Weihnachtsmarkt in Bonn – Imker Klaus Maresch schließt Stand nach Streit mit Stadt

Kaum hat der Bonner Weihnachtsmarkt eröffnet, gibt es Ärger: Imker Klaus Maresch, der seit 15 Jahren mit einem Stand mit Produkten rund um den Honig an der Vivatsgasse in Höhe Münsterplatz vertreten ist, hat nach einer Auseinandersetzung mit dem städtischen Marktamt seit Dienstag seinen Stand geschlossen.

… Hintergrund ist offensichtlich die Werbung an seiner Weihnachtsmarkthütte für das von ihm mit begründete „Bundesamt für magische Wesen“ – kurz BAfmW genannt.

Dabei handelt es sich um eine Fantasiebehörde, die deutsche Fantasy-Autoren ins Leben gerufen haben. Zu ihnen gehört auch Maresch, der als Autor das Pseudonym Hagen Ulrich benutzt. Persönlich war Maresch am Dienstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Quelle: Weihnachtsmarkt in Bonn – Imker Klaus Maresch schließt Stand nach Streit mit Stadt

 

Stellungnahme: Ich war deshalb nicht zu erreichen, da ich es vorziehe, sich bei einem Streit um eine Nichtigkeit zunächst einmal mit denjenigen zu unterhalten, die daran beteiligt sind. Es ging um unser Standschild und es fand sich dann eine einvernehmliche Lösung. Aber es gab, nach dem ein Gesprächstermin bekannt wurde, auch einige Anrufe von Medienvertretern, die es natürlich gern gesehen – und am liebsten live übertragen hätten -, wenn ich meinen Stand hätte abräumen lassen.

Es gab dann einen Gesprächstermin im Stadthaus mit den Verantwortlichen von Marktamt. Das Problem war, dass es unsere Imkerei als Betrieb zu dem Zeitpunkt der Bewerbung im März 2016 gab, diese aber im Lauf des Jahres 2016 aufgrund einer Serie von schweren Einbrüchen, u.a. mit Hakenkreuzschmiereien, aufgegeben wurde. Dies hatten wir dem Marktamt auch mitgeteilt und zugesichert, mit dem gleichen Angebot an Bienenwachskerzen, Met, meinen Büchern sowie Tassen aus dem Bundesamt für magische Wesen am Weihnachtsmarkt Bonn teilzunehmen. So wie das die frühere Bioland Imkerei Honighäuschen seit 2001 durchgeführt hat, ohne jede Beanstandung und immer zur Zufriedenheit der Kunden.

Nun ist man als Geschäftsinhaber ja verpflichtet, eine korrekte Beschilderung zu unterhalten. Anstelle des Imkereischildes sollte auf das BAfmW hingewiesen werden, dass als Unternehmen auch weiterhin nebst Verlagsprodukten wie Büchern und Fanartikeln aus dem BAfmW weiterhin das Angebot an imkerlichen Produkten unterhält. Wir haben das Schild mit der korrekten Firmenbezeichnung aufgehängt, das Marktamt wollte das Schild mit dem nicht mehr existierenden Betrieb.

Da wir aber ganz gern korrekt arbeiten und unsere Kunden nicht in die Irre führen wollten mit einer nicht mehr existierenden Imkerei, auch die Bioland-Zertifizierung hatten wir bereits zurückgegeben, mußte ein anderes Schild her. Und das gefiel dem Marktamt der Stadt Bonn nicht. Es ging auch nicht um meine Romane, die es seit 2011 am Stand gab.

Das war alles … mehr nicht. 🙂

 

 

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