Über mich

Mit Bienen bin ich aufgewachsen. Es begann 1978 in Hamburg, als ich beim Rodeln von der Piste abkam und in einem Zaun landete. Der Zaun gehörte zu einem Garten, in dem Garten stand ein Bienenhaus und das gehörte einem netten älteren Herrn, der mich aus dem Zaun pflückte und verarztete.

Neugierig geworden, fragte ich ihn, was es mit den Kästen auf sich hätte. Er sagte mir, ich möge im Frühjahr wiederkommen, wenn es wärmer wäre. Dann würde er mir alles zeigen.

Ich kam im Frühjahr wieder. Er zeigte mir alles, denn Heinrich Graubner war ein netter Mann mit viel Geduld gegenüber Kindern und Jugendlichen. Er erklärte mir, was Imker machen und wurde mich nicht mehr los.

1982 zogen wir in einen kleinen Ort bei Celle, und dort im Garten war endlich Platz für eigene Bienenvölker. Ich bekam mein erstes Bienenvolk und seitdem haben mich die Bienen nicht mehr losgelassen. Die Bienen und ihre Verwandten haben mich durch mein bisheriges Leben geführt und begleitet und das Interesse an Bienen und ihren stachligen Verwandten führte mich nach Thailand, Sizilien, Ostdeutschland, Ghana und Nepal.

Früh habe ich mich an der Diskussion um den Themenkomplex Bienensterben und Artenrückgang beteiligt, denn irgendwann merkt man, wenn man sich für Natur und Umwelt interessiert, dass da etwas gewaltig im Argen liegt.

Ob mit Demonstrationen gegen die Agrarpolitik der FDP i.S. Neonicotinoide und Grüne Gentechnik oder bei Diskussionen mit Besuchern meines damaligen Bienenstandes auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle sowie Statements bei Presseterminen – ich bin der festen und unverrückbaren Ansicht, dass sich im Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen etwas gewaltig zu ändern hat.

Als Imker wird man auch um Hilfe gebeten, wenn ein Bienenschwarm im Garten landet, wenn sich Wespen im Rollladenkasten breit machen, Wildbienen in der Sandkiste der Kita auftauchen oder anstellen eines Meisenpärchens Hornissen in das Dach eines Kindergartens einziehen.

Diese Tiere – meist harmlos – gehören dazu und es müssen manchmal Kompromisse gefunden werden, damit sie leben können. Auch wenn ich beruflich jetzt als Autor und Verleger aktiv bin, stehe ich immer noch zur Verfügung, wenn es um Bienen und Blumen geht.

In diesem Sinne

Ihr Klaus Maresch