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Beim Bundespatentgericht halten die Bienen Einzug

Berufsimker Herbert Rappel aus Mering stellte im Garten des Gerichtsgebäudes in der Cincinnatistraße drei Bienenkästen auf, die den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gerichts ein angenehmes Zuhause bieten sollen.
Berufsimker Herbert Rappel aus Mering stellte im Garten des Gerichtsgebäudes in der Cincinnatistraße drei Bienenkästen auf, die den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gerichts ein angenehmes Zuhause bieten sollen.

München (ots) – Pünktlich zum 20. Mai, der 2017 von den Vereinten Nationen zum Weltbienentag ausgerufen wurde, begann auch am Bundespatentgericht das große Summen. Berufsimker Herbert Rappel aus Mering stellte im Garten des Gerichtsgebäudes in der Cincinnatistraße drei Bienenkästen auf, die den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gerichts ein angenehmes Zuhause bieten sollen.

Wesengemäße Bienenhaltung am Bundespatentgericht

Imker Rappel betreibt nämlich eine wesensgemäße Bienenhaltung und verwendet deswegen keine Mittelwände oder Absperrgitter. Er ist überzeugt, dass Bienen es lieben, ihre eigenen Waben zu bauen, wozu nun auch beim Bundespatentgericht Gelegenheit besteht.

Bei der Bekämpfung der Varroamilbe sind bei der wesensgemäßen Bienenhaltung chemische Mittel tabu. Es kommen nur Puderzucker, Milchsäure und Oxalsäure zum Einsatz. Zudem wird darauf geachtet, dass die Bienen an ihrem Standort genügend Nahrung finden. Weil Imker Rappel nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter auf das Zufüttern verzichtet, kann er nur den Honig ernten, den die Bienen nicht zum Überwintern benötigen. Auf dem weiten Gelände des Gerichts im Münchner Süden sollten die Bienen jedoch genügend Pollen und Nektar finden, so dass eine hoffentlich reiche Honigernte zwischen Mensch und Tier gerecht verteilt werden kann.

Bienen fliegen am Internationalen Tag gegen Homophobie (IDAHO) über Regenbogenkreuzung

Bienen fliegen am IDAHO über Anflugbretter mit einer Regenbogenkreuzung (Foto: Klaus Maresch)

HONIGHÄUSCHEN (BONN) – Alljährlich wird seit 2005 am 17. Mai der Internationale Tag gegen Homophobie begangen, ein Gedenktag, der Respekt vor Schwulen und Lesben einfordert. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation beschloß, Homosexualität nicht mehr als Krankheit anzusehen.

Die Imkerei Honighäuschen hat als kleinen Beitrag dazu die Start- und Landebahnen ihrer zwölf Bienenvölker auf dem Dachgarten der Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland mit den Farben der Regenbogenflagge ausgestattet. Diese Flagge ist ein Symbol für lesbischen und schwulen Stolz. Die Anflugbretter der Bienenvölker zeigen eine Straße, die zum Einflugloch des Bienenstockes führt und diese Straße wird von einem Fußgängerüberweg in den Farben der Regenbogenflagge gequert.

Regenbogenkreuzung in Sydney

Die Bienenvölker auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle in Bonn haben Anflugbretter mit der Regenbogenflagge, dem Symbol der Gay Community.

Mit diesen Übergängen in den Regenbogenfarben wird auch auf eine Begebenheit in Australien angespielt. In Sydney wurde kurz vor Beginn der Feiern zu Mardi Gras ein Fußgängerüberweg in einem der von Schwulen bewohnten Stadtviertel in den Regenbogenfarben angelegt, sehr zur Freude der Gay Community. Auch im kalifornischen West Hollywood gibt es einen Fußgängerüberweg in den Regenbogenfarben, der auf den Künstler Martin Duvander zurückgeht. Mittlerweile ist dieser Fußgängerüberweg eine Touristenattraktion.

Auf Anordnung des Verkehrsministers von New South Wales, der die Verkehrssicherheit gefährdet sah, mußte dieser Fußgängerüberweg wieder entfernt werden. Minister Duncan Gay (er heißt wirklich so!) sah sich daraufhin zahlreichen Protesten ausgesetzt, die in einer Facebookaktion mündeten, an der sich bis jetzt mehr als 20.000 Personen beteiligten. Zahlreiche Bilder mit Regenbogenübergängen in aller Welt werden dort präsentiert.

Homophobie ist nach wie ein sehr ernstes Thema. In Südafrika begann ein Prozeß gegen Homoheiler, die einen 15jährigen Jungen zu Tode folterten, in Rußland wurde ein 23jähriger brutal ermordet, weil er schwul war und in Deutschland mußte das Bundesverfassungsgericht schon mehrfach gegen den Willen der konservativen Bundesregierung Urteile für die Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen fällen. Zuletzt setzte das höchste deutsche Gericht der Regierung eine Frist bis Mitte Juni, für eingetragene Partner eine rückwirkend bis 2001 geltende steuerliche Gleichstellung im Erbschaftsrecht umzusetzen.

Bienen auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle

Dieses Jahr startet auf dem Dachgarten die Ausstellung „Der Orientalische Garten“, ein Projekt im Zusammenhang mit der Ausstellung „Kleopatra, die ewige Diva“

Die Bienenvölker auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle sind dieses Jahr auch Teil der Ausstellung über das Bild der ägyptischen Königin Kleopatra VII. von den Anfängen bis hin zu dem Film mit Elizabeth Taylor. Auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle wurde ein Palmengarten angelegt sowie verschiedene pyramidenförmige Zelte aufgestellt, in denen Duftpflanzen gezeigt werden, die den Namen der Königin Kleopatra tragen und mit Märchenlesungen ein umfangreiches Rahmen- und Zusatzprogramm zu der Ausstellung stattfindet. Der Dachgarten der Bundeskunsthalle war zuletzt 2011 Ort einer großen Gartenausstellung mit über 130.000 Besuchern, von denen lediglich ein Schüler von einer Biene gestochen wurde. Die 12 Bienenvölker auf dem Dachgarten beherbergen im Sommer rund 700.000 Bienen und der Honig ist im Restaurant der Kunst- und Ausstellungshalle erhältlich.