Vielleicht haben wir noch 10 Jahre

22,00 

  • Softcover: 320 Seiten
  • Verlag: Abl Bauernblatt
  • Autor: Susanne Schmall
  • Auflage: 1. Aufl., erschienen am 01.11.2020
  • ISBN-10: 3-930413-68-X
  • ISBN-13: 978-3-930413-68-3
  • Größe und/oder Gewicht: 20,7 x 13,4 cm
Artikelnummer: 9783930413683 Kategorie: Schlagwörter: , , , ,
Imker führen die Diskussion zu Themen wie in "Vielleicht haben wir noch 10 Jahre" schon lange, um auf das Bienensterben und den Artenrückgang aufmerksam zu machen. (Foto: Klaus Maresch)
Imker führen die Diskussion zu Themen wie in „Vielleicht haben wir noch 10 Jahre“ schon lange, um auf das Bienensterben und den Artenrückgang aufmerksam zu machen. (Foto: Klaus Maresch)
HONIGHÄUSCHEN (BONN) – Die US-amerikanische Landwirtschaft hat in Europa keinen guten Ruf. Der Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut, die Verschwendung von Wasser, und die Verödung der Landschaft sind nur einige Punkte. Aber es gibt in den USA auch progressive Farmer und Rancher, die diese Probleme erkannt haben und neue Wege gehen, um Bodenfruchtbarkeit wiederherzustellen, Ressourcen zu schonen, gute Lebensmittel zu produzieren und profitabel zu sein. Marianne Landzettel, freie Journalistin mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft und Agrarpolitik im englisch sprachigen Raum, hat einige dieser Pioniere besucht: an der US Ostküste, im Mittleren Westen und in Kalifornien. Regenerative Landwirtschaft gewinnt – im Sinne des Wortes – an Boden aber der Weg dorthin ist nicht leicht: „Man braucht Wissen, Erfahrung und vor allem Mut dazu. In den USA sind regenerative Landwirte weitgehend auf sich allein gestellt, oft gibt es im Landkreis niemanden, der ähnlich arbeitet. Bodenart, Klima, Höhe, durchschnittliche Regenmenge – all diese Faktoren variieren häufig von Farm zu Farm. Jeder Landwirt hat deshalb mit sehr spezifischen Problemen zu kämpfen und muss Lösungen finden, die genau auf seinen Betrieb zugeschnitten sind. Und die Schwierigkeiten enden nicht am Hoftor – Marktzugang, Infrastruktur, Beschaffung von Saatgut, Spezialwerkzeug und Maschinen – jede dieser Hürden muss genommen werden. Es braucht Mut, das in einer ländlichen Gemeinde anzugehen, beobachtet von kritischen, konventionell arbeitenden Nachbarn, die jeden Misserfolg und jedes neue Problem beim nächsten Treffen breittreten werden.“ In den 30er Jahren durchlebten die Farmer zwischen Texas, Oklahoma und Nebraska die ‚Dust Bowl‘ – während eines kurzen Weizenbooms wurden riesige Prärieflächen umgepflügt – bis in der nachfolgenden, mehrjährigen Dürre der fruchtbare Boden in Staubstürmen über tausende Kilometer bis über den Atlantik getragen wurde. Heute sind die Zeichen solch dramatischer Bodenerosion, durch Überweidung und durch konventionelle, industrielle Landwirtschaft, erneut nicht zu übersehen, schreibt Landzettel. Regenerative Landwirtschaft ist auch die bewusste Abkehr von Agrarchemie. Progressive US Farmer kommen ohne synthetische Dünger aus und setzen nur noch in Ausnahmefällen Pestizide ein. Längst gibt es starke Überschneidungen zwischen regenerativer und Biolandwirtschaft. Auf Hawai’i, dem 50. Bundesstaat der USA, ging die Autorin der Frage nach, warum alle Agrarchemiefirmen auf Inseln vertreten sind, die wir für ein Ferienparadies halten. Sie sprach mit mit Bewohnern, die durch die Versuchsfelder der Agrarchemieindustrie geschädigt wurden, und berichtet von Anstrengungen, das fruchtbare Land wieder mehr für die Ernährung der lokalen Bevölkerung zu nutzen.

