücher, die Ihnen die wunderschöne Welt der Bienen, Wespen, Ameisen, Hornissen und Schmetterlinge sowie andere Insekten näherbringen.Aber nach wie vor stehe ich Ihnen auch gern zu einem Gespräch zur Verfügung, wenn Sie Fragen haben. Besuchen Sie uns in Bonn im Bundesamt für magische Wesen.

Und natürlich gibt es auch weiterhin Honig, Bienenwachskerzen und Met bei uns im Honighäuschen.

Zusätzliche Information

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