 

Über „Vielleicht haben wir noch 10 Jahre“

Das vorliegende Sachbuch zu Themen aus Umwelt und Natur „Vielleicht haben wir noch 10 Jahre“ wurde erarbeitet und verfasst von Susanne Schmall. Dieses Sachbuch erschien am 01.11.2020 und wurde herausgegeben von Abl Bauernblatt.

Bücher wie „Vielleicht haben wir noch 10 Jahre“ sind im Onlineshop des Honighäuschens bestellbar. Online bestellte Fachbücher zur Imkerei und zu anderen Themen der Umwelt und des Artenschutzes sind zu den üblichen Öffnungszeiten auch direkt im Buchladen Bundesamt für magische Wesen in Bonn, der Stauhauptstadt von Nordrhein-Westfalen abholbar und werden auf Wunsch verschickt.

Das Thema Bienensterben, Rückgang von Insekten und allgemeines Artensterben ist in aller Munde und das Honighäuschen als frühere Bioland Imkerei hat sich von Anfang an daran beteiligt. Mehr als 35 Jahre Imkereierfahrung nahmen ihren Anfang 1982 mit den ersten eigenen Bienen.

Wann haben Sie zuletzt einen Schwalbenschwanz in ihrem Garten gesehen? (Foto: Klaus Maresch)
Wann haben Sie zuletzt einen Schwalbenschwanz in ihrem Garten gesehen? (Foto: Klaus Maresch)

Der zehnjährige Junge, der 1977 einem Hamburger Imker über die Schulter schaute; der Fünfzehnjährige, der mit der Imkerei in Zeiten begann, in denen es noch keine Varroamilbe gab; der achtzehnjährige Fahrschüler, der lernte, dass man die Windschutzsscheibe seines Autos nach einer längeren Fahrt von Insekten säubern muß; der zwanzigjährige Student, der für seine Bienen einen Platz in Bonn suchte; der dreißigjährige Berufsimker, der seinen Bienen quasi eine Gutenachtgeschichte erzählte und sich den Kopf zerbrach, wie man die Umwelt mit ihren Bienen, Wespen, Schmetterlingen und andere blütenbesuchenden Insekten vor den Machenschaften der Agrargiftindustrie und der Gleichgültigkeit agrarindustriehöriger Politiker schützt; der Imker, der nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt Bonn die Öffentlichkeit suchte, um bei Führungen an den Bienen auf dem Dach der Bundeskunsthalle zu erleben, dass Kinder (und deren Helikoptermuttis!) Angst vor Schmetterlingen hatten, bis hin zum Begleiter von Forschungsprojekten zu den Riesenhonigbienen Nepals oder den Killerbienen Afrikas, stellt fest, dass etwas sehr im Argen liegt in unserem Umgang mit der Umwelt.

Es sollte jedem bewußt sein, dass die Haltung „Natur ja, aber bitte woanders!“ nicht in Ordnung ist.

 

Die wunderschöne Welt der Natur

Der Bienenstand der Imkerei Honighäuschen auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle in Bonn. (Foto: Klaus Maresch)
Der Bienenstand der Imkerei Honighäuschen auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle in Bonn. (Foto: Klaus Maresch)

Jeder Griff zum Unkrautvernichtungsmittel, um den Rasen „schön ordentlich“ zu halten, bevor „die Nachbarn was sagen“; jeder überflüssige Einsatz zur Bekämpfung eines Wespennestes – ja, auch damit habe ich zu tun und berate gern, wenn ein Hornissennest oder ein Wespennest in Bonn den Haus- und Gartenbesitzer vor Fragen stellt, sollte begleitet sein von der Frage, ob das wirklich sein muß.

In unserem Online-Buchshop finden Sie viele Bücher wie „Vielleicht haben wir noch 10 Jahre“, die Ihnen die fantastische Welt der Bienen, Wespen, Ameisen, Hornissen und Schmetterlinge sowie anderer Insekten näherbringen.

Aber nach wie vor stehe ich Ihnen auch gern zu einem Gespräch oder zu einer Beratung im Umgang mit Bienen, Wespen, Hornisse, Wildbienen und Hummeln zur Verfügung, wenn Sie Fragen haben. Besuchen Sie uns in Bonn im Bundesamt für magische Wesen.

Und natürlich gibt es auch weiterhin Honig, Bienenwachskerzen und Met bei uns und zwar das ganze Jahr – nicht nur zu Weihnachten.

 

Größe 20,7 × 13,4 cm

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